Die USA glauben, dass Iran die Systeme ihrer Tankstellen hackt

Beamte der USA vermuten, dass iranische Hacker auf die Kraftstoffmesssysteme an Tankstellen in mehreren Bundesstaaten zugegriffen haben, ohne physische Schäden zu verursachen.



Tankstelle (Verwandtes Bild)Foto © CiberCuba

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Funcionäre der Vereinigten Staaten vermuten, dass iranische Hacker hinter einer Reihe von Eindringlingen in Systeme stehen, die die Kraftstoffstände in Lagerbehältern überwachen, die Tankstellen in mehreren Bundesstaaten des Landes versorgen, wie CNN berichtete.

Die Angreifer haben automatische Tankmes Systeme untersucht, die unter dem englischen Akronym ATG bekannt sind, und die mit dem Internet verbunden und ohne Passwortschutz waren.

Diese Schwachstelle erlaubte es ihnen in einigen Fällen, die auf den Bildschirmen der Tanks angezeigten Werte zu manipulieren, jedoch nicht die tatsächlichen Kraftstoffmengen, die gespeichert waren.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Eindringlinge körperliche Schäden verursacht haben, doch der Vorfall hat ernste Besorgnis unter den Behörden ausgelöst.

Private Experten und amerikanische Beamte warnen, dass theoretisch der Zugang zu einem ATG-System einem Angreifer ermöglichen könnte, „eine Gasleckage unbemerkt zu verursachen“, was ein ernstes Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen würde.

Sowohl die Agentur für Cybersicherheit und Infrastruktur (CISA) als auch das FBI lehnten es ab, öffentliche Kommentare zu dem Vorfall abzugeben, berichtete CNN.

Iran, der Hauptverdächtige, hat eine dokumentierte Geschichte von Angriffen auf solche Systeme. Die von CNN konsultierten Quellen wiesen darauf hin, dass „Irans Geschichte, die Systeme von Gastanks anzugreifen, ihn zu einem der Hauptverdächtigen macht“.

Dennoch warnten dieselben Quellen, dass «die US-Regierung möglicherweise nicht in der Lage sein wird, mit Sicherheit zu bestimmen, wer verantwortlich war, aufgrund des Mangels an forensischen Beweisen, die von den Hackern hinterlassen wurden».

Der Vorfall ereignet sich im Kontext des bewaffneten Konflikts zwischen den USA und Israel gegen den Iran, der am 28. Februar 2026 begonnen hat und die konventionellen militärischen Fähigkeiten Teherans schwer beeinträchtigt hat. Laut dem US Central Command (CENTCOM) hat die Kampagne mehr als 12.300 militärische Ziele im iranischen Staatsgebiet erreicht.

In diesem Szenario stellen Cyberangriffe eine alternative Möglichkeit dar, wie Iran kritische Infrastruktur auf amerikanischem Boden bedrohen kann, die außerhalb der Reichweite seiner Drohnen und Raketen liegt. Sollte die iranische Beteiligung bestätigt werden, wäre es der jüngste Fall, in dem Teheran gegen Ziele auf dem Kontinent der USA vorgeht.

Diese Episode fügt sich in ein umfassenderes Muster iranischer Cyberoperationen ein. Im November 2023 identifizierten die USA und ihre Verbündeten die Gruppe „Cyber Av3ngers“, die mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) in Verbindung steht, aufgrund von Intrusionen in industrielle Systeme in mehreren westlichen Ländern. Im Oktober 2024 gaben die CISA und das FBI eine gemeinsame spezifische Warnung über die Verwundbarkeit von ATG-Systemen heraus, die nicht angemessen gegen das Internet geschützt sind.

Der bisher eindrucksvollste Vorfall auf amerikanischem Boden bleibt der Ransomware-Angriff auf die Colonial Pipeline im Mai 2021, der der russischen Gruppe DarkSide zugeschrieben wird. Dieser Angriff schloss das System für sechs Tage und führte zu einem Mangel an Kraftstoff im Südosten des Landes, der 87 % der Tankstellen in Washington D.C. betraf.

Der Fall hebt auch eine anhaltende Schwachstelle hervor: Die Betreiber kritischer Infrastruktur in den USA „haben Schwierigkeiten, ihre Systeme zu schützen, trotz jahrelanger Aufforderungen der Bundesregierung“, so die Agentur EFE.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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