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Der informelle Devisenmarkt in Kuba setzt erneut seine Logik durch. Am 18. April
Die Differenz, von mehr als 20 Pesos, besteht nicht nur weiterhin: Sie vergrößert sich in einem Moment der Marktbeschleunigung.
Der Dollar verstärkt dieselbe Dynamik. Er bleibt bei 525 CUP im informellen Markt, während die vom BCC festgelegten 488 CUP betragen. Der Abstand beträgt etwa 37 Pesos, eine Spanne, die weiterhin ausreichend groß ist, um den Parallelmarkt als dominierende Referenz zu behalten.
Das Muster ist bereits erkennbar. Der informelle Markt bestimmt das Tempo, durchbricht Grenzen und definiert Niveaus innerhalb von Stunden oder Tagen neu. Die Zentralbank hingegen reagiert mit schrittweisen Anpassungen.
Dieser Samstag stieg der offizielle Euro um lediglich 1,95 CUP, eine minimale Variation im Vergleich zu den jüngsten Marktsteigerungen, wo die Währung in aufeinander folgenden Tagen um zwischen fünf und acht Pesos angestiegen ist.
Das jüngste Verhalten des Euro veranschaulicht diese Dynamik deutlich. Während mehrerer Tage blieb er um die 590 CUP stabil, in einer scheinbaren Pause. Diese Ruhe wurde jedoch schnell durchbrochen, als es zu einem Anstieg kam, der ihn nahezu an die 600 CUP brachte.
Die Reaktion der BCC hat diese Bewegung nicht begleitet, was seinen reaktiven Charakter unter Beweis stellt.
Diese Lücke ist nicht nur technisch, sondern auch strukturell. Das Design des Währungssystems begrenzt die Auswirkungen des offiziellen Wechselkurses. Der Mangel an Devisen im staatlichen Kreislauf, die Zugangsbeschränkungen und der Mangel an Liquidität machen den informellen Markt zum Raum, in dem der Preis des Geldes tatsächlich festgelegt wird.
Der wirtschaftliche Kontext verschärft die Situation. Die anhaltende Inflation, die Ausgabe neuer Banknoten in hohen Stückelungen und die Energiekrise nach dem Rückgang der venezolanischen Öllieferungen haben den Druck auf das kubanische Peso erhöht. Hinzu kommt die internationale Stärkung des Euro gegenüber dem Dollar, die ebenfalls seinen Kurs innerhalb der Insel beeinflusst.
Das Ergebnis ist ein zunehmend voneinander getrenntes duales System. Auf der einen Seite gibt es einen offiziellen Kurs, der versucht, die Abwertung zu begleiten, ohne sie vollständig anzuerkennen; auf der anderen Seite gibt es einen informellen Markt, der als realer Thermometer der Wirtschaft fungiert.
Der Euro kratzt an 600 CUP ist nicht nur ein Rekord. Es ist die Bestätigung, dass in Kuba die Zentralbank Anpassungen vornimmt… aber der informelle Markt das Sagen hat.
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