Der Beamte Zamir Vargas Valerio, Mitglied der Polizei von Miami, wurde beschuldigt, einen gefälschten Verkehrsbußschein gegen seine Ex-Freundin ausgestellt zu haben, eine Frau, die sich zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Vorfalls sogar im Ausland befand und ihren aktiven Militärdienst bei der United States Army leistete.
Der Fall kam ans Licht, als die Mutter des Opfers eine Vorladung zu einem Verkehrsvergehen per Post erhielt.
Überrascht, da ihre Tochter "im Libanon ihren aktiven Dienst als Soldatin der Vereinigten Staaten leistete", kontaktierte sie die junge Frau, die annahm, es handele sich um einen Verwaltungsfehler, so berichtet die lokale Presse.
Allerdings wurde bei der Kontaktaufnahme mit dem Sekretär der Gerichte von Miami-Dade bestätigt, dass die Vorladung authentisch war und im Rechtssystem des Landkreises registriert war, was ernsthafte Besorgnis bei der jungen Frau und ihrer Familie auslöste.
Es war damals, als eine formelle Untersuchung über die Abteilung für Innere Angelegenheiten des Polizeidepartements von Miami eingeleitet wurde.
Es wurde festgestellt, dass die Vorladung mit den Zugangsdaten eines anderen Beamten der Abteilung ausgestellt wurde, der zum Zeitpunkt der angeblichen Ordnungswidrigkeit im Krankenstand war, wie Local 10. ausführte.
Ein Versuch der "Wiederverbindung", der jeglicher Logik entbehrt
Laut der Staatsanwaltschaft des Miami-Dade-Bezirks könnte die Tat persönliche Motive gehabt haben.
Die Staatsanwältin Katherine Fernandez Rundle war in ihrer Aussage kategorisch:
"Der Beamte Valerio soll die Strafjustizressourcen eines bedeutenden Polizeidepartment verwendet haben, um sich möglicherweise mit einer Ex-Freundin wieder zu verbinden. Dies geht nicht nur weit über das normale Verständnis hinaus, sondern stellt auch einen Verstoß gegen das Gesetz dar", sagte Fernández Rundle, zitiert von NBC Miami.
Der Akt beinhaltete nicht nur die Schaffung einer nicht existierenden Geldstrafe, sondern stellte auch den Missbrauch geschützter Computersysteme dar, wodurch Gesetze über Computerkriminalität und amtliches Verhalten verletzt wurden.
Formale Anklagen: Schwere Verbrechen
Zamir Vargas Valerio, 38 Jahre alt, wurde formell wegen zweier schwerer Anklagepunkte dritten Grades angeklagt: Amtsmissbrauch und Straftaten gegen Nutzer von Computern, Computersystemen, Computernetzwerken und elektronischen Geräten
Beide Anklagen spiegeln nicht nur den betrügerischen Charakter der Tat wider, sondern auch die Schwere, staatliche Systeme illegal für persönliche Zwecke zu nutzen.
Außerdem wurde ihm eine Kaution von 10.000 Dollar auferlegt, und er wurde inhaftiert, während das Gerichtsverfahren voranschritt.
Reaktion des Polizei-Departements von Miami
Angesichts der Schwere der Ereignisse gab der Polizei-Chef von Miami, Manuel A. Morales, eine klare institutionelle Erklärung ab:
„Die Handlungen eines Individuums spiegeln nicht die Werte und das Engagement der überwältigenden Mehrheit der Männer und Frauen wider, die dieser Stadt jeden Tag ehrenhaft dienen. Daher müssen wir entschlossen handeln, wenn ein Beamter das Abzeichen und das Vertrauen der Öffentlichkeit verrät“, sagte Morales.
Darüber hinaus bekräftigte er das Engagement der Institution für die Prinzipien von "Integrität, Professionalität und Verantwortung" und unterstrich die Notwendigkeit, das Vertrauen der Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten, sowie dass solche Verhaltensweisen nicht den gesamten Körper repräsentieren.
Eine Vergangenheit der Gewalt: Schwerwiegende Hintergründe
Dies ist nicht der erste rechtliche Skandal, in den der Beamte Vargas Valerio verwickelt ist.
Im August 2022 wurde er in der Stadt Davie, im Landkreis Broward, festgenommen, unter dem Verdacht der häuslichen Gewalt, weil er angeblich versucht hatte, seine damalige Partnerin vor dem Sohn der Frau zu erwürgen
Según dem Bericht über die Festnahme, der von El Nuevo Herald zitiert wird, berichtete das Opfer, dass Vargas Valerio sie konfrontierte, während sie mit ihrem 3-jährigen Sohn schlief, und Zugang zu ihrem Mobiltelefon verlangte.
Er stieß sie nach einem Gerangel zu Boden, ging zu einem Safe, wo er Waffen hatte, und schließlich strangulierte er sie und verhinderte ihre Flucht, indem er eine Kette an die Tür anlegte.
Die Frau konnte sich befreien und einen Nachbarn alarmieren, damit er die Polizei rief. Die Abdrücke an ihrem Hals deuteten auf Anzeichen von Erstickung hin, obwohl die Anklage schließlich fallengelassen wurde.
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