Die Energiekrise in Kuba verschärft sich weiterhin.
Am Donnerstag verzeichnete die Unión Eléctrica (UNE) um 22:40 Uhr einen maximalen Kapazitätsdefizit von 1.626 MW, was einen der größten Rückgänge im elektrischen System in diesem Jahr darstellt.
Die Zahl fiel mit der Zeit des höchsten Bedarfs zusammen, was die Situation für die kubanischen Verbraucher noch verschärft.
Laut dem Bericht der offiziellen Stellen war am Freitag um 7:00 Uhr die Verfügbarkeit des Nationalen Elektrizitätssystems (SEN) 1.650 MW, während die Nachfrage 2.800 MW erreichte, was ein Defizit von 1.175 MW hinterließ.
Im Durchschnitt wird eine Beeinträchtigung von 1280 MW geschätzt.
Störungen und Wartung: Der Zusammenbruch der Erzeugungseinheiten
Die UNE erläuterte, dass eine der Hauptursachen für die Energiekrise die Ausfälle in mehreren Schlüsselanlagen der thermischen Kraftwerke sind.
Die Blöcke mit Ausfällen sind vier: zwei in der Thermoelektrik Mariel, einer in Felton und der andere in Renté.
Außerdem sind vier weitere Einheiten wegen Wartungsarbeiten in den CTE Santa Cruz, Cienfuegos, Diez de Octubre und Renté außer Betrieb.
Diese Unterbrechungen und die mangelnde Erzeugungskapazität tragen zur Verschärfung der Stromausfälle bei, die täglich Millionen von Kubanern betreffen.

Mangel an Treibstoff und dezentrale Energieerzeugung: Ein kritischer Faktor
Ein weiteres Problem, das von der UNE angeführt wird, ist der Mangel an Brennstoff für mehrere Anlagen zur dezentralen Energieerzeugung. Insgesamt sind 54 Kraftwerke aufgrund von Ressourcenknappheit inaktiv, was einen Verlust von 322 MW bedeutet.
Hierzu kommen 58 MW aus dem Fuelkraftwerk in Moa und 85 MW aufgrund von Ölknappheit in den Motoren der dezentralen Stromerzeugung, was die insgesamt betroffenen Kapazitäten auf 465 MW erhöht.
Perspektiven für den Höhepunkt der Nachfrage
Die Prognose für die Spitzenzeiten heute ist enttäuschend.
Es wird geschätzt, dass die Rückgewinnung von 80 MW aus verteilten Erzeugungsmotoren und der Eintritt der Einheit 5 der CTE Mariel mit 65 MW nicht ausreichen werden, um die steigende Nachfrage zu decken, die 3.350 MW erreichen wird.
Mit dieser Prognose wird das Defizit weiterhin über 1.600 MW liegen, mit einer nahezu identischen Zahl wie am Vortag: 1.625 MW, was bedeutet, dass die Stromausfälle im ganzen Land mehrere Stunden dauern könnten.
Eine langanhaltende Krise ohne Lösung in Sicht
Dieser neue Bericht der UNE zeigt das Ausmaß der Energiekrise, mit der Kuba konfrontiert ist, und die Situation scheint keine sofortige Lösung zu haben.
Die Stromausfälle beeinträchtigen weiterhin die kubanischen Haushalte, Unternehmen und die öffentlichen Dienstleistungen und führen zu einem weit verbreiteten Unbehagen in der Bevölkerung, die mitansehen muss, wie die Infrastruktur des Landes angesichts fehlender Ressourcen, Wartung und technologischer Verbesserungen weiterhin zusammenbricht.
In den letzten Wochen sind die Stromausfälle immer häufiger und längerer geworden, was nicht nur die Lebensqualität der Kubaner beeinträchtigt, sondern auch deren Sicherheit und Wohlbefinden.
Die Behörden haben jedoch keine klaren Lösungen angeboten, wann die Krise gelöst wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die langfristige Stromversorgung zu gewährleisten.
Mit einem Defizit von über 1.600 MW in der Hochsaison der Hitze und bei hohen Energieanforderungen bleibt die Unsicherheit bestehen, und die Bevölkerung leidet weiterhin unter den Folgen eines elektrischen Systems in der Krise.
Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba
Wie groß ist das aktuelle energetische Defizit in Kuba?
Kuba sieht sich einem Energiemangel von über 1.600 MW gegenüber. Dieser Mangel führt zu langanhaltenden Stromausfällen im ganzen Land, die sowohl die Bevölkerung als auch die grundlegenden Dienstleistungen und die Wirtschaft im Allgemeinen beeinträchtigen. Die Krise hat sich verschärft durch Pannen in den Wärmekraftwerken und den Mangel an Treibstoff.
Was sind die Hauptursachen für die Stromausfälle in Kuba?
Die Stromausfälle in Kuba werden durch Störungen in den Erzeugungseinheiten, fehlende Wartung und Treibstoffmangel verursacht. Mehrere Einheiten der wichtigsten thermischen Kraftwerke sind außer Betrieb, und der Mangel an Treibstoff hat viele Anlagen zur dezentralen Stromerzeugung stillgelegt, was zum Zusammenbruch des nationalen Stromsystems beiträgt.
Welche Maßnahmen ergreift die kubanische Regierung, um die Energiekrise zu lösen?
Die kubanische Regierung hat die Einführung von Solarkraftwerken und Pläne zur Erhöhung der Nutzung erneuerbarer Energien angekündigt. Die energetische Situation bleibt jedoch kritische, mit täglichen Stromausfällen, die die Bevölkerung betreffen. Die aktuellen Maßnahmen haben es nicht geschafft, die Stromversorgung zu stabilisieren oder das Defizit signifikant zu reduzieren.
Wie beeinflussen die Stromausfälle die kubanische Bevölkerung?
Die langwierigen Stromausfälle beeinträchtigen gravierend die Lebensqualität der Kubaner. Der Mangel an Elektrizität unterbricht das alltägliche Leben, wirkt sich auf den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen aus und schafft ein Klima der Unsicherheit und des allgemeinen Unbehagens. Die Energiekrise betrifft auch die Wirtschaft, die Bildung und die öffentliche Gesundheit im Land.
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