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Am selben Tag, an dem eine Passagierin öffentlich den Diebstahl der persönlichen Gegenstände ihrer Mutter am Aeropuerto Internacional Frank País García de Holguín meldete, verlieh das kubanische Regime demselben Flughafen die Flagge für Arbeitsleistung, die höchste gewerkschaftliche Auszeichnung des Landes.
Der Preis wurde diesen Mittwoch von der Central de Trabajadores de Cuba (CTC) durch die Nationale Gewerkschaft der Transport- und Hafenarbeiter verliehen, als Anerkennung für den Wiederbeginn der Operationen nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa im Oktober 2025.
Dayamí Reyes Silva, Generalsekretärin des Provinzbüros der Gewerkschaft, erklärte, dass die Anerkennung „auf die Reaktionsfähigkeit der Institution nach dem Einfluss des meteorologischen Phänomens im Osten des Landes zurückzuführen ist, ein Einsatz, der die Wiederherstellung der nationalen und internationalen Flugverbindungen nur drei Tage nach dem Ereignis ermöglichte“.
Der Hurrikan Melissa der Kategorie 3 traf am 29. Oktober 2025 mit anhaltenden Winden von bis zu 195 km/h auf Land und betraf mehr als 140.000 Personen allein in der Provinz Holguín.
Dennoch, einen Tag vor der Preisverleihung veröffentlichte Angélica Peña auf Facebook, dass die Tasche ihrer Mutter am Flughafen ausgeraubt worden war: Man entwendete ihr zwei kubanische Parfums, vier Schachteln dicker Zigaretten und einen Umschlag mit Wohnungsbesitzdokumenten.
Der Koffer kam leichter als gewöhnlich an und der Verschluss zeigte Anzeichen von Manipulation.
"Eindeutig dachte die Person, die den Koffer öffnete, dass Geld darin sei, und wenn es das gewesen wäre, hätten sie es auch gestohlen," schrieb Peña.
Die Anzeige blieb nicht im konkreten Fakt stehen. „Es macht einen sehr hilflos, dass solche Dinge so bleiben, ohne Konsequenzen. Wie viele Menschen müssen das Gleiche durchmachen?“, fragte sie.
Der Kontrast zwischen der offiziellen Anerkennung und der Bürgeranhörung veranschaulicht die Kluft zwischen dem institutionellen Diskurs des Regimes und der Realität, mit der Reisende an den kubanischen Flughäfen konfrontiert sind.
Der Diebstahl von Gepäck an den Flughäfen der Insel ist ein wiederkehrendes und dokumentiertes Problem. Im März 2025 kam das Gepäck einer älteren Dame zwei Tage verspätet, geöffnet und geplündert von Medikamenten am Flughafen José Martí in Havanna an. Ähnliche Fälle wurden auch am Flughafen Abel Santamaría in Santa Clara gemeldet.
In keinem dieser Fälle wurden Ergebnisse von Ermittlungen oder Sanktionen gegen die Verantwortlichen bekannt gegeben.
Angélica Peña schloss ihren Beitrag mit einer klaren Warnung: "Bitte an alle, die nach Kuba reisen: Seien Sie äußerst vorsichtig mit Ihren Wertsachen, insbesondere beim Versenden von Gepäck. Solche Situationen dürfen nicht weiter normalisiert werden."
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