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Cubamax Travel, ein Reisebüro mit Sitz in Miami, hat angekündigt, 250.000 Dollar für humanitäre Hilfe bereitzustellen, um die von Hurrikan Melissa betroffenen Familien im Osten Kubas zu unterstützen.
Laut dem Kommuniqué der Gesellschaft zielt die finanzielle Unterstützung darauf ab, „die Erholungsbemühungen in den am stärksten betroffenen Gebieten zu unterstützen“, nachdem ein meteorologisches Phänomen ganze Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten, Häuser zerstört und eine noch nicht bestimmte Anzahl von Betroffenen in den östlichen Provinzen der Insel hinterlassen hat.
Die Spende erfolgt unter den von der Office of Foreign Assets Control (OFAC) und dem Handelsministerium der Vereinigten Staaten genehmigten allgemeinen Lizenzen, die den Versand von humanitären Hilfsgütern selbst unter dem Embargo ermöglichen.
Cubamax hat zugesichert, dass sie die Hilfe „vollständig autorisiert, sicher und transparent“ kanalisiert, mit dem Engagement, dass die Spenden direkt bei den Familien ankommen.
„Dieser Einsatz bedeutet weit mehr als eine Spende: Es ist ein Akt der Solidarität und Einheit unter Kubanern innerhalb und außerhalb der Insel“, erklärte das Unternehmen.
„Heute, mehr denn je, reichen wir unseren Wurzeln die Hand und bekräftigen, dass die Distanz uns nicht trennt, sondern vereint“, fügten sie hinzu.
Kostenlose Flüge und humanitäres Gepäck
Además des finanziellen Beitrags Cubamax organisierte kürzlich zwei kostenfreie humanitäre Flüge nach Holguín, in Kooperation mit Eastern Air Express und Aerocuba Chárter, geplant für den 13. und 16. November.
Die Tickets sind für Personen gedacht, die reisen möchten, um ihre Angehörigen in Kuba direkt zu begleiten und zu unterstützen.
Jeder Passagier darf ein Gepäckstück von bis zu 70 Pfund kostenlos mitnehmen, als Teil der logistischen Unterstützung, die von der Agentur bereitgestellt wird.
„Die Tickets werden für Personen, die mit dem Ziel reisen, ihre Angehörigen zu begleiten und direkte Hilfe zu leisten, kostenfrei sein“, erklärte das Unternehmen in seinem Post in den sozialen Medien.
Kritisches Szenario im östlichen Kuba
Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Osten Kubas versucht, sich von den verheerenden Auswirkungen des Hurrikans Melissa zu erholen, der mehrere Provinzen mit intensiven Regenfällen und Winden getroffen hat, die schwache Infrastrukturen zerstört haben.
Trotz offizieller Berichte, die versichern, dass "an der Wiederherstellung gearbeitet wird", spiegelt die Situation vor Ort ein Bild äußerster Prekarität wider.
Zahlreiche Familien haben ihre Wohnungen verloren, die Wege sind in einigen Regionen unpassierbar, und der Zugang zu Lebensmitteln, Medikamenten und Baumaterialien ist stark eingeschränkt.
Die wirtschaftliche Krise des Landes, geprägt von Inflation, Versorgungsmangel und einem Durchschnittslohn, der kaum die grundlegenden Bedürfnisse deckt, hat dazu geführt, dass viele Kubaner ausschließlich auf externe Hilfe angewiesen sind, um voranzukommen.
Unterstützung aus dem Exil und Kritik an der Staatsführung
Die Spende von Cubamax reiht sich in andere solidarische Aktionen ein, die von Kubanern im Ausland initiiert wurden, die Sammlungen und Versendungen von Hilfsgütern organisiert haben.
In der Zwischenzeit wurde die kubanische Regierung für ihre Langsamkeit und Ineffizienz im Umgang mit Notfällen kritisiert. Viele sehen in diesen Gesten der Diaspora nicht nur einen Ausdruck von Solidarität, sondern auch eine Reaktion auf das institutionelle Vakuum.
„Unser Zweck ist es, dass jede betroffene Familie spürt, dass sie nicht allein ist, und dass jede Kiste, jedes Medikament und jede gesendete Hilfe eine Umarmung an unsere Brüder auf der Insel darstellt“, erklärte das Unternehmen.
Obwohl einige die Rolle in Frage stellen, die diese privaten Spenden in einem System spielen können, das historisch gesehen die freie Handlung der Zivilgesellschaft eingeschränkt hat, ist die humanitäre Dringlichkeit unbestreitbar. Für viele Betroffene stellen solche Initiativen die einzige konkrete Hilfe dar.
Cubamax hat die E-Mail-Adresse donaciones@cubamax.com eingerichtet, für diejenigen, die die Sache unterstützen oder weitere Informationen erhalten möchten. Es ist auch möglich, sich in ihren Büros in Hialeah vorzustellen oder die offizielle Website www.cubamax.com. zu konsultieren.
Hintergründe und Kontroversen
Fundada im Jahr 2001 und mit 13 Filialen in Florida, Cubamax war Ziel von Protesten seitens des kubanischen Exils, das ihr vorwirft, Verbindungen zum Regime in Havanna zu unterhalten.
Im vergangenen Juli versammelten sich eine Gruppe von Demonstranten vor ihrem Sitz in Hialeah, um angebliche Ressourcenlieferungen an das Regime zu denunzieren und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern.
Obwohl es seitens der US-Regierung keine offiziellen Sanktionen gegen die Agentur gibt und die Anschuldigungen nicht nachgewiesen wurden, bleibt die Debatte über ihre Rolle offen.
Im April hat Cubamax vorübergehend den Versand von Remittances nach Kuba eingestellt und dabei eine "Reorganisation" in Bezug auf die Unternehmen angeführt, die das Geld auf der Insel verarbeiten, nachdem das Außenministerium Orbit S.A., seinen wichtigsten Vermittler, auf die Liste der Unternehmen gesetzt hatte, die mit dem militärischen Konglomerat GAESA verbunden sind.
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