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Der Dienst für Staatsbürgerschaft und Einwanderung der Vereinigten Staaten (USCIS) veröffentlichte am Montag eine deutliche institutionelle Warnung, nachdem er den Fall eines salvadorianischen Migranten überprüft hatte, der vor über 25 Jahren eine Abschiebeanordnung erhielt, nachdem er vom Bundesamt für Einwanderung und Zoll (ICE) festgenommen worden war, als er sich in seiner Geschäftsstelle in Charlotte, North Carolina, zu einem Familienantrag vorgestellt hatte.
Die Agentur nutzte den Fall, um eine direkte Warnung in sozialen Netzwerken an alle Migranten mit ausstehenden Anordnungen zu richten: "Die ausstehenden Rückführungsanordnungen werden die intensiven Überprüfungs- und Prüfverfahren, die von der Trump-Administration implementiert wurden, nicht überstehen. Wenn ein Richter die Rückführung anordnet, wird das Gesetz angewandt."
Der Fall veranschaulicht eindringlich, wie ein routinemäßiges Verfahren, in diesem Fall ein Interview für einen Familienantrag, in einer sofortigen Festnahme enden kann, unabhängig davon, wie viele Jahre seit der Erlass des Haftbefehls vergangen sind.
Was in Charlotte geschehen ist, ist kein Einzelfall, sondern Teil eines systematischen Musters, das USCIS unter der Trump-Administration seit Januar 2025 angenommen hat. Die Behörde, die historisch für die Bearbeitung legaler Einwanderungsbenefits zuständig war, hat eine aktive Rolle in der Rechtsdurchsetzung übernommen.
Zum Beispiel wurde im September 2025 die Erlaubnis erteilt, spezielle Agenten mit Befugnissen zur Festnahme, zum Führen von Waffen und zur Vollstreckung von Gerichtsbeschlüssen zu schaffen, wobei die traditionelle Grenze zwischen Migrationsdiensten und Vollstreckung aufgehoben wurde.
Dieser Schritt hat eine direkte Grundlage in der Exekutivordnung "Schutz des amerikanischen Volkes vor Invasion", die die Sicherheitsbehörden angewiesen hat, die Durchsetzung von Abschiebebefehlen ohne Berücksichtigung der Dauer des Aufenthalts oder persönlicher Umstände zu priorisieren.
Die Zahlen belegen das Ausmaß der Veränderungen. Laut DeportationData sind die Inlandsdeportationen im Vergleich zu den in früheren Verwaltungen registrierten Niveaus um das Fünffache gestiegen. Nach Angaben von Fachorganisationen haben 1,5 Millionen nicht-staatsbürgerliche Personen in den Vereinigten Staaten offene Abschiebungsbefehle, was sie bei jeder Interaktion mit Bundesbehörden potenziellen Zielen macht.
Ähnliche Fälle wurden in verschiedenen Städten dokumentiert. Ein Cubaner in Tampa wurde verhaftet, als er ein Büro von USCIS besuchte, und ein weiterer, der ein Verfahren zur Einbürgerung in Hialeah aufsuchte, wurde unter ebenso routinemäßigen Umständen verhaftet.
Die Warnung der Behörden ist klar: ein Haftbefehl ist eine ernsthafte Angelegenheit, unabhängig vom Grund, weshalb ein Migrant sich bei einer Bundesbehörde meldet.
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