Cubana dankt Gott dafür, dass sie ihr Zuhause in El Salvador errichten kann



Cubanos in El SalvadorFoto © Facebook / Cubanos in El Salvador

Eine Kubanerin, die sieben Jahre in El Salvador lebt, hat ein Video veröffentlicht, in dem sie den Moment zeigt, in dem die ersten Säulen ihres eigenen Hauses in diesem zentralamerikanischen Land gegossen werden. Sie antwortet mit Glauben und Dankbarkeit an diejenigen, die von ihr verlangen, dass sie nach Kuba zurückkehrt, um dort zu bauen.

Der Clip, der auf ihrem Konto „Cubanos en El Salvador“ auf Facebook verbreitet wurde, hat sich zu einem repräsentativen Zeugnis der Kubaner entwickelt, die sich entschieden haben, in Mittelamerika Wurzeln zu schlagen.

In dem 45-sekündigen Video zitiert die Frau direkt die Nachrichten, die sie erhält: „Und wer sind diese Kubaner, die hier in El Salvador ihr Zuhause errichten wollen? Geht zurück in euer Land, macht euer Zuhause in eurem Land.“

Weit davon entfernt, mit Bitterkeit zu reagieren, entscheidet sich die Protagonistin für Dankbarkeit: „Ich bin eine Kubanerin, die seit 7 Jahren in El Salvador lebt. Und ich bin Gott dankbar für dieses Land.“

Das Video zeigt zwei Personen in einem Baugebiet neben einem Wohnhaus aus Betonblöcken, mit Materialien im Hintergrund, auf dem, was anscheinend der Garten des zukünftigen Hauses ist.

«Danke Gott, in diesem Video sehen wir, wie er die ersten Säulen meines Hauses gießen konnte. Warum? Weil der Glauben und der Optimismus niemals verloren gehen», erklärt die Kubanerin mit emotionalem Ton.

Ihre Botschaft hat einen klaren Bestandteil des christlichen Glaubens: „Immer unseren Blick auf Christus gerichtet, denn er ist es, der uns stärkt. Also nach vorne, denn zurück geht es nicht einmal, um Schwung zu holen.“

Sie schließt das Video mit einem Versprechen und einer Erklärung: „Ihr werdet viele weitere Videos von den Kubanern sehen, die in El Salvador Fortschritte machen. Denn wenn man will, kann man es schaffen. El Salvador ist mein Land des Segens. Gott segne es.“

Der Bericht spiegelt ein umfassenderes Migrationsphänomen wider. Laut journalistischen Schätzungen dieses Monats wohnen mehr als 5.000 Kubaner legal in El Salvador, während inoffizielle Zahlen diese Zahl auf zwischen 10.000 und 15.000 Personen erhöhen.

Historisch gesehen war El Salvador nur ein Transitpunkt auf der Landroute, die die Kubaner nutzten, um in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Doch seit 2025 hat sich dieses Muster geändert: Viele entscheiden sich, in lateinamerikanischen Ländern zu bleiben, wo sie mehr Freiheit und wirtschaftliche Möglichkeiten finden als die, die die Diktatur auf der Insel bietet.

Der Grenzschluss in Nicaragua hat El Salvador und Costa Rica als aufstrebende Ziele für diese Gemeinschaft gefördert und den Prozess der endgültigen Ansiedlung beschleunigt.

Die Internationale Organisation für Migration dokumentierte diese Wendung im März 2026. Ihre regionale Direktorin, María Moita, fasste es so zusammen: „Lateinamerika ist nicht mehr nur ein Durchgangsland für Migranten aus Kuba, sondern wird zunehmend zu dem Zuhause, das sie sich wünschen.“

Die Erfahrung dieser Kubanerin – sieben Jahre in El Salvador, die mit eigener Anstrengung ihr eigenes Haus gebaut hat – steht im Gegensatz zur Realität derjenigen, die in Kuba bleiben, wo die Materialknappheit und der Mangel an Freiheiten es für die meisten nahezu unmöglich machen, ein Wohngebäude zu errichten.

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