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Fincimex kündigte an diesem Dienstag an, dass die aus dem Ausland gesendeten Überweisungen in bar in US-Dollar direkt in den Büros von Cadeca empfangen werden können.
Das Regime stellte die Maßnahme als Erweiterung der Möglichkeiten für die Kubaner dar, die Geld aus dem Ausland erhalten.
Der Hinweis, der über das Facebook-Profil der Organisation veröffentlicht wurde, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die formellen Remessen um 70% im Vergleich zu 2019 eingebrochen sind und die wichtigsten Überweisungskanäle aus den Vereinigten Staaten blockiert oder teurer geworden sind.
Das sind die sieben Schlüsselpunkte, um zu verstehen, was sich wirklich ändert und was gleich bleibt.
1. Was hat Fincimex genau angekündigt?
Fincimex informierte, dass die aus dem Ausland gesendeten Überweisungen jetzt in bar in US-Dollar in den Büros der Casa de Cambio (Cadeca) empfangen werden können.
Die Entität stellte klar, dass, wenn die Überweisung zur Barauszahlung geschickt wurde, sie nur in dieser Form ausgezahlt werden würde. Es handelt sich nicht um einen neuen Versandkanal, sondern um einen neuen physischen Auszahlungspunkt in Fremdwährung.
2. Was ist die klassische Karte und wie funktioniert sie?
Beim Einlösen in Cadeca können die Begünstigten das Geld ganz oder teilweise auf die Clásica-Karte einzahlen, ein aufgeladbares Prepaid-Instrument, das ausschließlich in US-Dollar aufgeladen werden kann, verwaltet von Fincimex und CIMEX.
Es kostet vier Dollar, wird in staatlichen Geschäften wie CIMEX, Tiendas Caribe und Trimagen verwendet und bietet Rabatte von 4% bis 10% an.
Erlaubt keine Online-Käufe und keine Abhebungen in Dollar; das Guthaben kann nur in kubanische Pesos umgewandelt werden. Ab April 2025 sind direkte Überweisungen zwischen Clásica-Karten in Dollar möglich.
3. Welche Versandkanäle sind ausgesetzt oder eingeschränkt?
Western Union hat den Geldversand aus den Vereinigten Staaten vorläufig eingestellt nach Kuba im Februar 2025, infolge der Sanktionen der Trump-Administration gegen ihren kubanischen Partner Orbit S.A.
Seitdem sind die formalen Kanäle aus dem amerikanischen Territorium praktisch geschlossen. Die formalen Überweisungen sind um 70% im Vergleich zu 2019 gesunken, als Kuba mehr als 2.055 Millionen Dollar erhielt.
Jetzt kannst du das Geld in Cadeca empfangen, aber es fehlen wichtige Details in der Ankündigung des kubanischen Staates.
4. Was ist Orbit und warum steht es auf der schwarzen Liste?
Orbit S.A. ist ein lizenziertes Überweisungsunternehmen der Zentralbank von Kuba, das von Europa und Kanada aus tätig war und mit GAESA verbunden ist.
Der Außenminister der Vereinigten Staaten hat sie in die eingeschränkte Liste für Kuba mit Wirkung vom 10. März 2025 aufgenommen, was direkte Finanztransaktionen mit Einrichtungen, die mit den kubanischen Militär-, Geheimdienst- oder Sicherheitsdiensten verbunden sind, verbietet.
5. Wie hoch ist die neue Steuer von 1 % in den Vereinigten Staaten?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt die 1%-Steuer auf Überweisungen, die im Haushaltsgesetz von Trump genehmigt wurde. Sie besteuert Überweisungen, die in bar, per Postanweisung oder Bankscheck von den USA ins Ausland, einschließlich Kuba, gesendet werden.
Gilt nicht für Überweisungen oder Kredit- oder Debitkarten, die in diesem Land ausgegeben wurden, was den formellen Geldtransfer auf die Insel noch teurer macht und inoffizielle Kanäle begünstigt.
6. Welchen Prozentsatz der Wirtschaft kontrolliert GAESA?
Fincimex und CIMEX, die Einrichtungen hinter der Clásica-Karte und Cadeca, gehören zu GAESA, dem kubanischen Militärkonglomerat, das ungefähr 40% der Wirtschaft der Insel kontrolliert und 95% der finanziellen Transaktionen in Devisen abwickelt.
Seine Einnahmen übersteigen 3,2 Mal die des Staatshaushalts jährlich. Jeder Dollar, der über Cadeca eingeht oder auf eine klassische Karte eingezahlt wird, durchläuft Strukturen, die von den Streitkräften kontrolliert werden.
7. Welche realen Optionen bleiben, um Geld nach Kuba zu senden?
Angesichts des Zusammenbruchs der formalen Kanäle greifen kubanische Familien auf Mulas, Kryptowährungen und Überweisungen in Drittländer zurück. Die neue Ankündigung gibt vielen Kubanern Hoffnung, die möglicherweise Remittancen erhalten könnten.
Dennoch enthält das Communiqué von Fincimex keine wichtigen Einzelheiten wie: die für diesen Dienst zuständigen Geldtransfereinrichtungen, die geltenden Gebühren, die zu verwendenden Wechselkurse oder das genaue Verfahren zum Geldversand aus dem Ausland. Das Weglassen dieser Details hat bei den potenziellen Nutzern des Dienstes Verwirrung gestiftet.
Außerdem ist es auch möglich, die Clásica-Karte über Plattformen wie Tocopay.com aufzuladen, die seit 2024 verfügbar ist.
GAESA hat seinerseits 85 Geschäfte eröffnet, die nur Bargeld in US-Dollar akzeptieren, mit Margen von 240% und Preisen, die bis zu viermal so hoch sind wie die großer US-Ketten, und festigt damit ihre Kontrolle über jeden Dollar, der nach Kuba kommt.
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