Eine in den Vereinigten Staaten lebende kubanische Mutter hat auf TikTok viele bewegt, indem sie die schwierige Entscheidung teilte, die sie in Erwägung zieht: Ihre erst zwei Jahre und drei Monate alte Tochter nach Kuba zu schicken, damit sie ihre Großeltern und Urgroßeltern kennenlernt, die sie selbst seit mehr als drei Jahren nicht mehr gesehen hat.
„Ich überlege, meine Tochter zu schicken (…) denn meine Mutter und meine Großeltern, die nach meiner Tochter das Wichtigste für mich sind, sind in Kuba. Sie kennt sie nicht, und ich habe noch keinen Wohnsitz, um zu reisen“
Ihr Zeugnis, voller Schmerz und Verletzlichkeit, löste schnell eine Welle von Reaktionen aus. Während einige Nutzer sie unterstützten und ähnliche Erfahrungen teilten, rieten andere ihr, zu warten, bis sie eine Aufenthaltserlaubnis hat, um gemeinsam zu reisen. „Trenne dich nicht von deiner Tochter, sie ist ein Baby und wenn ihr etwas passiert…“, kommentierte ein Nutzer. Ein anderer bemerkte: „Tu, was dein Herz dir sagt, du weißt, was das Beste für dein Mädchen ist.“
Lety erklärte, dass ihre Tochter mit dem Vater reisen würde, doch trotz allem überkommt sie die Ungewissheit und die Schuld. „Ich beurteile mich jeden Tag als Mutter und Tochter… ich weiß nicht, ob ich egoistisch bin oder ob ich einen Fehler mache“, schrieb sie in der Beschreibung des Videos. „Es bricht mir das Herz, sie nicht begleiten zu können, aber es erfüllt mein Herz zu wissen, dass sie etwas erleben wird, das ich nicht nah erleben konnte: ihre Familie, ihre Wurzeln, ihre Geschichte.“
Die Veröffentlichung wurde zu einem Raum, in dem Dutzende von migrantischen Müttern ihre Dilemmata, Ängste und Sehnsüchte teilen konnten. Eine Nutzerin offenbarte: „Ich habe fünf Jahre lang meine Kinder nicht gesehen und habe den Jungen nie geschickt. Danke Gott, sind sie jetzt bei mir.“ Eine andere gestand: „Das habe ich auch gedacht, aber mich hält die Situation dort ab. Es geht nicht nur um Essen, auch um Hygiene, Krankheiten...“.
Mit diesem Geständnis legt Lety nicht nur das intime Drama einer Mutter offen, die zwischen zwei Ufern hin- und hergerissen ist, sondern auch die gemeinsame Erfahrung vieler kubanischer Frauen, die inmitten des Exils und der Wartzeit auf Migration kämpfen, um die familiären Bindungen aufrechtzuerhalten, ohne das Wohl ihrer Kinder zu gefährden.
Häufig gestellte Fragen zur Entscheidung, Kinder nach Kuba zu schicken, um die Familie kennenzulernen
Warum ziehen es einige kubanische Eltern in den USA in Betracht, ihre Kinder nach Kuba zu schicken?
Viele kubanische Eltern in den USA ziehen in Betracht, ihre Kinder nach Kuba zu senden, damit sie ihre Großeltern und Urgroßeltern kennenlernen, die einen wichtigen Teil ihrer Geschichte und familiären Wurzeln darstellen. Die Unmöglichkeit, gemeinsam zu reisen aufgrund des fehlenden legalen Aufenthalts beeinflusst ebenfalls diese Entscheidung. Diese Situation spiegelt das Dilemma wider, familiäre Bindungen aufrechtzuerhalten, ohne das Wohlbefinden der Kinder zu gefährden.
Was sind die Risiken, ein kleines Kind ohne seine Mutter nach Kuba zu schicken?
Das Versenden eines kleinen Kindes nach Kuba ohne seine Mutter kann Risiken in Bezug auf die Gesundheit, Sicherheit und das emotionale Wohlbefinden des Kindes mit sich bringen. Einige Eltern befürchten die Hygiene, die Ernährung und Krankheiten auf der Insel, sowie die Unsicherheit, von ihren Kindern in einer anderen Umgebung getrennt zu sein. Dennoch erfolgt die Reise oft mit einem engen Verwandten, wie dem Vater, um einige dieser Risiken zu mindern.
Was sagen die kubanischen Mütter, die ähnliche Entscheidungen getroffen haben, ihre Kinder nach Kuba zu schicken?
Die kubanischen Mütter, die ähnliche Entscheidungen getroffen haben, teilen Gefühle von Schmerz, Schuld und Opferbereitschaft. Viele drücken aus, dass das familiäre Wiedersehen entscheidend ist, um die emotionalen und kulturellen Bindungen lebendig zu halten. Einige gestehen, dass es zwar schmerzhaft ist, sie aber glauben, dass es das Beste für ihre Kinder ist. Es ist auch häufig, dass sie ihre Geschichten und Erfahrungen in sozialen Medien teilen, um Unterstützung und Verständnis unter anderen Müttern zu finden, die mit ähnlichen Situationen konfrontiert sind.
Wie beeinflusst die Trennung von Familien die kubanischen Migranten in den USA?
Die familiäre Trennung ist eine schmerzhafte Erfahrung, die Migranten aus Kuba in den USA tiefgreifend betrifft. Die Distanz und die migrationspolitischen Einschränkungen erschweren die Familienzusammenführung und lösen Gefühle von Traurigkeit, Schuld und Verzweiflung aus. Das Opfer, geliebte Menschen zurückzulassen, um eine bessere Zukunft zu suchen, ist eine erhebliche emotionale Belastung für viele Mütter und Väter. Soziale Medien sind zu einem Raum geworden, in dem sie ihre Geschichten teilen und nach Empathie und emotionaler Unterstützung suchen.
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