Der kubanische Rapper L Kimii enthüllte Einzelheiten zu seiner Teilnahme an den Protesten vom 11. Juli 2021 in einem Interview mit Enrique Santos, in dem er offen über das sprach, was er auf den Straßen erlebte und wie er es schaffte, der Repression zu entkommen.
„An diesem Tag waren alle Kubaner auf der Straße. Ich war in Kuba, auf der Insel, als es passierte. Viele Menschen drängten mich, hinauszugehen, und ich ging raus. Ich, Yomil und andere Künstler gingen hinaus“, erinnerte sich der Sänger, der versichert, dass er dies zusammen mit seinen Freunden aus der Nachbarschaft gemacht hat.
Der Künstler erzählte, dass er sich nicht nur auf soziale Medien beschränkte, sondern in der ersten Reihe stand: „Andere taten es über ein soziales Netzwerk und manche nicht mit dem Telefon. Ich ging mit meinen Nachbarn aus der Nachbarschaft, mit einem Tuch um den Hals und einer Mütze, um Freiheit zu fordern.
L Kimii gestand, dass diese Geste ihm teuer zu stehen kommen konnte, aber er hatte Glück. „Ich habe mich gerettet, weil sie mich nicht erwischt haben. Aber glaubst du, ich muss hinausgehen und sagen, dass ich an der Protestaktion teilgenommen habe? Nein. Also kann ich nicht dazu aufrufen, [die Leute] herauszulocken, während ich hier [in den Vereinigten Staaten] bin, denn als ich dort war, haben sie mir das angetan“, erklärte er und betonte, dass es sehr einfach sei, von außerhalb Kubas zu sprechen und andere zu ermutigen, auf der Insel zu demonstrieren. Er kritisierte sogar diese Einstellung bei einigen, die von außerhalb Druck auf die Leute im Inneren ausüben, und rief zur Empathie auf.
In seinem Zeugnis erinnerte er auch an den Preis, den viele Kubaner für ihre Manifestationen gezahlt haben: „Es gibt hier ein Exil und Menschen, die gefoltert, massakriert wurden, die alles durch die Diktatur oder das kastristische Regime erlitten haben, wie immer man es nennen möchte.“
Más allá de den Verletzungen, die der 11J hinterlassen hat, glaubt L Kimii, dass ein gemeinsames Gefühl alle Kubaner verbindet: „Der Kubaner von der Insel will Freiheit. Der von der Insel und der von außerhalb der Insel. Selbst außerhalb der Insel sind wir weiterhin indoktriniert. Wir sind in einem freien Land. Ich habe das Gefühl, dass es in Miami Kontroversen über einige unterschiedliche Meinungen gibt.“
Das Interview erzeugte eine Welle positiver Reaktionen auf YouTube, wo Nutzer seine Authentizität hervorgehoben. „Dieser Typ hat meinen Respekt gewonnen, ich habe noch nie ein Interview mit ihm gesehen“, kommentierte einer. Andere beschreiben ihn als „sehr kohärent“, „super vorbereitet“ und „den vollständigsten Vertreter des urbanen Genres“, was widerspiegelt, dass seine Stimme über die Musik hinausgeht und mit einer Generation verbindet, die auf die Straße gegangen ist, um Freiheit zu verlangen.
Im Folgenden das vollständige Interview mit L Kimii:
Häufig gestellte Fragen zu den Protesten vom 11. Juli in Kuba und deren Auswirkungen
Wie hat L Kimii an den Protesten des 11. Juli in Kuba teilgenommen?
L Kimii nahm aktiv an den Protesten am 11J in Kuba teil, indem er mit seinen Freunden aus der Nachbarschaft auf die Straßen ging, um Freiheit zu fordern. Laut ihm war er an vorderster Front, bedeckt mit einem Tuch und einer Mütze, und forderte Freiheit zusammen mit anderen Künstlern wie Yomil. Sein Zeugnis hebt das Risiko hervor, das er einging, indem er bei der Protestaktion anwesend war.
Welchen Einfluss hatten die Proteste vom 11. Juli auf die kubanische Bevölkerung?
Die Proteste am 11. Juli in Kuba haben einen starken Eindruck auf die Bevölkerung hinterlassen, mit Hunderten von politischen Gefangenen, die weiterhin inhaftiert sind, und einem weit verbreiteten Gefühl der Unzufriedenheit gegenüber der Regierung. L Kimii hebt in ihrem Interview hervor, dass die Kubaner, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel, Freiheit wünschen. Darüber hinaus spiegeln die Interviews und Zeugenaussagen anderer Künstler und Exilanten das Leid und die Repressionen wider, die viele aufgrund ihrer Teilnahme an den Demonstrationen erfahren.
Wie reagierte die kubanische Regierung auf die Proteste am 11. Juli?
Die Antwort der kubanischen Regierung auf die Proteste vom 11. Juli war von harter Repression geprägt. Die Behörden führten Massenverhaftungen durch und sperrten zahlreiche Demonstranten ein. Zudem versuchte die Regierung, die Legitimität der Proteste zu mindern, indem sie behauptete, sie seien aus dem Ausland organisiert worden, und verstärkte ihre Kontrolle über die Bevölkerung durch repressive Maßnahmen.
Welche Maßnahmen hat die internationale Gemeinschaft im Hinblick auf den 11J in Kuba ergriffen?
Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Vereinigten Staaten, hat die Repression in Kuba nach dem 11J energisch verurteilt. Das US-Außenministerium hat Sanktionen gegen kubanische Beamte verhängt, einschließlich Visa- und Eigentumssperren. Außerdem haben Menschenrechtsorganisationen die Freilassung der politischen Gefangenen gefordert, und Aktivisten im Exil setzen sich weiterhin dafür ein, die weltweite Aufmerksamkeit auf die Situation auf der Insel zu lenken.
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