Ein kubanischer Vater, der gerade in die Schweiz gekommen ist, steht im Mittelpunkt eines emotionalen Videos, das von seinem Sohn geteilt wurde. Darin hält er mit offensichtlichem Staunen ein großes Stück rotes Fleisch in der Hand. „Schau dir das an, Lima! Sieh dir an, wie das Taki Taki hier ist!“, ruft er lachend und mit ungläubigen Gesten, während sein Sohn — der ihn aufnimmt — scherzt: „Wenn dich damit in Kuba erwischen, bekommst du 20 Jahre“.
Die Szene wurde von dem Sohn @elnegrito.cubano0 veröffentlicht und ist Teil einer Reihe von Momenten, die die ersten Erlebnisse des Vaters in der Schweiz zeigen.
Eine Ankunft voller Emotionen
Tage zuvor hatte der junge Mann ein weiteres Video geteilt, in dem man die Ankunft seiner Eltern am Flughafen sehen kann. Das Familientreffen war geprägt von Umarmungen, Emotionen und Hintergrundmusik, mit dem Thema „Wie kann ich dir danken“ von Lenier. „Die einzige Wahrheit in dieser Welt“, steht überlagert im Clip und hebt den Wert der familiären Bindung über alles andere hervor.
Die Überraschung, das Alltägliche zu entdecken
In einem anderen Moment, den der junge Mann festhält, erscheint der Vater beeindruckt, als er sieht, wie ein Geschirrspüler funktioniert. „Wir sind in Kuba verloren“, resümiert der Mann, nachdem er den Prozess gehört hat, und betont die enorme technologische Kluft, die beide Realitäten trennt.
Die Videos haben Reaktionen von denen hervorgerufen, die sowohl das Wiedersehen als auch die neuen Erlebnisse feiern: „Wie schön, deinen Vater zu sehen, wie er mit dir Dinge genießt, die man dort nicht einmal träumt.“ Andere identifizieren sich: „Mein Schwiegervater war genauso, als er ankam“, oder teilen einfach Emojis des Lachens, der Zärtlichkeit oder der Nostalgie.
Eine Erfahrung, die viele teilen
Diese Art von Inhalten hat sich in sozialen Netzwerken vervielfacht, wo kubanische Emigranten ihren Familien zeigen, wie sie zum ersten Mal alltägliche Erfahrungen machen, die in Kuba außergewöhnlich sind: von Besuchen in gut sortierten Supermärkten bis hin zur Entdeckung von Technologien im Haushalt.
In Uruguay zeigte ein junger Mann die Fleischvielfalt in einer örtlichen Metzgerei. Kürzlich zeigte ein kubanischer Arzt in Chile Regale, die voller Brot waren, während er daran erinnerte, dass in Kuba weiterhin eine Portion pro Person rationiert wird. In den Vereinigten Staaten wiederholen sich Szenen wie diese, wie die eines alten Mannes, der sein Staunen ausdrückte, als er zum ersten Mal an einer automatischen Autowaschanlage vorbeiging.
Jenseits des Humors vermitteln diese Videos eine intime Wahrheit: sich wieder mit der Familie zu treffen und das zu teilen, wovon man früher nur träumen konnte. Jede Geste der Überraschung, jeder Satz, der mit Unschuld oder Frechheit gesagt wird, ist auch eine Möglichkeit, das aufzuzeigen, was das Leben in Kuba nicht bieten konnte.
Ein Stück Fleisch, ein Haushaltsgerät, eine Umarmung: alles wird zum Symbol. In diesem „Taki Taki“, das so sehr erstaunt, befindet sich auch der Schmerz der Trennung, die Erleichterung des Wiedersehens und der Beweis für ein Leben mit Würde außerhalb der Insel.
Häufig gestellte Fragen zur Emigration von Kubanern und ihren Erfahrungen im Ausland
Wie reagieren die Kubaner, wenn sie zum ersten Mal Lebensmittel und Produkte im Ausland sehen?
Die Kubaner reagieren mit Staunen und Emotion, wenn sie die Fülle an Lebensmitteln und Produkten in ausländischen Supermärkten sehen. Dies liegt an der Knappheit und der Rationierung, mit denen sie in Kuba konfrontiert sind, was alltägliche Erfahrungen in anderen Ländern für sie beeindruckend macht.
Warum werden die Videos von Kubanern, die das Leben im Ausland erleben, viral?
Estos Videos werden viral, weil sie den Kontrast zwischen dem Leben in Kuba und in anderen Ländern zeigen. Sie spiegeln die Emotion und das Staunen der Kubaner wider, die zum ersten Mal Dinge erleben, die andernorts alltäglich sind, und erzeugen Empathie und Neugier unter den Internetnutzern.
Wie wirkt sich die Migration auf kubanische Familien aus?
Die Migration hat einen tiefen emotionalen Einfluss auf kubanische Familien, da sie lange Trennungen aufgrund von Reisebeschränkungen und hohen Kosten verursacht. Die Wiedervereinigungen sind emotional und werden sehr geschätzt, spiegeln jedoch auch die Traurigkeit über die erzwungenen Trennungen wider.
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