"Mein Ehemann starb, während er auf einen Krankenwagen wartete": Medizinische Nachlässigkeit in Santiago de Cuba wird angezeigt



Verstorben und seine FrauFoto © Facebook / Yosmany Mayeta Labrada

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Ein kubanischer Familienvater ist am Montag in Santiago de Cuba gestorben, nachdem er mehr als vier Stunden auf einen Rettungswagen gewartet hatte, der nicht rechtzeitig kam, wie die öffentliche Anzeige seiner Frau besagt.

Der Verstorbene, genannt Alexis Rosales Aldama, befand sich seit 18 Uhr in kritischem Zustand im Krankenhaus Klinisches Chirurgisches Ausbildungszentrum Ambrosio Grillo Portuondo. Der Krankentransport erschien erst gegen 22 Uhr, als es bereits zu spät war.

Die Anzeige wurde auf Facebook vom unabhängigen Kommunikator Yosmany Mayeta Labrada geteilt.

Laut dem Zeugnis der Ehefrau, Nelsy Betancourt Tamayo, gab das Krankenhauspersonal an, dass die Ambulanz nicht fahren konnte, bis vier Patienten aufgenommen waren – obwohl es normalerweise drei sind – aufgrund von Treibstoffproblemen.

Verzweifelt kontaktierte die Familie den Integrierten Notfallmedizinischen Dienst (SIUM). Die Antwort, die sie erhielten, war, dass "ein Krankenwagen keine Leben rettet".

Captura de Facebook / Yosmany Mayeta Labrada

Auch versuchten sie, mit den Provinzbehörden der Regierung von Santiago de Cuba in Kontakt zu treten. Niemand antwortete.

„Er verlor sein Leben, weil er nicht eine Minute früher ankam und die notwendige Hilfe erhielt“, betonte Nelsy.

Ein Muster von Todesfällen aufgrund fehlender zeitnaher medizinischer Versorgung

Dieser Fall ist nicht isoliert. Im Januar, ebenfalls in Santiago de Cuba, verstarb Yordanis Beltrán Beltrán, ein 42-jähriger Ex-Polizist unter ähnlichen Umständen, ohne rechtzeitig medizinische Hilfe erhalten zu haben.

Die Liste der Tragödien erstreckt sich über die Zeit: im Juni 2024 starb ein 34-jähriger Mann, und im September 2022 starb Yumila González, beide Fälle stehen im Zusammenhang mit mutmaßlichen medizinischen Fehlhandlungen in derselben Provinz.

Strukturelle Krise des kubanischen Gesundheitssystems

Der Zusammenbruch des Notfalltransports spiegelt eine tiefere Krise wider. Kuba hat im Februar 2026 lediglich 25 Elektroambulanzen für das gesamte Land integriert, eine Zahl, die angesichts des Ausmaßes des Problems unzureichend ist.

Der Gesundheitsminister von Kuba, José Ángel Portal, räumte ein, dass das kubanische Gesundheitssystem am Rande des Zusammenbruchs steht und dass die Krise "Leben in Gefahr bringen könnte".

Die Situation wurde vom Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation als "äußerst besorgniserregend" beschrieben.

Zur Knappheit von Treibstoff und Ausrüstung kommt die Verschlechterung des Humankapitals hinzu: Die Gehälter des medizinischen Personals liegen bei etwa 16 Dollar pro Monat, was zu einer massiven Abwanderung von Gesundheitsfachkräften auf der ganzen Insel geführt hat.

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