Kuba bricht zusammen und Silvio Rodríguez besteht darauf: „Ich habe mich niemals von der Revolution enttäuscht gefühlt.“

Silvio Rodríguez bekräftigt seine Treue zur kubanischen Revolution in einem Interview mit Rolling Stone. Mit 79 Jahren ist er weiterhin in der Musik aktiv und verteidigt seine Ideale trotz der Krise in Kuba.

Silvio RodríguezFoto © Präsidentschaft Kuba

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Der Troubadour Silvio Rodríguez reflektierte über sein Leben, sein Werk und seine Sicht auf den kubanischen Revolutionsprozess in einem Gespräch mit dem Journalisten Diego Ortiz, dem er versicherte, dass er der Revolution weiterhin treu bleibt.

Die umfassende Interview wurde von der Zeitschrift Rolling Stone en Español veröffentlicht, in dem der Singer-Songwriter Aussagen machte, die seine ideologische Treue zum Castrosystem, seine Wahrnehmung der jüngsten kubanischen Geschichte und seine Auffassung von Kunst als politisches Engagement offenbaren.

Einer der aufschlussreichsten Momente war, als er sagte: „Fidel war ein großartiger Typ, daran besteht kein Zweifel. Dies ohne Fidel fortzusetzen, ist nicht einfach“, ein Satz, der für viele Anhänger der linken Gedankenrichtung die fehlende Führung in Kuba verdeutlicht.

Rodríguez ist der Ansicht, dass die Revolution weiterhin ein aktuelles und notwendiges Projekt ist, obwohl sie nicht fehlerfrei ist. Seinen Worten zufolge: „Revolutionen sind nicht perfekt, sie sind notwendig.“

Das Interview behandelt zehn bedeutende Themen seiner Laufbahn und seiner Gedankenwelt. Silvio spricht über seine kommunistische Prägung und seine Familie, die ideologisch dem Marxismus verbunden ist; über die Gitarre als Zuflucht während seines Wehrdienstes; und über die Nueva Trova und ihre kulturelle Mission.

Er sprach auch über den Einfluss von Bob Dylan auf seinen Kompositionsstil; er erwähnte Details seiner militärischen Erfahrung in Angola; seine Freundschaft mit Gabriel García Márquez; und seine Sichtweise zur Zensur sowie zum politischen Engagement des Künstlers.

Er äußerte auch seine Meinung zu den Kriegen und den globalen Mächten, in der er Kritik an den Vereinigten Staaten und Israel übt. „Es ist eine menschliche Schande, dass vor den Augen der Menschheit dem passiert, was mit Palästina geschieht… Diese Leute glauben, sie seien die Herren der Welt“, sagte er in deutlicher Bezugnahme auf die genannten Regierungen.

Vielleicht war sein aufschlussreichster Satz zur Politik: „Von der Revolution habe ich mich niemals enttäuscht gefühlt, niemals. Von manchen Leuten, ja, natürlich.“

Silvio macht klar, dass seine Loyalität dem System gilt, nicht denjenigen, die es verwalten. Eine Botschaft, die, anstatt die autoritäre Wurzel des Regimes in Frage zu stellen, seine Erzählung verstärkt: Fehler sind menschlich, aber die Sache ist heilig.

Mit 79 Jahren bleibt Rodríguez aktiv in seinem Studio „Ojalá“, er macht eine künstlerische Tournee, nimmt ein neues Album auf und verteidigt seine Ideale, wie ein großer „Necio“.

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