Ein Motorradfahrer und sein Beifahrer von einem Lkw in Santiago de Cuba erfasst

Der tragische Vorfall ereignete sich am Mittwoch in der zentralen Avenida Martí in Santiago de Cuba.

Lkw neben dem Motorrad, das er gezogen hatFoto © Collage Captura von Facebook/Yosmany Mayeta Labrada

Ein schwerer Verkehrsunfall erschütterte am Mittwoch die belebte Avenida Martí in Santiago de Cuba, als ein großes Lkw - ein Sattelzug der Zementfabrik - ein Motorrad mit zwei Insassen erfasste und mit sich zog.

Foto: Facebook/Yosmany Mayeta Labrada

Die Tragödie ereignete sich direkt nach dem Umschalten der Ampel vor den Augen von Dutzenden von Zeugen.

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Laut Zeugenaussagen des Journalisten Yosmany Mayeta stand das Motorrad vor der Ampel, direkt vor dem Lastwagen.

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Offenbar hinderte die Höhe des schweren Fahrzeugs den Fahrer daran, seine Anwesenheit zu bemerken.

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In Sekunden, ohne Vorwarnung, fuhr der Lkw mit dem grünen Licht los und überfuhr das Motorrad, indem er es mehrere Meter mit den beiden Fahrgästen unter dem Chassis mitriss.

Ablenkung am Steuer?: Eine Nachlässigkeit mit Folgen

Die Version der Zeugen deutet auf ein zentrales Element hin: Der Fahrer des Lastwagens soll zu dem Zeitpunkt des Vorfalls mit seinem Mobiltelefon beschäftigt gewesen sein.

„Der Fahrer fuhr weiter, ohne es zu merken, während alle ihm zuriefen; er schien abgelenkt zu sein“, erklärte eine Person, die den Unfall von der Mitte der Straße aus beobachtet hatte.

Nur die schnelle Reaktion der Fußgänger konnte den Fortschritt des Fahrzeugs stoppen.

Durch Schreie gelang es ihnen, den Fahrer zu warnen, der schließlich bremste.

Für den Moment lag das Motorrad teilweise zerstört, und seine Passagiere, verletzt, aber am Leben, befanden sich unter dem schweren Lastwagen.

Milagrosamente überlebten beide Insassen des Motorrads den Unfall. Dennoch haben sie erhebliche Verletzungen erlitten.

Einer von ihnen erlitt Reibungsverbrennungen in großen Bereichen des Körpers, während der andere tiefe Nähte in einem seiner Beine benötigte.

Es wird institutionelle Misshandlung und mögliche Vertuschung angeprangert

Der Unfall führte nicht nur zu körperlichen Verletzungen. Die Familie des betroffenen Motorradfahrers zeigte einen zweiten Übergriff an, diesmal auf institutioneller Ebene.

Laut Angaben wurde der Verletzte trotz seines Gesundheitszustands für Stunden in der Polizeistation Micro 9 festgehalten und gezwungen, eine Aussage zu machen, während er noch offene Wunden und sichtbare Schmerzsymptome hatte.

"Sie hatten ihn dort sitzen lassen, als wäre er der Täter," beklagten sich empört seine Angehörigen bei der genannten Quelle.

Laut dem Bericht von Mayeta erschien die Transportchefin der Zementfabrik - einem staatlichen Unternehmen, das im Besitz des Lastwagens ist - am Tatort, nicht um sich um die Opfer zu kümmern, sondern um den beteiligten Fahrer zu verteidigen.

Diese Haltung weckte noch mehr Verdacht bei den Zeugen und Angehörigen, die nicht zögern, das Vorgehen als einen Versuch der Vertuschung zu bezeichnen.

„Mein Vater ist das Opfer, nicht der Schuldige.“

Mit tiefem Ohnmachtsgefühl wiederholten die Angehörigen des Motorradfahrers ihren Aufruf zur Gerechtigkeit.

„Mein Vater ist das Opfer, nicht der Schuldige. Er hat ein zusammengenähtes Bein, Verbrennungen am ganzen Körper und trotzdem zwingt man ihn dazu, sitzend auszusagen, als hätte er etwas Schlimmes getan“, sagte der Sohn eines der Opfer.

Die Familie besteht darauf, dass die Interessen eines Staatsunternehmens nicht den Aufschluss über den Sachverhalt beeinträchtigen dürfen.

Sie befürchten, dass der Fall manipuliert wird, um den Fahrer des Lkw zu schützen, während die Rechte der Verletzten verletzt werden.

Quelle: Screenshot von Facebook/Yosmany Mayeta Labrada

Nachbarn und Zeugen des Unfalls sind sich einig in ihrem Anliegen: Gerechtigkeit. Sie fordern von den Behörden eine transparente Untersuchung, die Berücksichtigung der Aussagen derjenigen, die das Ereignis gesehen haben, und die Gewährleistung des Respekts für die Rechte der Opfer, ohne Vorurteile oder äußeren Druck.

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