Trump betrachtet Marco Rubio als möglichen Präsidentschaftskandidaten für 2028

Trump schlägt JD Vance und Marco Rubio als potenzielle Führer der MAGA-Bewegung für 2028 vor, hebt deren Fähigkeiten hervor und festigt seinen Einfluss in der Republikanischen Partei.

Donald Trump / Marco RubioFoto © Collage Flickr/Gage Skidmore - Aufnahme von X/Marco Rubio

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Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, schlug vor, dass eine Kombination aus seinem Vizepräsidenten JD Vance und dem Außenminister Marco Rubio bei den Präsidentschaftswahlen 2028 „unaufhaltbar“ wäre, was von vielen als Wink in Richtung der zukünftigen Ausrichtung der Make America Great Again (MAGA)-Bewegung interpretiert wird.

Die Erklärungen wurden am 27. Oktober 2025 von Fox News veröffentlicht und von dem Journalisten Eric Daugherty auf X (ehemals Twitter) zitiert, der seine Veröffentlichung mit einem Video begleitete, in dem man Trump hört, der beide Republikaner lobt.

„Wir haben JD. Marco ist großartig. Wenn sie eine Gruppe bilden würden, wären sie unaufhaltbar“, sagte der Präsident, der zudem ironisch über seine demokratischen Rivalen bemerkte, dass die Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Jasmine Crockett Personen mit einem „geringen Intelligenzquotienten“ seien.

Trump, der sich in seiner zweiten Präsidentschaftsmandat befindet, kann sich gemäß dem 22. Zusatzartikel der US-Verfassung nicht erneut zur Wahl stellen, aber seine Worte verstärken die Vorstellung, dass er darauf abzielt, die Nachfolge innerhalb der Republikanischen Partei zu beeinflussen und seine politische Führung über 2028 hinaus aufrechtzuerhalten.

Die neuesten Äußerungen von Trump erfolgen nur zwei Wochen nachdem er während seines Besuchs in Israel sich in Lobeshymnen über Marco Rubio übte in einer Rede vor der Knesset, dem israelischen Parlament. Damals erklärte der Präsident, dass Rubio „der beste Außenminister in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ sein würde und hob seine Intelligenz, Scharfsinn und diplomatischen Fähigkeiten hervor. Analysten interpretierten diese Worte damals als ein Zeichen politischer Unterstützung für seine Person innerhalb der Republikanischen Partei.

Im August 2025, während einer offiziellen Veranstaltung in Washington, hatte Trump bereits darauf hingewiesen, dass sein Vizepräsident JD Vance „der wahrscheinlichste“ Nachfolger der MAGA-Bewegung sei und nannte damals Marco Rubio als möglichen Verbündeten in einem zukünftigen republikanischen Ticket.

Monate zuvor, im März 2025, deutete der Präsident in einem Interview mit NBC News an, dass “viele Menschen” ihn dazu drängten, an der Macht zu bleiben, und sprach sogar von “alternativen Methoden”, um im Weißen Haus zu bleiben, trotz des verfassungsmäßigen Verbots. Unter anderem erwähnte er die Möglichkeit, dass Vance sich 2028 zur Wahl stellen und ihm dann das Amt überlassen könnte, was eine Welle von Kritik und Diskussionen über die rechtliche Machbarkeit dieser Idee auslöste.

Im Gegensatz dazu hatte Trump im September 2024 erklärt, dass er sich 2028 nicht um das Präsidentenamt bewerben würde, falls er die Präsidentschaftswahlen dieses Jahres verlieren sollte, und damals gesagt, dass er „sich das überhaupt nicht vorstellen konnte“.

Die neue Erwähnung von Rubio, dem ehemaligen Rivale von Trump bei den Vorwahlen 2016 und heute einer der Schlüsselakteure in seinem Kabinett, festigt die Beziehung zwischen den beiden nach Jahren der Spannungen. Der Senator aus Florida, der unter hispanischen und kubanoamerikanischen Wählern sehr beliebt ist, stellt eine zentrale Figur in der Außenpolitik der aktuellen Regierung dar, insbesondere in Angelegenheiten, die Kuba und Lateinamerika betreffen.

Mit dieser Erklärung scheint Trump einen interne Wechsel innerhalb der MAGA-Bewegung zu skizzieren und Vance sowie Rubio als die sichtbarsten Gesichter des Trumpismus für 2028 zu positionieren.

In der Zwischenzeit heben amerikanische politische Analysten hervor, dass zwar der Präsident keine dritte Amtszeit anstreben kann, sein Einfluss innerhalb der Republikanischen Partei jedoch entscheidend für die Bestimmung seines Nachfolgers bleiben wird.

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