So sehen die ersten Wohnungen aus, die aus Containern in Kuba gebaut wurden

Kuba verwandelt Container in Wohnungen angesichts der Ressourcenschwemme. In Granma arbeiten sie an Einheiten mit Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmern. Dennoch stellt der Mangel an Wärmedämmung eine große Herausforderung dar.

In Granma bereiten sie fünf von diesen Einheiten vor, insgesamt zehnFoto © Facebook/Empresa de Construcción y Montaje de Granma

Die Bau- und Montagefirma der Provinz Granma präsentierte die ersten Container, die in Wohnräume umgewandelt wurden, eine improvisierte Lösung angesichts der Ressourcenknappheit und der wachsenden Wohnraumnachfrage, die sich auf mehrere Gemeinden Kubas ausdehnen wird.

Die Initiative besteht darin, ausgediente Container umzuwandeln, um sie als Wohnraum zu nutzen, eine Praxis, die das Unternehmen selbst als international beschreibt wegen ihrer Vielseitigkeit, wobei sie im kubanischen Fall auf den chronischen Mangel an Baumaterialien reagiert.

Bau- und Montageunternehmen Granma / Facebook

In Granma wird derzeit an fünf Einheiten von insgesamt 10 gearbeitet; nach ihrer Fertigstellung werden sie über ein Wohnzimmer, ein Esszimmer-Küche, ein Bad, zwei Schlafzimmer und separate Zugänge verfügen, betonte die Einrichtung über ihr Profil auf Facebook.

Captura von Facebook/Bau- und Montageservice von Granma Kuba

Vor kurzem wurde bekannt, dass in der Gemeinde Buena Vista, im Landkreis San Antonio del Sur in Guantánamo, geplant ist, 23 Container, die in Wohnungen umgewandelt wurden, für die von dem Hurrikan Óscar betroffenen Familien einzurichten, der die Region im Oktober 2024 traf.

Die Initiative ist Teil eines Programms, das die Errichtung von 60 ähnlichen Häusern vorsieht, die aus recycelten Materialien von Verpackungen des im Bau befindlichen Photovoltaikparks in der östlichen Provinz gebaut werden.

In einem Land, in dem die Temperaturen im Durchschnitt um die 30 Grad liegen und leicht über 35 Grad steigen, wird ein metallischer Container ohne angemessene Isolierung zu einem unbewohnbaren Ofen.

Ohne effiziente Belüftung oder Klimatisierung kann der Innenraum extreme Temperaturen erreichen, was das Risiko von Hitzeschlägen und ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigungen erhöht, besonders bei Kindern und älteren Menschen.

Der Einsatz von wärmedämmenden Beschichtungen und separaten Dächern kann das Problem mildern, aber internationale Erfahrungen zeigen, dass solche Strukturen nur unter erheblichen Investitionen in die Dämmung bewohnbar sind, was die Projekte verteuert.

In Ländern wie Spanien haben sich Containhäuser als nachhaltige Alternative etabliert, jedoch werden sie dort von Standards für Dämmung, Genehmigungen zur Bewohnbarkeit und strukturellen Garantien begleitet.

Die kubanische Regierung versucht, mehrere Projekte zu fördern, die den Bau von Gebäuden aus Seefrachtcontainern umfassen, als Teil ihrer Vorschläge zur Milderung des Wohnungsdefizits in der Provinz Holguín.

Eine ähnliche Initiative wird in Las Tunas verfolgt, und wird als eine „innovative Lösung“ für den Wohnungsengpass präsentiert. Diese Maßnahme kommt nach Jahrzehnten der Nichteinhaltung offizieller Wohnungsbaupläne, während rund 10.659 Familien in Las Tunas weiterhin in Wohnungen mit Erdböden leben, im 21. Jahrhundert.

Granma berichtete, dass die ersten Häuser vom Typ 3 in mikrolokalisierte Gebieten der Gemeinden Manatí, Puerto Padre, Jesús Menéndez, Majibacoa und der Provinzhauptstadt installiert werden.

Für seinen Teil versucht die Provinzregierung von Villa Clara, „Kreativität“ angesichts des kritischen Mangels an Materialien zu zeigen, indem sie zwei experimentelle Wohnhäuser errichtet - eines in Santa Clara und das andere in Remedios - die vollständig auf Zement und Stahl verzichten.

Währenddessen wird in Pinar del Río eine uralte Technik genutzt: Häuser aus Erde, Kalk und Ton zu bauen, die laut Experten Hurrikane standhalten können. Mit Unterstützung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (PNUD) schulten mexikanische Experten lokale Bauunternehmer und Studenten im Bau von gewölbten Dächern unter Verwendung von Ressourcen aus der eigenen Region.

Die tiefgreifende Abnahme des Wohnungsbaus in Kuba ist ein eindeutiges Zeichen für den wirtschaftlichen und sozialen Niedergang, den das Land durchlebt: im Jahr 2024 wurden weniger Häuser gebaut als in den schlimmsten Jahren der Sonderperiode, was den fortwährenden Zusammenbruch der Fähigkeit des Staates zeigt, eine der grundlegendsten Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen.

Ein weiterer aufschlussreicher Punkt ist, dass der Wohnungsbedarf in Kuba mehr als 800.000 Wohnungen übersteigt, doch das Regime schafft es kaum, einen minimalen Anteil zu bauen: der Mangel an Materialien, der Zusammenbruch der lokalen Industrie und das schlechte staatliche Management verschärfen eine strukturelle Krise, die die Lebensqualität von Hunderttausenden von Kubanern direkt beeinträchtigt.

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