Eine Kubanin namens Sisi Aguilera hat zwei Videos auf Facebook veröffentlicht, die die Treibstoffkrise in Kuba eindringlich darstellen.
Sisi erklärte, dass sie um acht Uhr morgens an einer Tankstelle ankam und erst um zehn Uhr abends den Kauf abschließen konnte, mehr als 15 Stunden auf dem Boden, hungrig und müde, um gerade einmal 20 Liter Benzin zu erwerben.
Während der gesamten Wartezeit gab es keinen Strom, kein Internet und keinen Mobilfunkempfang in der Gegend, was die Zahlung unmöglich machte, da an den staatlichen Tankstellen in Kuba nur Bankkarten akzeptiert werden und Bargeld nicht angenommen wird.
"Ich kam um acht Uhr morgens an und war um zehn Uhr abends fertig. Es gab keinen Strom, kein Internet, keinen Empfang. Und ohne das kannst du nicht bezahlen, weil sie kein Bargeld akzeptieren, nur Karten. Ich lag auf dem Boden einer Tankstelle, hungrig, müde und kurz davor, aufzugeben", erzählte die Frau in ihren Beiträgen.
Die von Aguilera beschriebene Situation ist kein Einzelfall. Die Stromausfälle betreffen bis zu 55% des Nationalgebiets, was die einfache Aufgabe, Treibstoff nachzutanken, für tausende von Kubanern zu einer stundenlangen Odyssee macht.
Der Kauf von Treibstoff ist in Kuba reguliert. Sisi musste fast vier Monate warten, um ihre 20 Liter Benzin zu bekommen.
Die Knappheit hat die Preise auf dem informellen Markt in die Höhe getrieben. Die Kubanerin erklärt, dass viele Menschen bereits Benzin auf der Straße für 10 Dollar pro Liter verkaufen.
Vor kurzem wurde bekannt, dass ein Kubaner 18.000 Pesos für nur drei Liter Benzin bezahlt hat, eine Summe, die die Verzweiflung derjenigen widerspiegelt, die sich nicht leisten können, länger als einen halben Tag in einer Schlange zu warten.
Die Krise verschärft sich auch im digitalen Bereich. Die staatliche Anwendung 'Ticket' hat Wartelisten von insgesamt 7.000 bis 15.000 Anfragen pro Tankstelle angesammelt, was den Zusammenbruch eines Systems verdeutlicht, das der Nachfrage der Bevölkerung nicht gewachsen ist.
Das Regime hat klar gemacht, dass die Kraftstoffkrise in Kuba keine sofortige Lösung haben wird.
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