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Am Samstagmorgen gab es einen neuen Unfall mit einem Ferrobús in Las Tunas, der erneut Besorgnis in den Gemeinden des östlichen Kuba auslöste.
Diesmal geschah es in der Gemeinde Amancio, an der Eisenbahnüberführung der Guita-Brücke, wo der Ferrobús Nummer 124, der die Route zur Gemeinde Las Pulgas bediente, mit einem Traktor der Grain Company kollidierte.
Obwohl keine Verletzten gemeldet wurden, führte der Vorfall zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Schienenverkehrs und zur Mobilisierung der kommunalen Behörden, die vor Ort kamen, um die Schäden zu bewerten und die Maßnahmen zur Wiederherstellung des Service zu koordinieren.
Der Vorfall wurde in der Gruppe Facebook "Revolico Amancio" von dem Nutzer, der sich als Pollo x Pescado identifiziert hat, geteilt und hat Kommentare ausgelöst, da es sich um einen weiteren Unfall handelt, an dem ein Ferrobús beteiligt war - Fahrzeuge, die aus alten Bussen, die auf Schienen modifiziert wurden, improvisiert wurden - die in vielen ländlichen Gebieten des Landes das einzige verfügbare Verkehrsmittel sind.
Obwohl die Ursachen des Zusammenstoßes nicht bekannt gegeben wurden, deuten die Kommentare darauf hin, dass die Priorität eindeutig beim Ferrobús liegt.
„Gott sei Dank ist nichts passiert, aber es hat den Bahnverkehr beeinträchtigt. Stell dir vor, mit der Menge an Zügen und Zuckerrohrmaschinen, die dort vorbeifahren“, sagte eine Anwohnerin der Gegend.
"Niemanden beleidigen, aber dieser Fahrer weiß nicht, was er bei einem Stoppsignal oder vor einem Bahnübergang tun soll", sagte ein Internaut.
"Das ist ein Ort, der aus jeder Entfernung eine gute Aussicht hat, und es kommt nur selten vor, dass zwei Transporte dieser Art gleichzeitig dort sind. Der Carahata hat Priorität aufgrund der Art des Transports", bemerkte ein anderer.
„Die Eisenbahn gehört den Zügen, die Traktoren fahren mit voller Geschwindigkeit. Die Fahrer sind ganz schnell unterwegs und achten nicht auf die Verkehrszeichen“, behauptete ein Dritter.
„Wir hatten einen riesigen Schreck, aber Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert“, erinnerte sich eine Nutzerin.
Ein wiederholtes Muster
Solche Unfälle sind nicht isoliert.
Im Februar vergangenen Jahres entgleiste ein Ferrobús im Municipio Palma Soriano, Santiago de Cuba, wobei neun Verletzte zu beklagen waren, einige davon mit Brüche, jedoch keiner schwerwiegend.
Das Fahrzeug kippte um und die Verletzten wurden in Lkw zum nächstgelegenen Poliklinikum gebracht.
"Es ist traurig, dass niemand die miserablen Bedingungen dieser extrem alten Autos und der Straßen, auf denen sie fahren, berücksichtigt, geschweige denn darüber spricht", beklagte sich damals eine Anwohnerin.
Vor einigen Jahren wurden ähnliche Vorfälle gemeldet: 2022, in Holguín wurde ein Entgleisen auf den schlechten Zustand der Gleise zurückgeführt; und 2023, ebenfalls in Palma Soriano, stieß ein Ferrobús mit einem Lastwagen zusammen, dessen Fahrer ein Stoppsignal missachtet hatte.
Eine "improvisierte Lösung" in der Krise
Die Ferrobuses - auch bekannt als 'Caratas' - wurden von der kubanischen Regierung als eine Notlösung zur Bewältigung des Zusammenbruchs des nationalen Transportsystems präsentiert.
Sind das Ergebnis von technischen Modifikationen an stillgelegten Bussen, bei denen Metallräder und Stoßstangen installiert werden, um auf Schienen zu fahren.
In einigen Provinzen hat die Regierung angeordnet, Anhänger hinzuzufügen, um Waren zu transportieren, einschließlich Produkte des Grundbedarfes und landwirtschaftliche Erzeugnisse zu abgelegenen Gemeinden.
Diese Alternative, weit davon entfernt, gefeiert zu werden, wurde von den Bewohnern als Symbol des strukturellen Verfalls des öffentlichen Verkehrs und der prekären Lebensbedingungen, unter denen Tausende von Kubanern in ländlichen Gebieten überleben, angeprangert.
"Traurigerweise müssen solche Dinge passieren, die uns so stark betreffen, um zu sehen, ob sich jemand mit der Situation mitfühlt", äußerte eine Bewohnerin von Palma Soriano in den sozialen Medien.
In der Zwischenzeit spiegeln Unfälle wie der des Ferrobuses Nummer 124 in Amancio nicht nur ein Muster von ständigen Risiken wider, sondern legen auch die Vernachlässigung offen, in der sich viele Gemeinden des Landes befinden, wo die Mobilität von recycelten Fahrzeugen, zerstörten Straßen und einer alarmierenden institutionellen Gleichgültigkeit abhängt.
Häufig gestellte Fragen zur Krise des ländlichen Verkehrs in Kuba und den Unfällen mit Ferrobussen
Was ist bei dem Unfall mit dem Ferrobús in Las Tunas passiert?
Der Ferrobús Nummer 124 kollidierte mit einem Traktor im Landkreis Amancio, Las Tunas, was den Schienenverkehr vorübergehend unterbrach. Glücklicherweise wurden keine Verletzten gemeldet, aber der Vorfall hob die Prekarität des ländlichen Transports in Kuba hervor.
Warum sind die Ferrobusse in Kuba so wichtig?
In vielen ländlichen Gebieten Kubas sind die Ferrobuses das einzige verfügbare Verkehrsmittel. Diese Fahrzeuge, die aus alten Bussen umgerüstet wurden, um auf Schienen gefahren zu werden, sind zu einer Notlösung nach dem Zusammenbruch des nationalen Transportsystems geworden.
Was sind die Ursachen für Unfälle von Eisenbahnbusse in Kuba?
Die Unfälle mit Ferrobussen in Kuba sind häufig aufgrund des schlechten Zustands der Eisenbahnstrecken und des Alters der Fahrzeuge. Darüber hinaus tragen die mangelnde Wartung und die Unvorsichtigkeit im Umgang mit Verkehrsschildern zu diesem Problem bei.
Was spiegelt der Unfall des Ferrobusses in Las Tunas über den Transport in Kuba wider?
Der Unfall des Ferrobús in Las Tunas spiegelt den strukturellen Verfall des öffentlichen Verkehrs in Kuba und die prekäre Lage wider, in der Tausende von Kubanern in ländlichen Gebieten leben. Diese Situation verdeutlicht die institutionelle Vernachlässigung und den dringenden Bedarf, die Bedingungen des Verkehrs im Land zu verbessern.
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