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Ein ziemlich überraschendes Faktum wurde am Mittwoch in den sozialen Medien enthüllt: In Fomento, Sancti Spíritus, wird eine Flasche Coca-Cola aus den 1950er Jahren aufbewahrt, die nie geöffnet wurde.
Der Fund, geteilt von Yois Cárdenas auf Facebook, hat viele überrascht wegen des hervorragenden Erhaltungszustands des Glasbehälters, der sein eingraviertes Logo und die ursprüngliche Farbe des Getränks bewahrt.
Der Gegenstand gehört Carlos Manuel Triana Gómez, der ihn seit Jahrzehnten als Reliquie aufbewahrt.
Laut seiner Aussage kostete das Getränk damals 25 Centavos und war ein Luxus, den sich nur wenige leisten konnten.
„Es wurde nie geöffnet, es ist möglich, dass es im ganzen Land keine andere mit ihrer Originalverpackung gibt“, erklärte Cárdenas, als er die Bilder in den sozialen Medien zeigte.
Die Flasche, die noch die Flüssigkeit und das erhaben geprägte Etikett enthält, ist ein Zeugnis für das Industriedesign und die Popkultur der Mitte des vergangenen Jahrhunderts.
In einer Zeit, in der fast alles recycelt wird, erinnert dieses unversehrte Exemplar an die Jahre, in denen Coca-Cola Teil der kleinen Alltagsfreuden im vorrevolutionären Kuba war.
Mehr als nur eine Kuriosität, ist diese Flasche eine Zeitkapsel, die mehr als sieben Jahrzehnte unversehrt in einem Regal in Sancti Spíritus überlebt hat.
Im Jahr 2024 wurde bekannt, dass eine Werbung des multinationalen amerikanischen Unternehmens Coca-Cola obwohl sie mühevoll entfernt werden sollte, an einer Wand eines Gebäudes in der Stadt Santa Clara, Provinz Villa Clara, verblieb.
Unter den Kubanern, die emigriert sind, hat sich Coca-Cola zu einem emotionalen Symbol für Bruch und Transformation entwickelt. Sie ist weit mehr als nur ein Getränk; sie verkörpert den Anpassungsprozess an eine neue Realität und den unvermeidlichen Schmerz der Loslösung.
Eine junge Kubanerin, die in den Vereinigten Staaten lebt, sprach kürzlich über das Thema, indem sie ihre Erfahrungen mit denen teilte, die sie beschuldigen, ihre Wurzeln vergessen zu haben.
In ihrem Zeugnis stellte sie klar, dass „die Coca-Cola des Vergessens zu trinken“ nicht gleichbedeutend mit Verrat ist, sondern eine Möglichkeit, emotional zu überleben, angesichts neuer Verantwortungen, anstrengender Arbeit und der unausweichlichen Distanz.
In derselben Linie, verlangte eine Emigrantin in Brasilien das Recht auf Veränderung. Nach fast einem Jahrzehnt außerhalb Kubas gestand sie, dass sie nichts mehr vermisse, da es ihr gelungen sei, ihre Familie im Ausland zu vereinen.
Für sie ist die Coca-Cola des Vergessens eine kraftvolle Metapher, die zusammenfasst, was viele verschweigen: Dass Cuba zu lieben nicht bedeutet, an Schmerz gebunden zu sein. Ihre Überlegung fand Anklang bei tausenden von Emigranten, die Schuldgefühle verspürt haben, weil sie weitermachen und ihr Wohlbefinden in weniger feindlichen Kontexten priorisieren.
Ein weiterer aufschlussreicher Fall ereignete sich in Uruguay, wo ein neuangekommener Kubaner gefilmt wurde, während er gerührt eine Coca-Cola trank. In dem Video, das von Familienangehörigen geteilt wurde, äußerte er, dass dieses Getränk mehr als ein Erfrischungsgetränk war: es war die Bestätigung, dass sich sein Leben verändert hatte.
In einer fremden, aber freien Küche sitzend, mit tränengefüllten Augen, gestand der junge Mann, dass er nie gedacht hätte, eine Flasche Coca-Cola könnte ihm so viel bereiten.
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