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Eine umfassende Operation der mexikanischen Behörden deckte ein kriminelles Netzwerk auf, das sich der Erpressung und Wucherlenkungen widmet, in das auch zwei kubanische Staatsbürger verwickelt sind.
Die Operation mit dem Namen "Desconexión" erstreckte sich über 46 Tage im Bundesstaat Mexiko und führte zur Festnahme von 102 Personen, von denen 77 Ausländer sind. Unter den Festgenommenen befinden sich Kolumbianer, Venezolaner und auch Kubaner, was erneut die Verletzlichkeit von Migranten in den Fokus rückt, die — freiwillig oder unfreiwillig — in kriminelle Strukturen außerhalb der Insel verwickelt werden.
Laut der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Mexiko konnten die Behörden ein komplexes Netzwerk aufdecken, das über Callcenter operierte, wo massenhafte Anrufe getätigt wurden, um die Opfer zu betrügen. Mit Argumenten wie angeblichen unregelmäßigen Bankbewegungen, falschen Preisen oder ausstehenden Paketen erlangten die Beteiligten persönliche Daten und drängten die Personen dazu, Geld zu überweisen.
Das Schema umfasste auch das als „Gota a Gota“ bekannte Kreditsystem, eine illegale Praxis, die schnelles Geld bietet, aber zu Bedrohungen, Einschüchterungen und überzogenen Forderungen führt. Laut den Ermittlungen waren diese Netzwerke nicht nur auf Erpressung spezialisiert, sondern auch mit anderen Verbrechen wie Geldwäsche, Menschenhandel und Drogenhandel verbunden.
Insgesamt beschlagnahmten die Behörden 192 Immobilien, darunter 67 Call-Center, sowie elektronische Geräte, Bargeld und anderes Material, das zur Begehung der Straftaten verwendet wurde.
Von den Festgenommenen wurden bereits mindestens 50 mit einem Verfahren konfrontiert und befinden sich in Untersuchungshaft, darunter auch die beiden Kubaner, deren rechtliche Zukunft nun sowohl von den Justizbehörden als auch von ihrer Migrationssituation in Mexiko abhängen wird.
Der Fall spiegelt eine zunehmend komplexe Realität für viele kubanische Migranten in der Region wider, die nicht nur mit wirtschaftlichen und rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind, sondern auch dem Risiko ausgesetzt sind, in kriminelle Netzwerke zu geraten, die ihre Verwundbarkeit ausnutzen.
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