Der kubanische Reggaeton-Künstler Ovi reagierte am Montag mit Humor auf ein auf Instagram veröffentlichtes Video, in dem er anscheinend von zwei Beamten in den Aufenthaltsraum für Migranten – dem sogenannten „cuartico“ – an einem offenbar amerikanischen Flughafen begleitet wird.
Der 16-sekündige Clip wurde vom Promi-Profil „Un Martí To Durako“ geteilt und zeigt den Künstler, der zusammen mit den Beamten im Gepäckabholbereich läuft, mit zweisprachiger Beschilderung und sichtbaren Schildern von LATAM Airlines im Hintergrund.
Wohl kaum verärgert, antwortete Ovi direkt in den Kommentaren des Beitrags mit einem Satz, der Stolz und Erleichterung ausdrückt: „Der einzige, der KROME verlassen hat und weiterhin in der Emigration beliebt ist, hahaha, als Hund in mein Haus gekommen, bis zur Tür eskortiert, danke GOTT.“
Die Erwähnung des Centro de Procesamiento Krome ist nicht zufällig. Im September 2024 wurde Ovi in Miami verhaftet nach einem Verkehrsvorfall, bei dem er angeblich einem anderen Fahrer aus seinem McLaren heraus mit einer Waffe bedrohte, auf der Southwest Eighth Street.
Agenten der Florida Highway Patrol zogen ihn gewaltsam aus seinem Lamborghini in Doral. Das Video seiner Festnahme verbreitete sich weitreichend in den sozialen Medien und sorgte für große Kontroversen in der kubanischen Gemeinde von Miami.
Nachdem er vor der Richterin Mindy Glazer mit einer Kaution von 6.500 Dollar erschienen ist, hat der Dienst für Einwanderungs- und Zollkontrolle (ICE) eine Ausweisung verhängt und ihn nach Krome gebracht, wo er über 90 Tage mit einem Ausweisungsbefehl nach Kuba konfrontiert war.
Der Künstler selbst beschrieb später, was er erlebt hatte: „Sie wollten mich wieder nach Kuba schicken.“
Er konnte die Deportation dank eines einzigartigen migrationsrechtlichen Aufschubs, der von seiner Anwältin beantragt wurde, abwenden, wobei seine steuerlichen Verpflichtungen als entscheidendes Argument dienten. Wie er später gestand, kostete ihn der Prozess fast 80.000 Dollar an Anwaltsgebühren.
Das Video von diesem Montag legt nahe, dass Ovi, trotz der Regelung seiner Einwanderungssituation, weiterhin bei der Einreise in die Vereinigten Staaten speziellen Kontrollen unterzogen wird. Seine öffentliche Reaktion, weit entfernt von Angst, spiegelt wider, wie der Künstler eine Erfahrung verarbeitet hat, die sein Leben geprägt hat.
Im April 2025 hat Ovi die Rechte der Einwanderer verteidigt und eine klare Botschaft gesendet: «Das ist nicht Kuba».
Der am Montag veröffentlichte Clip hat in wenigen Stunden über 26.700 Aufrufe angehäuft, was bestätigt, dass der Fall von Ovi weiterhin Interesse bei seinen Anhängern und in der kubanischen Gemeinschaft im Ausland weckt.
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