Die Einwanderungsanwältin Liudmila Marcelo gab am Mittwoch eine deutliche Warnung an die Kubaner aus, die versuchen, auf dem Seeweg in die Vereinigten Staaten zu gelangen: "Wer illegal an Land geht, wird festgenommen, einer Glaubwürdigkeitsprüfung unterzogen und sehr wahrscheinlich deportiert", sagte sie in ihrer wöchentlichen Sendung bei CiberCuba mit der Journalistin Tania Costa.
Der Auslöser war ein Kommentar im Chat einer Live-Übertragung, in dem ein Benutzer mit dem Namen 'Mandrake' berichtete, eine Nachricht über ein Boot, das mit Kubanern aus Pinar del Río ausläuft, vermutlich mit Ziel USA, gesehen zu haben.
"Derzeit bedeutet es, illegal in die Vereinigten Staaten zu gelangen, sei es über die Land- oder Seegrenze, dass du, wenn du den Boden berührst, nun, festgenommen wirst und ein Angst-glaubwürdiges Interview durchlaufen musst, und es könnte sein, dass du deportiert wirst. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du keinen Asylantrag stellen kannst", warnte die Anwältin.
Marcelo fügte außerdem hinzu, dass ein Asylfall nur dann verfolgt werden könnte, wenn die Person, die im Boot oder auf dem Schlauchboot ankommt, nachweisen kann, dass sie zum Zeitpunkt des Einsteigens in das Fahrzeug von der Staatssicherheit verfolgt wurde und ihr Leben in ernsthafter Gefahr war.
Der Ausblick für diejenigen, die internationalen Schutz suchen, ist zunehmend düsterer geworden. Laut aktuellen Daten ist die Genehmigungsrate für Asylanträge auf 7% gesunken während der aktuellen Administration, eine Zahl, die eine Verschärfung der Migrationspolitik widerspiegelt.
Die Situation ist besonders kritisch für die Kubaner, da Kuba von der Wiederaufnahme der Überprüfungen von politischen Asylanträgen ausgeschlossen wurde, was die Migranten der Insel in eine noch verletzlichere Lage gegenüber den US-amerikanischen Einwanderungsbehörden bringt.
Die Konsequenzen für diejenigen, die versuchen, die Überfahrt zu wagen, können verheerend sein. Ein Fall, der diese Realität veranschaulicht, ist der eines Kubaners in Orlando, der in ein drittes Land deportiert wurde, eine Situation, die im aktuellen Kontext immer häufiger vorkommt.
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