Was tun, wenn ICE dich während der Autofahrt an Weihnachten anhält



Die American Civil Liberties Union (ACLU) warnt Fahrer und Passagiere, wie sie auf Agenten von ICE oder anderen federalen oder lokalen Polizeibehörden reagieren sollten.

Festnahme eines Einwanderers in den USAFoto © X / U.S. Einwanderungs- und Zollbehörde

Inmitten eines zunehmend von Angst geprägten Umfelds aufgrund der steigenden Zahl von Einwanderungseinsätzen in den Vereinigten Staaten während der Feiertage, hat die American Civil Liberties Union (ACLU) einen praktischen Leitfaden für Fahrer und Passagiere veröffentlicht, die möglicherweise mit Beamten des Immigration and Customs Enforcement (ICE) oder mit einer anderen bundes- oder lokalem Polizeibehörde in Kontakt kommen könnten.

Die Organisation strebt an, dass die Menschen ihre Grundrechte kennenlernen und Situationen vermeiden, die eine Begegnung mit der Behörde verschärfen könnten, insbesondere zu Zeiten, in denen Tausende von Familien auf den Straßen unterwegs sind, um sich zu versammeln.

Das Dokument erinnert daran, dass man bei einer Fahrzeugkontrolle zuerst ruhig bleiben sollte.

Es wird empfohlen, das Auto so schnell wie möglich an einem sicheren Ort anzuhalten, den Motor auszuschalten, das Innenlicht einzuschalten, das Fenster leicht zu öffnen und beide Hände sichtbar auf dem Lenkrad zu halten.

Dieses Protokoll reduziert Spannungen und zeigt Zusammenarbeit, ohne auf gesetzliche Rechte zu verzichten. Wenn der Beamte Dokumente anfordert, muss der Fahrer seinen Führerschein, die Fahrzeugregistrierung und die Versicherungsbestätigung vorlegen.

Falls der Beamte verlangt, den Innenraum des Autos zu durchsuchen, kann die Person klar und respektvoll ablehnen.

Die ACLU warnt jedoch, dass die Polizei das Fahrzeug ohne Zustimmung inspizieren kann, wenn sie geltend macht, dass ein begründeter Verdacht im Zusammenhang mit der Begehung einer Straftat besteht.

Sowohl die Fahrer als auch die Beifahrer haben das verfassungsmäßige Recht, zu schweigen.

Die Passagiere können fragen, ob sie das Recht haben, zu gehen; wenn die Antwort ja ist, sollten sie dies ruhig tun oder schweigend bleiben. Selbst wenn der Agent angibt, dass sie nicht gehen dürfen, ist die Person nicht verpflichtet, Fragen zu beantworten, über das hinaus, was das Landesrecht in Bezug auf grundlegende Identifikation verlangt.

Wenn die Festnahme in einen Befragungsprozess übergeht, wird in der Anleitung die Wichtigkeit betont, nicht zu fliehen, nicht zu streiten und sich nicht körperlich zu widersetzen, auch wenn man die Polizeimaßnahme für ungerecht hält.

Es ist entscheidend, die Hände jederzeit sichtbar zu halten.

Es wird auch empfohlen, direkt zu fragen, ob man den Weg fortsetzen darf; wenn die Behörde dies bestätigt, sollte der Ort ruhig und ohne Kommentare verlassen werden.

Im Falle einer Festnahme hat der Festgenommene das Recht, den Grund für die Festnahme zu erfahren.

Die ACLU betont, dass niemand bestraft werden kann, weil er das Recht ausübt, keine Fragen zu beantworten. Um dies wirksam zu machen, wird empfohlen, es laut auszusprechen. In bestimmten Bundesstaaten ist es erforderlich, den Namen auf Nachfrage anzugeben.

Die Person ist zudem nicht verpflichtet, die Erfassung von Körperdaten oder von persönlichen Gegenständen zu genehmigen, obwohl die Beamten die Kleidung abtasten dürfen, wenn sie den Verdacht haben, dass Waffen vorhanden sind.

Sich weigern, weiteren Inspektionen zuzustimmen, ist legal und sollte nicht durch körperliche Gewalt geschehen, da jede Zustimmung später vor Gericht verwendet werden kann.

Anstieg der Festnahmen zu Weihnachten

Diese Warnung der ACLU erhält besondere Relevanz, nachdem in den Tagen vor Weihnachten die Festnahme von Migranten in öffentlichen Räumen in Washington, New York und anderen Städten gemeldet wurde.

In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigten, wie ICE-Agenten Personen anhielten, als sie Supermärkte verließen, Szenen, die bei Zeugen und Angehörigen Erschütterung auslösten.

In einem der Fälle wurde ein Mann im Bundesstaat Washington festgenommen, während er einen Wagen mit seinen Einkäufen schob, die schließlich von den Beamten selbst abgeholt wurden.

Zeugen bezeichneten diese Aktionen als verheerend, da sie gerade zu dem Zeitpunkt stattfanden, als viele Familien sich auf reunieren und feiern vorbereiteten.

Ähnliche Situationen ereigneten sich in New York, wo eine weitere Frau in der Nähe eines Geschäfts festgenommen wurde, was in der Gemeinschaft Empörung und Angst hervorrief.

Organisationen, die sich für die Rechte von Einwanderern einsetzen, haben diese Praktiken kritisiert aufgrund ihrer emotionalen Auswirkungen und weil sie Familienverbünde an symbolischen Daten trennen.

Trotzdessen bestätigte die Regierung von Donald Trump, dass die Einsätze während der Feiertage ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, was die Besorgnis unter denjenigen erhöht hat, die an Weihnachten und Neujahr mit dem Auto reisen müssen.

Angesichts dieses Szenarios wird der Leitfaden der ACLU zu einem wichtigen Instrument für Fahrer und Passagiere, um zu erfahren, wie sie handeln, unnötige Risiken minimieren und ihre Rechte in einer Realität, die von einer Intensivierung der Grenzkontrollen geprägt ist, wahrnehmen können.

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