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Die elektrische Krise in Kuba hat am Freitag erneut die Tiefe ihres strukturellen Verfalls aufgezeigt.
Die Unión Eléctrica (UNE) berichtete von Störungen während der 24 Stunden am Donnerstag, mit einer maximalen Abkopplung von 1.748 MW um 18:10 Uhr, eine Zahl, die die anhaltende Unfähigkeit des Nationalen Elektrizitätssystems (SEN) zeigt, die Nachfrage zu decken.
Dieser Freitag um 6:00 Uhr wurde eine Gesamverfügbarkeit von 1.560 MW registriert, gegenüber einer Nachfrage von 2.128 MW, was bereits seit den frühen Morgenstunden eine Beeinträchtigung von 598 MW zur Folge hatte.
Für den Mittag kündigte die Behörde an, dass die Abkopplung auf bis zu 900 MW ansteigen würde, ein Niveau, das das Land während der Arbeitszeiten praktisch lahmlegt.
Ausrüstungsfehler, Wartung und mehr als 500 MW eingeschränkt in der thermischen Erzeugung
In ihrem Informationsschreiben hat die UNE eine Reihe von Vorfällen aufgeführt, die die Situation weiter verschärfen:
Averien in zwei Einheiten der Thermoelektrik Máximo Gómez (Mariel) und Felton (Holguín), sowie in drei weiteren Blöcken, die in den CTE Santa Cruz und Carlos Manuel de Céspedes (Cienfuegos) gewartet werden.
Zu diesen Ausfällen kommen 568 MW hinzu, die durch Probleme in der thermischen Erzeugung begrenzt sind, eine Zahl, die weiterhin eines der Hauptprobleme des SEN darstellt.
Brennstoffmangel: mehr als 1.000 MW außer Betrieb
Der Bericht bestätigte die direkte Auswirkung des Kraftstoffmangels auf die Stromerzeugung:
99 dezentrale Erzeugungsanlagen, insgesamt 919 MW nicht verfügbar.
83 MW zusätzlich stillgelegt aufgrund von Mangel an Schmiermittel.
Insgesamt sind 1.002 MW aufgrund eines Mangels an Brennstoffen und Schmierstoffen außer Betrieb, was eine kritische Abhängigkeit von diesen Ressourcen für den grundlegenden Betrieb des Systems verdeutlicht.
Prognose für die Spitzenzeiten: Das Land wird fast die Hälfte der benötigten Energie fehlen
Für die Nacht prognostizierte die UNE ein noch strengeres Szenario: eine geschätzte Verfügbarkeit von 1.560 MW und eine Nachfrage von 3.300 MW.
Das bedeutet ein Defizit von 1.740 MW, mit einer geschätzten Beeinträchtigung von 1.770 MW, wenn die aktuellen Bedingungen beibehalten werden.
Dieses Maß an Abkopplung entspricht beinahe der Hälfte der nationalen Nachfrage, was auf langanhaltende und weitreichende Stromausfälle hindeutet.
Solarenergie: wachsender Beitrag, aber unzureichend angesichts des thermischen Zusammenbruchs
Die UNE hob hervor, dass die 33 neuen Photovoltaik-Solarkraftwerke während des Tages 2.665 MWh erzeugten, mit einem Höchstwert von 536 MW zur Mittagszeit.
Obwohl diese Zahlen einen Fortschritt in der erneuerbaren Energieerzeugung zeigen, bleibt der Beitrag nach wie vor unzureichend, um die massiven Verluste der thermischen Erzeugung auszugleichen.
Havanna: sechs Stunden ohne Service und ein kritischer Nachmittag
Die Elektrizitätsgesellschaft von Havanna hat auch eine eigene Mitteilung auf Facebook veröffentlicht.
Es wurde berichtet, dass der Dienst in der Hauptstadt am Donnerstag sechs Stunden lang betroffen war, mit einer maximalen Trennung von 154 MW um 18:00 Uhr.
Der Service wurde um 20:36 Uhr wiederhergestellt und es wurde präzisiert, dass in der Nacht keine Beeinträchtigungen aufgrund eines Erzeugungsmangels auftraten.
Die Institution betonte, dass die Unterbrechungen in der Stadt vollständig vom Verhalten des SEN abhängen, dessen Instabilität geplante und ungeplante Abschaltungen in der Hauptstadt erforderlich macht.
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