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Zwei Personen aus Laguna Blanca, im Municipio Contramaestre, Santiago de Cuba, wurden festgenommen, während sie hunderte Pfund Rindfleisch in einem Lkw transportierten.
Die Ladung, gut verpackt in Säcken und verborgen unter einer großen Menge an Lebensmitteln und Gemüse, hatte als endgültiges Ziel den illegalen Verkauf, wie das offizielle Profil Héroes del Moncada auf Facebook enthüllte.
Der Einsatz wurde von Mitgliedern der Revolutionären Nationalpolizei (PNR) in der Gemeinde Guaninao durchgeführt.
Nach einer gründlichen Inspektion entdeckten die Behörden mehr als 700 Pfund Rindfleisch, das vermutlich aus einem illegalen Schlachtprozess stammt, was im Rahmen des kubanischen Rechts einen schweren Verstoß darstellt.
Dennoch hat die Nachricht in den sozialen Medien, anstatt eine einstimmige Verurteilung zu finden, eine tiefgreifende gesellschaftliche Debatte ausgelöst, in der populäre Erschöpfung, chronische Lebensmittelknappheit und das Empfinden institutioneller Straflosigkeit aufeinandertreffen.
Zwischen dem Gesetz und der Notwendigkeit: Stimmen des Volkes
Die Veröffentlichung löste eine Flut von Kommentaren aus, die eine gespaltene Gesellschaft offenbaren, die zwischen denen geteilt ist, die Gerechtigkeit für die betroffenen Züchter fordern, und jenen, die in diesen Handlungen einen verzweifelten Ausweg aus der Elend sehen.
Einerseits forderten viele eine harte Gangart gegen die Kriminalität, insbesondere aus der Perspektive der Viehzüchter:
„Das ist nicht fair, sie nehmen, was andere mit Mühe großgezogen haben. Wer Kinder hat, weiß auch, dass man für ihre Nahrung sorgen muss, aber nicht so."; „Die Tierbesitzer blieben weinend zurück. Das ist etwas, das wir alle als Viehzüchter erleiden: Wir ziehen groß und sie nehmen es uns einfach weg“, „Diebstahl wird niemals eine Rechtfertigung sein, um aus einem Problem herauszukommen. Wer ehrlich arbeitet, wird es niemals als Alternative sehen“, waren einige Meinungen.
Del otro lado, erhoben sich Stimmen, die den Kontext von Hunger, Korruption und struktureller Ungleichheit als grundlegende Ursachen anführen.
„Dank dieser Menschen kann man sich einigermaßen ernähren. Sogar die Kinder bekommen nichts mehr, jetzt verteilen sie nur noch Sojafleisch und Haut.“; „Der größte Dieb lebt im Palast und verbringt sein Leben damit, mit seiner Familie die Welt zu bereisen.“; „Wenn Fleisch legalisiert und wie in jedem normalen Land verkauft würde, gäbe es keine illegalen Schlachtungen“, äußerten sich andere.
„Was es in diesem Land gibt, ist Hunger. Man sollte dieses Fleisch an Kinder und Schwangere verteilen. Aber wir wissen ja alle, wo es hingeht“, stellte eine weitere Kommentatorin fest.
„In diesem Land ist alles illegal. Wovon leben Sie? Sogar die Milch für die Kinder muss man von außen besorgen.“
Das Dilemma des roten Fleisches: Symbol des Zusammenbruchs
Der Fall der 700 Pfund Fleisch ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom für ein kollabiertes System. In Kuba repräsentiert Rindfleisch weit mehr als nur ein Nahrungsmittel: es ist ein Synonym für Knappheit, straffe staatliche Kontrolle, Repression und, für manche, Widerstand.
Während der Staat versucht, diese Einsätze als Erfolge im Kampf gegen die Illegalität darzustellen, zeigen die unsichtbaren Zahlen von Kindern ohne Milch, verzweifelten Eltern und ausgeplünderten Landwirten eine viel härtere Realität.
„Du gehst in ein Gefängnis und fragst die Gefangenen, warum sie dort sind, und 99% sind wegen Rind- oder Pferdefleisch dort. Ein Zeichen dafür, dass es Hunger gibt“, beklagte ein Kommentator.
Und ein anderer weist mit Ironie auf die Paradoxie der offiziellen Rhetorik hin: „Der Kriminalität, nicht ein bisschen... Dann bliebe kein Führer übrig.“
Was in Contramaestre passiert ist, ist mehr als ein polizeilicher Fall. Es ist ein Ereignis, das die Widersprüche zwischen Legalität, Moral und Überleben in einem Kuba aufzeigt, wo die Grenzen zwischen dem, was richtig und dem, was notwendig ist, verschwommen sind.
Der punitivische Ansatz, ohne tiefgreifende Reformen, wird ein strukturelles Problem nicht lösen. Wie ein Nutzer ausdrückte: "Legalisieren Sie das Fleisch, und der Schwarzmarkt ist beendet."
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