Die USA entsenden ein hochmodernes Kriegskommando in die Karibik: Was ist bekannt?



xFoto © Captura de X/SOUTHCOM

Der United States Southern Command (SOUTHCOM) hat am Dienstag das Kommando für autonome Kriegsführung (SAWC) gegründet, eine neue High-Tech-Einheit mit Sitz in Miami, die Drohnen, künstliche Intelligenz und unbemannte Systeme einsetzen wird, um Bedrohungen in der Karibik, Mittelamerika und Südamerika entgegenzuwirken.

Die Anordnung wurde vom Marinegeneral Francis L. Donovan, dem Befehlshaber von SOUTHCOM, erlassen und steht in direktem Zusammenhang mit den nationalen Sicherheitsprioritäten der Trump-Administration sowie mit der Strategie der operativen Dominanz des Kommandos in der westlichen Hemisphäre.

Laut dem offiziellen Kommuniqué wird das SAWC darauf ausgerichtet sein, "autonome, semi-autonome und unbemannte Plattformen und Systeme einzusetzen, um Bedrohungen und Herausforderungen in allen Bereichen entgegenzuwirken und taktische Missionen mit langfristigen strategischen Effekten zu verknüpfen".

Der Umfang des neuen Kommandos reicht vom Meeresboden bis zum Weltraum und zum Cyberspace.

In den Worten von Donovan selbst: "Vom Grund des Meeres bis in den Weltraum und durch den Cyberspace haben wir die volle Absicht, die klare Überlegenheit des amerikanischen Verteidigungsökosystems zu nutzen, indem wir Spitzeninnovationen einführen und zunehmend enger mit unseren ständigen Partnern in der Region zusammenarbeiten, um diejenigen zu übertreffen, die unsere kollektiven Frieden und Sicherheit bedrohen."

Entre den erklärten Missionen des SAWC sind "das Stören und Degradieren von narcoterroristischen Netzwerken und Kartellen" sowie das Reagieren auf Krisen, die durch großflächige Naturkatastrophen verursacht werden, aufgeführt.

Die offizielle Mitteilung unterstreicht auch den strategischen Wert der Region für militärische Innovation.

Donovan bemerkte: "Unser geografisches Verantwortungsgebiet umfasst eine Vielzahl von Bedingungen, abwechslungsreiche Landschaften und unterschiedliche operationale Umgebungen, die es zu einem idealen Umfeld für Innovationen machen. Es ist auch eine Region mit sehr fähigen und engagierten Sicherheitspartnern, die Technologien annehmen und bereit sind, gemeinsam mit uns zusammenzuarbeiten, um die regionale Stabilität auf neue und effektive Weise zu unterstützen."

Vor der Erreichung der vollständigen Betriebsbereitschaft -ein Datum, das in der Mitteilung nicht präzisiert wird- wird SOUTHCOM mit den Militärdienststellen und der Defence Autonomous Warfare Group (DAWG) des Verteidigungsministeriums zusammenarbeiten, um die erforderlichen Erfahrungen und Fähigkeiten zu identifizieren.

Der Pentagon schlug für das DAWG ein Budget von 54,600 Millionen Dollar für das Haushaltsjahr 2027 vor, im Vergleich zu 225,9 Millionen im Haushaltsjahr 2026, die größte historische Investition in Drohnen und Antidrohnmaßnahmen.

In seiner Stellungnahme vor dem Kongress im März 2026 hatte Donovan bereits diese Richtung vorweggenommen, indem er seine Absicht bekundete, Kapazitäten der nächsten Generation wie unbemannte Plattformen zu nutzen, KI-Integration und kommerzielle Werkzeuge, um Bedrohungen gemeinsam mit regionalen Partnern entgegenzuwirken.

Der SAWC ist Teil einer beispiellosen militärischen Expansion der Vereinigten Staaten im westlichen Hemisphäre.

Im Januar 2026 aktivierte die Raumfahrtstreitkräfte formal Space Forces Southern, ihre Komponente für die westliche Hemisphäre, die eine Schlüsselrolle bei der Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro am 3. Januar dieses Jahres spielte, indem sie satellitengestützte Kommunikation und Navigationsfähigkeiten bereitstellte.

Seit September 2025 leitet SOUTHCOM außerdem die Operation Lanza del Sur, eine Kampagne von tödlichen kinetischen Angriffen auf mit dem Drogenhandel verbundene Schiffe in der Karibik und im östlichen Pazifik.

Mitte April 2026 hatte die Operation ungefähr 52 kinetische Angriffe ausgeführt, bei denen mehr als 163 Personen eliminiert wurden, zu geschätzten Kosten von 3.000 Millionen Dollar.

Analysten der Militärs beschreiben die US-Präsenz in der Karibik als die größte seit der Raketenk crisis von 1962, ein unmissverständliches Zeichen dafür, dass Washington die Hemisphäre zur strategischen Priorität erster Ordnung gemacht hat.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.