Havanna bleibt ohne "Gazelles"-Service wegen Treibstoffmangel

Die Aussetzung von MetroTaxis in Havanna aufgrund von Treibstoffmangel lässt Tausende von Menschen ohne Transportmittel.

GazellenFoto © Transportación Habana (TH) / Facebook

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Das öffentliche Verkehrssystem in Havanna erlitt am Mittwoch einen weiteren Rückschlag, nachdem der Betrieb der beliebten „Gazellen“ (MetroTaxis) aufgrund der Unmöglichkeit, sich mit Treibstoff zu versorgen, vollständig eingestellt wurde.

„Leider konnten unsere geschätzten Gazellen letzte Nacht, am 23. April, nicht betankt werden, was bedeutet, dass wir Ihnen heute, am 24. April, den gewohnten Service nicht anbieten können“, bestätigte die Transportación Habana (TH) in einer offiziellen Mitteilung, die in den sozialen Medien verbreitet wurde.

Die Aussetzung lässt Tausende von Nutzern ohne eine der wenigen erschwinglichen und schnellen Optionen, um sich in der Stadt fortzubewegen. Obwohl angekündigt wurde, dass auf einigen Routen alternative Transportmittel eingesetzt werden könnten, gab das Unternehmen keine Einzelheiten oder Garantien bekannt.

Veröffentlichung auf Facebook

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer tiefen Energiekrise, die das gesamte Land erschüttert.

Laut offiziellen Berichten verzeichnete das Nationale elektrische System (SEN) gestern Abend während der Spitzenzeit um 20:10 Uhr einen Rekorddefizit von 1.901 Megawatt (MW) bei der Stromerzeugung, was als der höchste Wert der letzten Jahre gilt.

Die Unión Eléctrica (UNE) führte den Zusammenbruch auf eine Kombination aus Treibstoffengpässen, mehrfachen Ausfällen und geplanten Wartungsarbeiten in den thermischen Kraftwerken zurück, die durch einen Mangel an Investitionen in die Energieinfrastruktur verschärft wurden.

Der offizielle Journalist Lázaro Manuel Alonso erklärte, dass einer der Hauptbetroffenen die Melonen-Pipeline war, die für die dezentrale Stromerzeugung essenziell ist. Die Situation hat in mehreren Provinzen des Landes zu Stromausfällen von bis zu 20 Stunden täglich und zu einem zunehmenden sozialen Unmut geführt.

In der Zwischenzeit hat der Versuch der Regierung, Solarenergie zu fördern, nicht ausgereicht, um den Rückgang des traditionellen Elektrizitätssystems auszugleichen: Die neuen Photovoltaikanlagen haben lediglich 1.064 MWh erzeugt, eine Zahl, die im Vergleich zur nationalen Nachfrage unzureichend ist.

In den sozialen Medien wurde die Aussetzung der MetroTaxis mit Frustration, Kritik und auch Sarkasmus aufgenommen. „Und wie kommen wir jetzt zur Arbeit?“, schrieb eine Nutzerin auf Facebook. Ein anderer ironisierte: „Es gibt keinen Benzin für die Gazellen, aber sicher für die Paraden am 1. Mai.“

Häufig gestellte Fragen zur Energie- und Transportkrise in Havanna

Warum wurde der Service der "Gacelas" in Havanna eingestellt?

Der Service der "Gacelas" wurde aufgrund von Treibstoffmangel eingestellt. Diese Situation hat tausende von Nutzern in der kubanischen Hauptstadt ohne Transportmittel zurückgelassen und verschärft die Krise im öffentlichen Verkehr der Stadt weiter.

Was ist die Hauptursache für das Defizit an Stromerzeugung in Kuba?

Das Defizit an Stromerzeugung in Kuba ist hauptsächlich auf den Mangel an Brennstoffen zurückzuführen. Darüber hinaus haben Mehrfachausfälle und die Wartung der thermischen Kraftwerke, zusammen mit einem Mangel an Investitionen in die Energieinfrastruktur, zu dieser Krise beigetragen.

Wie wirkt sich die Energiekrise auf das tägliche Leben in Kuba aus?

Die Energiekrise beeinträchtigt das tägliche Leben der Kubaner erheblich. Die langen Stromausfälle erschweren essentielle Aktivitäten wie das Kochen von Lebensmitteln und die Nutzung von Haushaltsgeräten, was zu großem sozialem Unmut führt und sich negativ auf die Wirtschaft und das allgemeine Wohlbefinden der Bevölkerung auswirkt.

Welche Maßnahmen ergreift die kubanische Regierung, um der Treibstoffkrise entgegenzuwirken?

Die kubanische Regierung hat versucht, den Kraftstoff neu zu verteilen und die Versorgungszeiten zu verlängern. Obwohl diese Maßnahmen darauf abzielen, die Krise zu mildern, waren sie nicht ausreichend, um die grundlegenden Probleme des Energiesektors und des Transports im Land zu lösen.

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