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Der Gouvernement der Kanarischen Inseln plant, in naher Zukunft 75 Tonnen Dosenhuhn an das System zur Familienbetreuung (SAF) in der Provinz Villa Clara auf Kuba zu senden, wie Digna Morales Molina, die Direktorin der Handelsgesellschaft in dieser Provinz, bestätigte.
Laut der offiziellen Zeitung Granma wird die Lieferung an die verschiedenen SAF-Zentren in Villa Clara geschickt, ähnlich wie bei früheren Spenden aus dem spanischen Archipel.
Morales Molina präzisierte, dass die kanarische Regierung zuvor bereits 48 Tonnen gefrorenes Huhn und weitere 5,5 Tonnen Dosenhuhn an die verschiedenen SAF der Provinz gesendet hatte.
In der jüngsten Lieferung hat Canarias auch ein Elektro-Dreirad gespendet, um die Verteilung von Material im Landkreis Corralillo zu gewährleisten, sowie ein Notstromaggregat und eine Eismaschine.
Der kubanische SAF, geschaffen um alleinstehende Senioren, Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke ohne familiäre Unterstützung zu unterstützen, befindet sich in einer schweren Krise: die Zahl der Betroffenen stieg von 59.000 Personen im Jahr 2023 auf etwa 67.000 Mitte 2025, mit täglich sieben bis acht neuen Anfragen pro Gemeinde.
Im März 2026 hat der kubanische Staat öffentlich zugegeben, dass er kein ausreichend Budget hat, um alle gefährdeten Personen des SAF zu unterstützen.
Villa Clara ist eine der Provinzen, die am stärksten von der Ernährungskrise getroffen wurden. Im Februar 2026 beschränkten die lokalen Behörden den Verkauf von regulärem Brot ausschließlich auf Personen unter 13 Jahren und über 65 Jahren, was das Ausmaß des Versorgungsmangels widerspiegelt, dem die Bevölkerung gegenübersteht.
In diesem Kontext stellen die kanarischen Spenden eine direkte Hilfe für die verletzlichsten Kubaner dar, die auf die gesellschaftlichen Speisewerke des SAF angewiesen sind, um ihre tägliche Ernährung zu sichern.
Im vergangenen Februar wurde während des Tages des Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungssektors, der in Villa Clara gefeiert wurde, Miossoty de la Caridad Paradelo Martín, Generaldirektorin für Auswärtige Angelegenheiten der Kanarischen Regierung, öffentlich gewürdigt. Dies geschah als Anerkennung für die Unterstützung dieser Regierung für den Handelssektor und für kubanische Familien in vulnerablen Situationen.
En dieser Gelegenheit erinnerte sich Paradelo Martín an die historische Migrationsbeziehung zwischen den Kanaren und Kuba, die über Jahrzehnte hinweg tausende von Familien aus dem Archipel dazu brachte, sich auf der Insel niederzulassen und Familien zu gründen.
Desde den Kanarischen Inseln sind auch Spenden von medizinischen Materialien und Medikamenten an kubanische Kinderkrankenhäuser im Rahmen des Projekts "A Cuba Hay Que Quererla" eingetroffen.
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