Eine junge Kubanerin wurde am Donnerstag in einer Wohnung in der Calle Amistad 360, zwischen San José und Barcelona, in Centro Habana ermordet, nachdem sie offenbar von ihrem Partner mit einem Messer verletzt wurde, der sie im Badezimmer zurückließ.
Laut lokalen Berichten verbrachte der mutmaßliche Täter nach dem Verbrechen den Tag damit, durch die Gegend zu laufen und einen Hund zu verkaufen, den er als Haustier hatte.
Gegen 20:00 Uhr stellte er sich den Behörden und gab an, unter dem Einfluss von Drogen gehandelt zu haben.

Die Polizei und das kriminaltechnische Team erreichten die Szene in den frühen Morgenstunden, um mit den Ermittlungen zu beginnen.
In den sozialen Medien gesammelte Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass die junge Frau die finanzielle Unterstützung ihres Partners war, den sie unterhielt und mit materiellen Gütern versorgte.
Nachbarn und Bekannte haben mit Bestürzung in den Kommentaren reagiert und die Opfer als "ein nettes Mädchen" beschrieben, während sie die Tragödie bedauern.
Einige behaupten, dass die Beziehung von einer starken wirtschaftlichen Abhängigkeit geprägt war, während andere zur Vorsicht mahnen, bis alle Einzelheiten des Falls bekannt sind.
Dieser neue Vorfall von männlicher Gewalt reiht sich in die wachsende Liste der Femizide ein, die 2025 in Kuba verzeichnet wurden, während unabhängige Organisationen auf das Fehlen offizieller Statistiken und wirksamer Schutzmechanismen für die Opfer hinweisen.
Diese Woche haben die Plattformen YoSíTe Creo in Cuba (YSTCC) und das Observatorium für Genderfragen von Alas Tensas (OGAT) bestätigt, dass 22 Frauen aus Geschlechtergründen ermordet worden sind, seit Beginn des Jahres 2025 im Land.
Das neue Verbrechen würde die Zahl auf 23 erhöhen.
Der Name des Opfers ist nicht bekannt geworden.
Häufig gestellte Fragen zu Feminiziden in Kuba im Jahr 2025
Wie viele Femizide wurden in Kuba im Jahr 2025 registriert?
Bis zum 12. August 2025 wurden in Kuba 24 Femizide bestätigt, gemäß den feministischen Plattformen Yo Sí Te Creo en Cuba (YSTCC) und dem Genderobservatorium von Alas Tensas (OGAT). Diese Daten spiegeln eine alarmierende Situation von geschlechtsspezifischer Gewalt im Land wider.
Welche Rolle spielen die unabhängigen Organisationen bei der Verfolgung von Femiziden in Kuba?
Unabhängige Organisationen wie YSTCC und OGAT sind entscheidend, um Femizide in Kuba zu dokumentieren und sichtbar zu machen. Diese Einrichtungen führen eine Untererfassung und Verifizierung der Fälle durch, da die kubanische Regierung keine offiziellen Statistiken bereitstellt und den Begriff "Femizid" nicht anerkennt.
Was sind die Hauptkritiken an der kubanischen Regierung in Bezug auf geschlechtsspezifische Gewalt?
Die kubanische Regierung wird dafür kritisiert, feminizide nicht offiziell anzuerkennen und keine effektiven Maßnahmen zum Schutz von Frauen zu ergreifen. Obwohl sie einen Anstieg der misogynen Gewalt eingeräumt hat, wurden keine spezifischen Maßnahmen zur Prävention dieser Verbrechen implementiert und es wird den Opfern und ihren Familien nicht ausreichend geholfen.
Welche Auswirkungen haben Femizide auf die kubanischen Familien?
Feminizzide lassen oft minderjährige Waisen und emotional sowie wirtschaftlich devastierte Familien zurück. Berichte zeigen, dass viele dieser Kinder nicht die notwendige Unterstützung vom Staat erhalten, was ihre Verwundbarkeit und die ihrer familiären Umgebung verschärft.
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