Tipps dieser Kubanerin, um in Europa Geld zu verdienen: "Wenn ich es mit 50 konnte, kannst du es auch."



Cubana in EuropaFoto © @yamilka.emprende / TikTok

Eine Kubanerin, die ohne Papiere nach Österreich emigrierte, kein Deutsch sprach und fünfzig Jahre alt war, teilte auf TikTok drei Lektionen über Geld, die, ihrer Meinung nach, ihr wirtschaftliches Leben in Europa von Grund auf verändert haben.

Yamilka, bekannt auf der Plattform als @yamilka.emprende, veröffentlichte am Mittwoch ein 47-sekündiges Video, in dem sie zusammenfasst, was sie über persönliche Finanzen in einem der Länder mit den höchsten Lebenshaltungskosten des Kontinents gelernt hat. Ihr Inhalt richtet sich besonders an kubanische und latino Emigranten, die ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen: ohne Papiere, ohne Sprache und ohne Unterstützungsnetz.

Ihre erste Lektion ist direkt: "Darauf zu warten, dass das System Ihnen hilft, ist Zeitverschwendung." Für Tausende von Kubanern, die irregular nach Europa kommen, ist diese Warnung besonders relevant. In Österreich ist die Arbeit ohne Aufenthaltsgenehmigung illegal und kann für Arbeitgeber mit Bußgeldern von bis zu 30.000 Euro und für den Arbeiter mit dem Risiko der Abschiebung einhergehen, gemäß dem österreichischen Ausländerrecht, das im Januar 2026 aktualisiert wurde.

Trotz dieses restriktiven rechtlichen Rahmens finden viele Migranten Wege, um in Sektoren wie der Gastronomie, der Reinigung, der Pflege oder der Landwirtschaft Einkommen zu erzielen, während sie ihren Migrationsstatus regularisieren. Die Kubaner stellen in Österreich etwa 2.500 Asylanträge pro Jahr und haben laut Eurostat im Jahr 2025 eine Genehmigungsrate von 18 %.

Die zweite Lektion von Yamilka bezieht sich auf die Unternehmermentalität: "Es gibt immer einen Weg, Einkommen zu generieren, wenn man weiß, wo man suchen muss." Laut Studien der Interamerikanischen Entwicklungsbank greifen diejenigen, die keinen Zugang zu traditionellen Banken haben, weil ihnen die Dokumentation fehlt, oft auf Geldtransferunternehmen zurück, um ihr Geld zu verwalten. Die informelle Wirtschaft, obwohl prekär, war für viele kubanische Migranten in Europa der wirtschaftliche Einstieg.

Die dritte Lektion ist vielleicht die universellste: "Der größte Fehler ist, aus Angst nicht zu beginnen." Yamilka präsentiert sie als das Haupthindernis, das diejenigen bremst, die sich in ähnlichen Situationen befinden wie sie, als sie nach Österreich kam. Auch die wirtschaftliche Realität in Europa ist nicht einfach, sobald die Situation regularisiert ist: ein kubanischer Bauarbeiter in Spanien verdient zwischen 1.200 und 1.300 Euro im Monat, ein Betrag, der schnell durch Miete, Dienstleistungen und grundlegende Ausgaben verbraucht wird, wobei allein die Ernährung zwischen 300 und 400 Euro pro Person und Monat kosten kann.

Seine persönliche Geschichte unterstützt die Botschaft kraftvoll. "Ich habe mit nichts aus Österreich angefangen, ohne Deutsch zu sprechen, mit fünfzig Jahren. Wenn ich es konnte, kannst du es auch."

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Yare Grau

Gebürtig aus Kuba, lebe ich jetzt in Spanien. Ich habe Sozialkommunikation an der Universität von Havanna studiert und später ein Studium der audiovisuellen Kommunikation an der Universität von Valencia abgeschlossen. Derzeit bin ich Teil des CiberCuba-Teams als Redakteurin in der Unterhaltungssektion.