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Wenige Stunden nach dem massiven Stromausfall, der den Osten Kubas erschütterte, gestand die Regierung am Montag ein, dass die Situation des Stromsystems “hart” sei und dass das Kraftwerk Antonio Guiteras in Matanzas in den kommenden Monaten außer Betrieb genommen werden muss, um Wartungsarbeiten zu erhalten, was größere Auswirkungen ankündigt.
Die Informationen wurden von der staatlichen Journalistin Ana Teresa Badía verbreitet, die auf Facebook Einzelheiten zur Pressekonferenz, die von Lázaro Guerra Hernández, dem Generaldirektor für Elektrizität im Ministerium für Energie und Bergbau (MINEM), und Alfredo López Valdés, dem Generaldirektor der Unión Eléctrica de Cuba (UNE), geleitet wurde, teilte.
Die Beamten gaben zu – oder rechtfertigten –, dass die grundlegenden Ursachen der Krise im Defizit an Erzeugungskapazität, dem Mangel an Finanzierung und der technologischen Obsoleszenz liegen.
Im Juli waren die fortwährenden Instabilitäten der Guiteras die Hauptursache für die Stromausfälle, während die Einheit 5 von Renté nicht wie vorgesehen ins System integriert werden konnte.
Auch die Lieferungen von Flüssiggas wurden nicht eingehalten, was den Stromverbrauch bei der Lebensmittelproduktion in die Höhe trieb.
Obwohl die thermische und verteilte Energieerzeugung im August besser abschnitt, führte der Ausfall eines schwimmenden Kraftwerks und die Probleme mit dem Brennstoff erneut zu einer Verringerung der Energieverfügbarkeit.
Derzeit sind im Land nur noch zwei schwimmende Kraftwerke in Betrieb, was das Ausmaß der Energiekrise verdeutlicht.
Diese Erklärungen zeigen außerdem die Unfähigkeit des Regimes, das Versprechen – es sei denn, es war eine grobe Manipulation – zu erfüllen, die Stromausfälle im Sommer zu lindern.
Hinsichtlich der erneuerbaren Energien versicherte die UNE, dass die vorgesehenen Ziele erreicht wurden und bereits 29 Fotovoltaik-Solarparks in Betrieb sind, mit einem weiteren, der in Kürze hinzukommen soll.
Dennoch gaben sie zu, dass die Solarenergie intermittierend ist und die beschädigte thermische Basis nicht ersetzt.
„Das Problem mit der Verfügbarkeit von Kraftstoff erreichte im Juli besonderen Nachdruck, und im August wurde das schwimmende Kraftwerk in Betrieb genommen. Es gibt Bemühungen in der Logistik, aber die Situation ist schwierig“, gaben die Verantwortlichen zu.
„Die Mitarbeiter des MINEM sind sensibel und Sie können sich sicher sein, dass wir arbeiten, und wir werden dies weiterhin mit Transparenz tun“, betonte López.
La Guiteras, das größte thermische Kraftwerk des Landes, ist seit Jahren in Betrieb, ohne die erforderlichen Wartungsarbeiten.
„Die thermische Anlage Antonio Guiteras in Matanzas benötigt in den kommenden Monaten Wartungsarbeiten, die so schnell wie möglich durchgeführt werden“, betonte die Sprecherin des Regimes.
Die Regierung selbst gab zu, dass die thermische Energieerzeugung über einen langen Zeitraum hinweg nicht die erforderliche Pflege erhalten hat, was nun zu Zwangspausen führt, die die Kubaner noch längeren Stromausfällen aussetzen werden.
Häufig gestellte Fragen zur Stromkrise in Kuba und zur Situation der thermischen Anlage Antonio Guiteras
Warum ist die elektrische Situation in Kuba so kritisch?
Die elektrische Situation in Kuba ist kritisch aufgrund eines Defizits bei der Erzeugungskapazität, fehlender Finanzierung und technologischem Rückstand. Diese Ursachen wurden durch den Mangel an Brennstoffen verschärft, was die Fähigkeit des Systems stark einschränkt, den Energiebedarf des Landes, insbesondere in den Monaten mit hohem Verbrauch, zu decken.
Wie ist der aktuelle Stand des Wärmekraftwerks Antonio Guiteras?
Das thermische Kraftwerk Antonio Guiteras, gelegen in Matanzas, benötigt dringend Wartungsarbeiten, da es jahrelang ohne die erforderliche Pflege betrieben wurde. Dieses Werk war bereits mehrfach von Ausfällen betroffen, die seine Erzeugungskapazität beeinträchtigt haben, was zum allgemeinen Energieschock des Landes beiträgt. Derzeit ist eine Stilllegung geplant, um Wartungsarbeiten durchzuführen, die eine Teilerholung seiner Leistung ermöglichen.
Welche Maßnahmen hat die kubanische Regierung ergriffen, um die Energiekrise zu bewältigen?
Die kubanische Regierung hat versucht, verschiedene Maßnahmen umzusetzen, wie die Entwicklung erneuerbarer Energien und die Reparatur von Erzeugungseinheiten. Diese Bemühungen sind jedoch unzureichend, um das zugrunde liegende Problem zu lösen, da es an Ressourcen mangelt und man auf importierten Brennstoff angewiesen ist. Die Situation wird noch komplizierter durch die Notwendigkeit, die Solarkraftwerke betriebsfähig zu halten, die zwar zunahmen, aber aufgrund ihrer Unbeständigkeit keine Stabilität ins System bringen.
Wie wirkt sich der Mangel an Treibstoff auf die Stromerzeugung in Kuba aus?
Der Mangel an Brennstoff ist einer der kritischsten Faktoren, die die Stromerzeugung in Kuba beeinflussen, da er den Betrieb der Erzeugungsanlagen erheblich einschränkt. Dieses Defizit hat dazu geführt, dass viele dezentrale Erzeugungsanlagen inaktiv sind, was die Fähigkeit des Landes, einen stabilen und zuverlässigen Stromdienst anzubieten, weiter verringert.
Welche Auswirkungen hat die elektrische Situation auf das tägliche Leben der Kubaner?
Die Stromkrise in Kuba hat erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben der Kubaner, mit langanhaltenden Stromausfällen, die sowohl Haushalte als auch wichtige Dienstleistungen beeinträchtigen. Diese Stromunterbrechungen erschweren die alltäglichen Aktivitäten, beeinträchtigen die Lebensmittellagerung und erhöhen das gesellschaftliche Unwohlsein, das durch die hohen Temperaturen und das Fehlen sofortiger Lösungen seitens der Regierung verschärft wird.
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