Der Ruf einer Enkelin nach ihrer 80-jährigen Großmutter, die in Havanna verschwunden ist: „Ich komme mit dem Herzen in der Hand.“

Die Familie von Noguella Lezcano, der vermissten älteren Dame aus Havanna, bietet eine Belohnung an.

Vermisste SeniorinFoto © Facebook

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Die Suche nach Noguella Lezcano Milián, einer 80-jährigen Seniorin, die seit dem 16. August in Havanna vermisst wird, ist für ihre Angehörigen zu einem Wettlauf gegen die Zeit geworden. Diese haben ihre Hilferufe in den sozialen Medien und auf den Straßen der kubanischen Hauptstadt verstärkt.

Ihre Enkelin, Lisandra García, veröffentlichte eine bewegende Nachricht, in der sie darum bat, sich in ihre Lage zu versetzen:
„Bitte, ich komme mit dem Herzen in der Hand und bitte jede Person, sich in meine Lage zu versetzen. Wir müssen meine Großmutter finden! Sie ist schon viele Tage nicht mehr zu Hause…“.

Noguella, bekannt als „La Gallega“, ist 1,50 Meter groß, hat blaue Augen, sehr kurze Haare und leidet an Epilepsie und Demenz, was das Risiko ihrer Situation verschärft.

Die Familie weiß nicht, welche Kleidung sie trug, als sie ihr Zuhause in San Miguel del Padrón (La Cuevita) verließ. Sie wurde zuletzt in Wajay gesehen und auch im Reparto Bahía gemeldet, laut Nachbarn, die nicht wussten, dass sie vermisst wurde.

Veröffentlichung auf Facebook

Ante der Verzweiflung hat die Familie eine Belohnung von 200 Dollar für Informationen angeboten, die zu ihrem Auffinden führen. Darüber hinaus wurden Plakate in Straßen, Kirchen und Krankenhäusern der Hauptstadt mit ihren Daten und Fotografien angebracht.

„Wenn jemand sie sieht, bitte schnell anrufen. Sie könnte dreckig und orientierungslos sein, aber denkt daran, dass sie schon viele Tage nicht mehr zu Hause ist“, flehte ihre Enkelin. Die Kontaktnummern sind +53 58171805 und +53 55381553.

Der Fall von Noguella reiht sich in eine Liste von Verschwundenen Frauen in Kuba ein, die weiterhin offen sind, wie die von Maydeleisis Rosales Rodríguez (vor über vier Jahren in Centro Habana verschwunden), Karildi Caridad Marín (25 Jahre, 2023 verschwunden), Esperanza Cabrera Melvin (75, im Dezember 2024 in Matanzas verschwunden) und Doraiky Águila Vázquez (48, im März in Havanna verschwunden).

Feministische Organisationen wie das Gender-Observatorium von Alas Tensas (OGAT) haben die sogenannte „Alerta Yeniset“ aktiviert, die darauf abzielt, das Verschwinden von Frauen in der Insel sichtbar zu machen.

Diese Einrichtungen berichten, dass es in Kuba keine offiziellen Protokolle oder staatlichen Mechanismen zur Suche nach vermissten Personen gibt, was die Familien dazu bringt, sich ausschließlich auf soziale Netzwerke, unabhängige Medien und bürgerschaftliche Solidarität zu verlassen.

Häufig gestellte Fragen zur Verschwinden von Frauen in Kuba

Wer ist Noguella Lezcano Milián und wann verschwand sie?

Noguella Lezcano Milián ist eine 80-jährige alte Dame, die am 16. August 2025 in Havanna verschwunden ist. Bekannt als "La Gallega", hat ihre Familie intensiv nach ihr gesucht, da sie an Epilepsie und Demenz leidet. Die Familie hat über soziale Medien um Hilfe gebeten und eine Belohnung für Informationen über ihren Aufenthaltsort angeboten.

Was ist die „Alerta Yeniset“ und wann wird sie aktiviert?

Die "Alerta Yeniset" ist ein Reaktionsmechanismus bei Frauenverschwindungen in Kuba. Sie wird von unabhängigen feministischen Plattformen wie dem Gender-Observatorium Alas Tensas (OGAT) und Yo Sí Te Creo en Cuba (YSTCC) aktiviert, wenn das Leben oder die körperliche Unversehrtheit der Verschwundenen gefährdet ist. Diese Alarmierung wird insbesondere in Kontexten umgesetzt, in denen das offizielle Schweigen oder das Fehlen effektiver Protokolle die Ermittlungen behindern.

Welche Maßnahmen ergreifen die Familien der Vermissten in Kuba?

Die Familien von verschwundenen Frauen in Kuba greifen auf soziale Netzwerke zurück, bieten Belohnungen an und hängen Plakate auf, um Informationen über ihre Angehörigen zu erhalten. Angesichts des Fehlens offizieller Protokolle und des Schweigens der Behörden sind diese Maßnahmen zur wichtigsten Strategie geworden, um die Solidarität der Bürger zu mobilisieren und die Sichtbarkeit der Fälle aufrechtzuerhalten.

Existieren in Kuba offizielle Protokolle zur Suche nach vermissten Personen?

Nein, in Kuba gibt es keine offiziellen Protokolle oder staatlichen Mechanismen zur Suche nach vermissten Personen. Dies lässt die Familien ohne Ressourcen oder Unterstützungsnetzwerke zurück, wodurch sie gezwungen sind, sich auf soziale Netzwerke, unabhängige Medien und die Solidarität der Bürger zu verlassen, um ihre vermissten Angehörigen sichtbar zu machen und zu suchen.

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