Mutter eines politischen Gefangenen erhebt Vorwurf wegen sexueller Übergriffe und Misshandlungen in einer Polizeieinheit von Havanna

Jenni M. Taboada wurde von der kubanischen Staatssicherheit vorgeladen, nachdem sie sich mit der US-Botschaft in ihrem Kampf um die Freilassung ihres politisch gefangenen Sohnes getroffen hatte.

Jenni M. TaboadaFoto © Captura de Facebook/Las Taniadas

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Die Mutter des cubanischen politischen Gefangenen Duannis León Taboada, Jenni M. Taboada, berichtete, dass sie Opfer sexueller Übergriffe und Misshandlungen in der Polizeizentrale von Capri in Havanna wurde, nachdem sie einer Vorladung der Behörden nachgekommen war.

Dagen zuvor hatte Taboada über die Vorladung durch ihr Profil auf Facebook gewarnt und ihre Empörung über die Belästigung durch das Regime zum Ausdruck gebracht.

"Habt ihr die Frechheit, mir eine Vorladung zu geben, anstatt meinen Sohn freizulassen? Glaubt ihr wirklich, ich habe Angst, ins Gefängnis zu kommen? Ich kann euch sagen, dass ich mit meinem Rucksack bereit bin", schrieb sie und versicherte, dass sie nicht aufhören würde, für die Freiheit ihres Sohnes zu kämpfen, der zu 14 Jahren Haft verurteilt wurde wegen seiner Teilnahme an den Protesten am 11. Juli 2021.

Captura von Facebook/Jenni M. Taboada

Según der in sozialen Netzwerken veröffentlichte Bericht von dem Profil Las Taniadas, wurden die Agenten des Staatssicherheitsdienstes zu einem angeblichen "Interview" einbestellt, aber der wirkliche Grund für die Vorladung soll ihr kürzliches Treffen mit Mitarbeitern der Botschaft der Vereinigten Staaten in Kuba gewesen sein.

Die Beamten konfrontierten sie, indem sie sie "schlechte Mutter" nannten, weil sie internationale Instanzen aufsuchte, um für ihren Sohn Gerechtigkeit zu verlangen, der zu 14 Jahren Haft für seine Teilnahme an den Protesten vom 11. Juli 2021 verurteilt wurde.

Captura de Facebook/Las Taniadas

Als er diese Worte hörte, verlor Taboada die Beherrschung und begann, mitten in der Einheit zu schreien, forderte Respekt und versicherte, dass er nicht aufhören wird, für die Freiheit seines Sohnes zu kämpfen.

Según su testimonio, mehrere Beamte hielten sie gewaltsam fest und rissen ihre Tasche auf, und inmitten des Gerangels stürzte sich der als Luisito identifizierte Staatssicherheitsbeamte auf sie, umarmte sie und küsste sie nahe am Ohr, was sie in einen Zustand der Abscheu und Empörung versetzte, sagten sie.

Captura von Facebook/Las Taniadas

Die Anzeige betont, dass solche Handlungen die Absicht haben, sie zu fotografieren und das Bild zu verbreiten, um bei anderen Angehörigen von politischen Gefangenen und Aktivisten Zweifel zu säen und sie als eine Mitarbeiterin des Regimes erscheinen zu lassen.

Taboada, der vor einigen Monaten einen Schlaganfall erlitten hat, hat nach dem Vorfall erhöhten Blutdruck. Seine Angehörigen machen die kubanische Regierung für jegliche Beeinträchtigung seiner Gesundheit verantwortlich.

Según Prisoners Defenders sind über 1.150 Personen aus politischen Gründen in Kuba inhaftiert, darunter sind sieben neu seit Februar, viele von ihnen zu langen Haftstrafen verurteilt nach den Ereignissen vom 11J.

Für den nächsten Freitag, den 28. Januar, haben verschiedene Organisationen der kubanischen Diaspora und Menschenrechtsaktivisten zu einer weltweiten Protestaktion aufgerufen, um die Freilassung der politischen Gefangenen in Kuba zu fordern.

Häufig gestellte Fragen zur Situation der politischen Gefangenen in Kuba

Was ist mit Jenni M. Taboada in der Polizeistation Capri in Havanna passiert?

Jenni M. Taboada berichtete, dass sie in der Polizeistation Capri in Havanna Opfer von sexueller Gewalt und Misshandlungen geworden sei, nachdem sie einer Vorladung der kubanischen Behörden nachgekommen war. Während des Vorfalls hielt ein Beamter des Staatssicherheitsdienstes sie gewaltsam fest und küsste sie gegen ihren Willen, was sie in einen Zustand von Ekel und Wut versetzte.

Warum wurde Jenni M. Taboada vom Staatssicherheitsdienst vorgeladen?

Die Vorladung von Jenni M. Taboada durch den Staatssicherheitsdienst erfolgte angeblich aufgrund eines kürzlichen Treffens, das sie mit Mitarbeitern der US-Botschaft in Kuba hatte. Diese Vorladung wurde als Versuch gesehen, sie einzuschüchtern, aufgrund ihres Aktivismus für die Freiheit ihres Sohnes, der ein politischer Gefangener ist und wegen seiner Teilnahme an den Protesten vom 11. Juli 2021 verurteilt wurde.

Wie ist die aktuelle Situation der politischen Gefangenen in Kuba?

Aktuell sind mehr als 1.150 Personen aus politischen Gründen in Kuba inhaftiert, selon Prisoners Defenders. Viele dieser Personen wurden nach den Protesten am 11. Juli 2021 festgenommen und sehen sich langen Haftstrafen in harten Gefängnisbedingungen gegenüber.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die politischen Gefangenen in Kuba zu befreien?

Diversen Organisationen für Menschenrechte und Menschenrechtsaktivisten haben weltweit zu Protestaktionen aufgerufen, um die Freilassung der politischen Gefangenen in Kuba zu fordern. Diese Aktionen zielen darauf ab, das kubanische Regime unter Druck zu setzen, damit es die Gefangenen freilässt und die Menschenrechte auf der Insel respektiert.

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