Staatliche Eisenbahngesellschaft Spaniens muss über tausend Euro an eine Kubanerin zahlen, die ihren Flug zur Insel verpasst hat

Das Urteil des Schiedsgerichts für den Verkehr von Kantabrien verpflichtet das Eisenbahnunternehmen, die Kosten für ein neues Flugticket sowie die Taxifahrten zu übernehmen.

Züge der Gesellschaft Renfe, verurteilt, eine kubanische Passagierin für den Verlust ihres Fluges nach Havanna aufgrund einer Verspätung zu entschädigen.Foto © Facebook/Renfe

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Das, was für Bárbara V. G. eine ruhige Reise nach Kuba sein sollte, endete in einem Wettlauf gegen die Zeit, mit Stunden der Angst und unerwarteten Kosten von über tausend Euro. Heute wurde die staatliche Gesellschaft Renfe dank einer Entscheidung der Junta Arbitral del Transporte de Cantabria verpflichtet, sie für den erlittenen Schaden zu entschädigen.

Según berichtete Telecinco und bestätigte die Verbraucherorganisation FACUA, hatte Bárbara ein Alvia-Zugticket für den 26. Juli 2024, mit geplanter Ankunft in Madrid um 11:19 Uhr vormittags.

Mit mehr als drei Stunden Pufferzeit, um seinen Flug mit World2fly nach Havanna einzuchecken, schien alles unter Kontrolle zu sein. Doch von Anfang an hatte der Zug 45 Minuten Verspätung aufgrund eines Problems mit den Türen und kurz darauf zwang eine weitere Panne alle Passagiere, umzusteigen und per Bus weiter nach Valladolid zu fahren.

Jede Verzögerung steigerte seine Verzweiflung. Schließlich kam er mit zwei Stunden und viertel Stunde Verspätung in Madrid an. Er rannte zum Terminal 4 des Flughafens, aber der Check-in war bereits geschlossen. Das Flugzeug stand kurz vor dem Abflug und die Verbindung zu seinem Land war vorerst kaputt.

Um die Gelegenheit nicht zu verpassen, am selben Tag zu fliegen, musste er 1.046,24 Euro für ein neues Ticket von Air Europa bezahlen, das zwei Stunden später abflog, sowie 53,95 Euro für Taxis.

Renfe hat nur die 59,50 Euro für das Zugticket zurückerstattet und argumentiert, dass sie nicht verpflichtet sei, Anschlüsse mit anderen Verkehrsmitteln zu garantieren.

Mit der rechtlichen Unterstützung von FACUA brachte die Kubanerin den Fall zur Schlichtung. Im April 2025 entschied das Schiedsgericht einstimmig zu ihren Gunsten und bezeichnete das Verhalten von Renfe als “eine unternehmerische Nachlässigkeit, die über ein bloß fahrlässiges Verhalten hinausgeht”, und erkannte an, dass das Unternehmen “seiner Hauptverpflichtung nicht nachgekommen ist”.

Der Schiedsspruch, der verbindlichen Charakter hat, verpflichtet Renfe, ihr 1.099,89 Euro als Entschädigung zu zahlen. Über die finanzielle Entschädigung hinaus bedeutet es für Bárbara die Anerkennung, dass ihr Recht, rechtzeitig mit ihren Angehörigen in Kuba zusammenzukommen, durch die Nachlässigkeit des Eisenbahnunternehmens verletzt wurde.

Häufig gestellte Fragen zur Entschädigung von Fahrgästen bei Verspätungen von Renfe und dem Transport in Kuba

Warum wurde Renfe gezwungen, Bárbara V. G. zu entschädigen?

Renfe wurde verpflichtet, Bárbara V. G. zu entschädigen, da ihr Zug mit mehr als zwei Stunden Verspätung ankam, wodurch sie ihren Flug nach Kuba verpasste. Das Schiedsgericht für Verkehr in Cantabria stellte fest, dass das Unternehmen eine "Unterlassung unternehmerischer Sorgfalt" zeigte und die Passagierin für die angefallenen zusätzlichen Kosten entschädigen musste.

Welche Kosten musste Bárbara V. G. wegen der Verspätung des Zuges übernehmen?

Bárbara V. G. musste mehr als 1.046 Euro für ein neues Flugticket mit Air Europa bezahlen und fast 54 Euro für Taxis, um rechtzeitig zum Flughafen für einen weiteren Flug zu gelangen. Renfe hat ihr zunächst nur die Kosten für das Zugticket erstattet, das 59,50 Euro betrug.

Wie beeinflusst die Transportlage in Kuba die Reisenden?

Der Transport in Kuba steht vor zahlreichen Herausforderungen, wie Verspätungen, Stornierungen und schlechten Bedingungen in Zügen und Flugzeugen. Die Züge in Kuba leiden unter Problemen mit der Pünktlichkeit und der Wartung, während die Fluggesellschaften operativen Einschränkungen und einer abnehmenden internationalen Konnektivität gegenüberstehen. Diese Bedingungen können die Erfahrung der Reisenden negativ beeinflussen und die Planung ihrer Reisen komplizieren.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um das Eisenbahnsystem in Kuba zu verbessern?

Die kubanische Regierung hat Initiativen angekündigt, wie die Modernisierung von Dienstleistungen mit Wi-Fi in Zügen und Anpassungen bei den Fahrplänen, um die Qualität des Services zu verbessern. Dennoch stellen strukturelle Probleme wie der Verfall der Gleise und der Mangel an Ressourcen nach wie vor ein erhebliches Hindernis dar. Trotz der Versprechen zur Modernisierung sieht sich das kubanische Eisenbahnsystem weiterhin Herausforderungen ausgesetzt, die auf Jahrzehnte der Vernachlässigung und unzureichenden Investitionen zurückzuführen sind.

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