Ein Video, das vom digitalen Creator, Maler, Editor und Filmemacher Carlos Batista (@carlosbatistastudio) auf Instagram veröffentlicht wurde, hat Tausende von Menschen in der spanischsprachigen Gemeinschaft berührt.
Es handelt sich um ein Interview mit dem kubanischen Künstler Ángel Jesús Concepción López. Er spricht über sein Leben, das von Armut geprägt ist, seine bedingungslose Liebe zur Kunst und seinen Willen, trotz der extremen Mängel, die die Krise in Kuba auferlegt, weiterzumachen.
Der Clip enthält eines der eindrucksvollsten Zeugnisse über die Realität, die viele ältere Künstler und Handwerker heute leben inmitten der dekadenten Situation des Landes.
Jesús Concepción López beschreibt seine Realität ohne Umschweife zu Beginn des Videos: „Manchmal muss ich etwas anderes tun, weil die Situation sehr schwierig ist. Ökonomisch haben wir alle eine sehr schwierige Situation.“
Sie zeigt ihr bescheidenes Haus, das sie vor Jahren gekauft hat und an dem sie versucht hat, Reparaturen vorzunehmen, aber die Arbeiten liegen still. „Die Küche ist so, wie du sie siehst. Der Stadtverwalter hat mir geholfen, aber die Arbeiten wurden eingestellt, weil es keine Materialien gibt. Das ist die Realität“, sagt sie.
„Trotz alledem bin ich glücklich. Meine Kunst begleitet mich, sie ist mein Gefährte. Sie ist wie die Luft, die du atmest. Das ist mein Leben und ich nehme es mit Mut an“, behauptet er mit einer Gelassenheit, die diejenigen, die ihm zuhörten, entwaffnete.
Ihre Beziehung zum Holz, ihrem Arbeitsmaterial, ist fast philosophisch: „Ich hoffe, dass das Holz mich um das bittet, was es will. Es hat sein Gesicht und sagt dir, was es geben kann.“
Über seine Art zu schaffen und zu überleben, ist er ebenso direkt: „Ich arbeite nicht, um zu verkaufen, aber ich verkaufe aus Notwendigkeit. Niemals im Leben setze ich Preise für meine Dinge.“
Das Zeugnis von Jesús Concepción López ist repräsentativ für eine Realität, die tausende von Kreativen auf der Insel erdrückt. Ende 2025 lebte 89% der kubanischen Bevölkerung in extremer Armut und 70% kam ohne mindestens eine Mahlzeit am Tag aus. Der offizielle Durchschnittslohn betrug lediglich 14 Dollar pro Monat zum inoffiziellen Wechselkurs.
Die Reaktion des Publikums auf das Video war umfassend und solidarisch. Dutzende von Menschen fragten, wie sie Geld spenden, Werke kaufen oder Werkzeuge senden könnten. Carlos Batista selbst antwortete in den Kommentaren: „Jeder, der helfen möchte, kann mir privat schreiben.“
Unter den Kommentaren, die am stärksten nachklangen, fasste eines das allgemeine Gefühl zusammen: „Menschen, die mit 20 Jahren aufgeben, und dieser Herr träumt und schafft all die Jahre... es ist hart, aber inspirierend.“ Ein anderer Kommentar war kürzer, aber ebenso treffend: „Die Kunst ist wie der Glauben, sie hält dich aufrecht.“
Jesús Concepción López schloss sein Testimonial mit dem Satz, der zum viralen Herzstück des Videos wurde: „Leider sind wir Künstler fast immer arm. Arm, aber wir sind reich an Liebe.“
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