Gefangener des 11J mit Krebs: So werden sie in den kubanischen Gefängnissen gehalten

Die Mutter von Alexander Díaz Rodríguez bat um seine sofortige Freilassung aus humanitären Gründen.


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Der Fall des politischen Gefangenen Alexander Díaz Rodríguez, eines Demonstranten des 11J, der mit Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wurde, hat tiefes Besorgnis unter Aktivisten, Familienangehörigen und internationalen Organisationen ausgelöst, nachdem bekannt wurde, dass er im Gefängnis verbleibt, ohne die angemessene medizinische Behandlung zu erhalten, trotz seines kritischen Gesundheitszustands.

In einer öffentlichen und bewegenden Botschaft forderte Moraima Rodríguez Batista, die Mutter des Inhaftierten, seine sofortige Freilassung aus humanitären Gründen und betonte, dass ihr Sohn „gerettet werden kann, wenn er operiert wird“, jedoch das kubanische Regime sich weigert, ihm die außerplanmäßige Freilassung zu gewähren.

„Drei Anträge wurden abgelehnt. Man hat mich misshandelt, geschlagen und lässt mich keine Dokumente einreichen. Das Einzige, was ich will, ist, dass mein Sohn leben kann. Er hat Krebs und es geht ihm schlechter“, äußerte Moraima in einer Audioaufnahme, die vom Zentrum für ein freies Kuba mit Sitz in Washington, D.C. verbreitet wurde, nachdem sie brutal angegriffen worden war, als sie versuchte, eine außerindizliche Lizenz für ihren Sohn zu beantragen.

Rodríguez Batista berichtete, dass sein Sohn im Oktober 2022 diagnostiziert wurde und mehrfach zwischen Gefängnissen und Krankenhäusern verlegt wurde, mit langen Phasen der familiären Isolation und medizinischer Vernachlässigung.

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Im vergangenen April wurde er kurz im Hospital Abel Santamaría aufgenommen, nachdem er erbrochen und Blut gespuckt hatte, wurde jedoch Tage später entlassen und in ein Arbeitslager im Cabo de San Antonio, im westlichsten Teil des Landes, geschickt, um dort mit der Kohlenproduktion zu arbeiten.

Laut Aussagen, die vom Journalisten José Raúl Gallego gesammelt wurden, spiegelt der Fall von Alexander Díaz die Auswirkungen des kubanischen Justizvollzugssystems auf politische Gefangene wider.

„Die Fotos sind aktuell und zeigen die körperlichen Schäden, die durch das Gefängnis verursacht wurden“, veröffentlichte Gallego in seinen Netzwerken, der die Situation des jungen Mannes mit den Privilegien von ehemaligen Agenten des Regimes verglich, wie Gerardo Hernández.

Mehr als sechs Monate lang konnte Alexanders Mutter ihn nicht sehen, aufgrund von Täuschungen seitens der Justizbehörden. "Man sagte mir, dass er mich nicht sehen wollte, und ihm wurde gesagt, dass ich nicht erscheinen würde. Wir wurden psychologisch gefoltert", beklagte sie.

Organisationen wie das Centrum für ein freies Kuba haben Briefe an demokratische Regierungen und Menschenrechtsorganisationen gesendet und um eine dringende Intervention gebeten, um die Freiheit und medizinische Versorgung von Díaz Rodríguez zu gewährleisten.

„Wir bitten die freie Welt um Hilfe. Alexander muss sofort operiert werden“, forderte John Suárez, Geschäftsführer des Zentrums.

Die Aktivistin Janisset Rivero und andere Menschenrechtsverteidiger haben ebenfalls internationale Besuche in den kubanischen Gefängnissen beantragt, die das Internationale Komitee vom Roten Kreuz seit 1989 nicht mehr inspizieren konnte.

Derzeit wird geschätzt, dass es mehr als 1.150 politische Gefangene in Kuba gibt, obwohl Organisationen warnen, dass die tatsächliche Zahl noch höher sein könnte, angesichts der Intransparenz des Gefängnissystems der Insel.

Häufig gestellte Fragen zur Situation der politischen Gefangenen in Kuba und zur medizinischen Vernachlässigung in den Gefängnissen

Was ist die aktuelle Situation von Alexander Díaz Rodríguez, dem politischen Gefangenen des 11J mit Krebs?

Alexander Díaz Rodríguez, Demonstrant des 11J, der an Schilddrüsenkrebs erkrankt ist, bleibt inhaftiert, ohne die angemessene medizinische Behandlung zu erhalten, was internationale Besorgnis ausgelöst hat. Seine Mutter hat die medizinische Vernachlässigung und die Misshandlungen, die er erlitten hat, angeprangert und fordert aus humanitären Gründen seine Freilassung.

Wie beeinflusst das kubanische Strafvollzugssystem politische Gefangene?

Das kubanische Gefängnissystem wurde wegen seiner unmenschlichen Behandlung von politischen Gefangenen angeprangert, die durch medizinische Vernachlässigung, deplorable Haftbedingungen und systematische Misshandlungen gekennzeichnet ist. Diese Probleme haben zu einem erheblichen Gesundheitsverschlechterung der Inhaftierten geführt, einschließlich Todesfällen.

Welche Maßnahmen haben die internationalen Organisationen in Bezug auf die politischen Gefangenen in Kuba ergriffen?

Internationale Menschenrechtsorganisationen haben die unverzügliche Freilassung aller politischen Gefangenen in Kuba gefordert und die kubanische Regierung aufgefordert, eine angemessene medizinische Versorgung der Insassen zu gewährleisten. Zudem haben sie internationale Besuche in den kubanischen Gefängnissen angefragt, um die Bedingungen der Gefangenen zu überprüfen.

Wie viele politische Gefangene vom 11J wurden kürzlich in Kuba freigelassen?

In letzter Zeit wurden mehrere politische Gefangene des 11J als Teil eines Entlassungsprozesses freigelassen, den das kubanische Regime nach Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und dem Vatikan durchgeführt hat. Allerdings sind die Entlassungen bedingt und stellen keine wesentliche Verbesserung der Menschenrechte auf der Insel dar.

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CiberCuba-Redaktionsteam

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