Fiesta zum 15. Geburtstag an kubanischen Militärschulen: Spitzen, Walzerschritte und politische ideologische Bildung

An den Militärschulen in Kuba feiern die Jugendlichen ebenfalls ihren 15. Geburtstag, jedoch zwischen Reden, Walzerschritten und revolutionären Parolen.


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Die Militärschulen Camilo Cienfuegos (EMCC) in Kuba feiern die 15 Jahre ihrer Schüler mit Tänzen, Kleidern und Anstoßen, verwandeln jedoch eine traditionelle Feier in ein Werkzeug der politischen und ideologischen Ausbildung.

Laut dem Ministerium für die revolutionären Streitkräfte (MINFAR), das auf seiner offiziellen Facebook-Seite informiert hat, sind diese kollektiven Feierlichkeiten, die von den Schulkollektiven organisiert und von der Union der Kommunistischen Jugend (UJC) unterstützt werden, eine „einfühlsame“ Tradition, die darauf abzielt, kulturelle Sensibilität mit patriotischen Werten zu verbinden.

Captura Facebook / Minfar Kuba

Die Quinceañeras, festlich gekleidet, nehmen an sorgfältig einstudierten Choreografien teil, tanzen den traditionellen Walzer, stoßen an und ziehen dann in einem symbolischen Akt durch die Stadt, der laut dem Artikel darauf abzielt, die Verbindungen zur Gemeinschaft und zur revolutionären Geschichte zu stärken, die letztendlich nicht mehr als ein weiteres Beispiel für Propaganda ist.

In Wirklichkeit ist es eine Inszenierung, die pubertären Romantizismus mit Lehren des Patriotismus im reinsten Stil der militärischen Institutionen verbindet, die nicht in der Lage sind, diesen “politisch-ideologischen” Aspekt außer Acht zu lassen.

Die Veranstaltung wird gewöhnlich als ein Zeichen dafür präsentiert, dass „die Militärjugend ihre Traditionen ebenfalls mit Freude und Engagement feiert“.

Dennoch entkommt die Feier, obwohl sie äußerlich festlich wirkt, nicht der offiziellen Erzählung, die jeden Winkel der Bildung in Kuba durchdringt.

Unter der Oberfläche der luftigen Kleider bleibt die Präsenz von Indoktrination und ideologischer Uniformität bestehen, selbst zu einem Zeitpunkt, der für viele Jugendliche Freiheit, Individualität und den Übergang ins Erwachsenenleben symbolisiert.

„Die Feier des 15-jährigen Bestehens der jungen Studentinnen mit der politischen-ideologischen Ausbildung, die diesen Bildungseinrichtungen in den EMCC eigen ist“, hebt ausdrücklich die Botschaft des MINFAR auf Facebook hervor.

In diesem Sinne feierte die EMCC von Santiago de Cuba kürzlich eines der sogenannten „15 Kollektive“, eine Zeremonie, die laut der offiziellen Version die Revolutionären Streitkräfte (FAR) mit „Stolz“ erfüllt.

Im Dezember 2024 wurde eine kollektive Feier in einem weiteren militärischen Ausbildungszentrum, ebenfalls in Santiago de Cuba, organisiert, und es wurde hervorgehoben, wie solche Aktivitäten die Werte von Gehorsam und Loyalität bei jungen Menschen stärken, die dem militarisierten System unterworfen sind.

Posteriormente wurden neue Feierlichkeiten in anderen ähnlichen Institutionen registriert. Der Schwerpunkt lag auf der Nachahmung militärischer Rituale und der Festigung militärischer Identität von frühester Kindheit an, wobei jeglicher freier oder kritischer Bildungsansatz minimiert wurde.

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Feier, die in der Militärschule von Bayamo organisiert wurde, wo die Regierungsstrategie bekräftigt wurde, soziale Zeremonien als Werkzeuge der politischen und ideologischen Indoktrination zu nutzen.

Häufig gestellte Fragen zu den Feiern zum 15. Geburtstag an kubanischen Militärschulen

Was sind die 15-Jahres-Feiern in den Militärschulen von Kuba?

Die Feierlichkeiten zum 15. Geburtstag in den kubanischen Militärschulen sind Veranstaltungen, die für Schülerinnen organisiert werden, die 15 Jahre alt werden, bei denen Elemente des traditionellen Festes "Eintritt ins Erwachsenenleben" mit politischen und ideologischen Indoktrinationsaktivitäten des Regimes kombiniert werden. Diese Feste werden genutzt, um die offizielle Ideologie bei jungen Menschen zu festigen, die zu zukünftigen Militärangehörigen ausgebildet werden.

Wie werden diese Feiern in Kuba zu ideologischen Zwecken genutzt?

Diese Festlichkeiten werden vom kubanischen Regime als eine "schöne Tradition" dargestellt, die darauf abzielt, die zukünftigen Militärs zu humanisieren und die ideologische Indoktrination zu verstärken. Sie werden als Propagandainstrumente genutzt, um eine freundlicheren Aspekt der Militärschulen zu zeigen, indem persönliche Feiern mit Ehrungen für Figuren des Regimes, wie Ernesto "Che" Guevara, vermischt werden.

Was ist die Kritik an diesen Feierlichkeiten im aktuellen kubanischen Kontext?

Die Kritik konzentriert sich darauf, dass diese Feierlichkeiten als Versuch des Regimes angesehen werden, von den tatsächlichen Problemen des Landes abzulenken. Anstatt die dringenden Bedürfnisse der Bevölkerung anzugehen, investiert die Regierung weiterhin Ressourcen in propagandistische Veranstaltungen, die die offizielle Ideologie aufrechterhalten. Darüber hinaus werden diese Ereignisse als Eingriff in den persönlichen Bereich der Individuen interpretiert, da sie für politische Zwecke genutzt werden.

Welche Rolle spielt die Indoktrination in der Militärausbildung in Kuba?

Die Indoktrination spielt eine zentrale Rolle in der militärischen Ausbildung in Kuba, wo Werte wie Gehorsam, Loyalität und Disziplin im Dienste des Regimes vermittelt werden sollen. Gemeinschaftliche 15-Jahre-Feiern und ähnliche Veranstaltungen werden als Teil einer systematischen Strategie genutzt, um die ideologische Loyalität der Jugendlichen durch formale Bildung und symbolische Aktivitäten zu sichern.

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