Nach fünf Tagen ohne Strom geraten die Bewohner von San Miguel del Padrón in Rage

Nach fünf Tagen ohne Strom aufgrund eines Transformatorenschadens protestierten die Anwohner des Diezmero und äußerten ihren Unmut über die Energiekrise in Kuba. Das Elektrizitätsunternehmen reagiert mit einem neuen Transformator.

Proteste in San Miguel del PadrónFoto © Facebook / La Tijera

Die Stromausfälle führten dazu, dass Dutzende von Anwohnern des Diezmero im Municipio San Miguel del Padrón am Freitag eine ihrer Straßen sperrten, um gegen die fünf aufeinanderfolgenden Tage ohne Strom als Folge eines defekten Transformators zu protestieren.

Die Demonstration, die in sozialen Netzwerken wie dem von La Tijera hier an Bedeutung gewann, spiegelt das zunehmende Unbehagen über die Energiekrise wider, die das Land plagt.

Unsere Kinder haben Abschlussprüfungen und konnten nicht zur Schule gehen, weil die Bedingungen zu Hause nicht gegeben sind,“ beklagte eine Mutter während der Proteste.

Die Anwohner berichteten außerdem von Lebensmittelverlust wegen fehlender Kühlung, was die bereits komplexe Ernährungssituation vieler Familien verschärft. „Die Lebensmittel verderben, die Kinder können nicht zur Schule gehen. Wir haben die Straße blockiert, um zu sehen, ob man uns so hört“, äußerte eine der Demonstrantinnen.

Betroffene Familien berichteten, dass die Elektrizitätsgesellschaft nach Beginn der Proteste am Ort mit einem neuen Transformator erschien.

Dieser Vorfall ist nicht isoliert. Die Frustration über die Stromausfälle hat in Havanna zugenommen, wo die Stromabschaltungen länger, unregelmäßiger und häufiger geworden sind.

Die Bevölkerung sieht sich zunehmenden Schwierigkeiten gegenüber, Lebensmittel zu lagern, nachts zu ruhen oder zu lernen, angesichts hoher Temperaturen und ohne Aussicht auf Besserung.

Captura de Facebook

Die Elektrizitätsgesellschaft von Havanna hat erklärt, dass die Stromausfälle eine Notfallmaßnahme zur Ausgleichung des Erzeugungsdefizits im SEN sind und dass die Einschränkungen gerecht zwischen den verschiedenen Blöcken verteilt werden.

Viele Bürger bemängeln jedoch die fehlende Kohärenz und Transparenz bei der Handhabung von Stromausfällen. Zudem verlängern Vorfälle wie die Zerstörung von Transformatoren die Dauer der Stromabschaltungen.

Die Behörden haben versucht, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und die Energieeffizienz zu fördern, doch die Ergebnisse waren gering angesichts des strukturellen Zusammenbruchs des Systems.

Die mangelnde Investition in Infrastrukturen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen stellen weiterhin bedeutende Hindernisse dar, um die Energiekrise effektiv zu lösen.

Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba und den Stromausfällen in Havanna

Warum gibt es so viele Stromausfälle in Kuba, besonders in Havanna?

Die Energiekrise in Kuba ist hauptsächlich auf ein Defizit in der Stromerzeugung zurückzuführen, das durch fehlende Wartung der thermischen Kraftwerke, Treibstoffmangel und veraltete Infrastruktur verursacht wird. In Havanna haben sich die Stromausfälle verstärkt, da das nationale Stromnetz (SEN) nicht in der Lage ist, die Nachfrage zu decken, was zu langen und unorganisierten Abschaltungen gezwungen hat.

Wie wirkt sich der Mangel an Elektrizität auf das tägliche Leben der Kubaner aus?

Die fehlende Elektrizität wirkt sich negativ auf verschiedene Aspekte des täglichen Lebens der Kubaner aus. Die ständigen Unterbrechungen erschweren die Lebensmittelkonservierung, den Nachtschlaf und Bildungsaktivitäten. Darüber hinaus beeinträchtigen sie die Gesundheit, da viele medizinische Geräte auf eine stabile Stromversorgung angewiesen sind. Die hohen Temperaturen verschärfen die Situation und erhöhen die Frustration der Bevölkerung.

Welche Maßnahmen hat die kubanische Regierung ergriffen, um der Energiekrise zu begegnen?

Die kubanische Regierung hat versucht, die Nutzung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zu fördern, doch die Ergebnisse waren minimal. Außerdem wurden geplante und Not-Stromausfälle implementiert, um das Defizit in der Stromerzeugung auszugleichen. Dennoch bleiben der Mangel an Investitionen in die Infrastruktur und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bedeutende Hindernisse, um die Krise effektiv zu lösen.

Was ist die Reaktion der Bürger auf die Stromausfälle in Kuba?

Die Reaktion der Bürger auf die Stromausfälle war von Frustration und Empörung geprägt. In verschiedenen Teilen des Landes, insbesondere in Havanna, sind Proteste aufgekommen, bei denen die Bewohner ihren Unmut durch das Schließen von Straßen und das Äußern ihres Missmuts in sozialen Medien zum Ausdruck gebracht haben. Der Mangel an Kohärenz und Transparenz im Umgang mit den Stromausfällen hat das Misstrauen gegenüber der Regierung und den zuständigen Institutionen verstärkt.

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