Kubanische Sanitätsbrigaden könnten angesichts der angespannten Lage in Venezuela in die Insel zurückkehren



Die politische Spannung in Venezuela könnte die Rückkehr kubanischer medizinischer Brigaden auslösen, laut einer Nachricht, die an den Journalisten Mario Pentón gesendet wurde. Der durchgesickerte Text deutet auf die Aktivierung eines Evakuierungsplans hin.

Kubanische Ärzte in Venezuela (Referenzbild)Foto © X/Brigada Médicos Cubana in Venezuela

Die zunehmende politische Instabilität und der Anstieg der Spannungen in Venezuela würden interne Bewegungen für eine mögliche Rückkehr nach Kuba der medizinischen Brigaden hervorrufen, die vom Regime in Havanna entsandt wurden.

Die Warnung erfolgt nach der Veröffentlichung des Journalisten Mario Pentón, der in sozialen Medien eine Nachricht verbreitete, die einem kubanischen Mitarbeiter in Venezuela zugeschrieben wird und in der die Aktivierung eines Evakuierungssystems sowie eine mögliche Rückkehr zur Insel in den kommenden Wochen erwähnt wird.

Facebook-Veröffentlichung/Mario J. Pentón

„Wir müssen nach Kuba gehen. Jetzt wurde das Evakuierungssystem aktiviert; es muss bald sein. Was wir nicht wissen, ist wann, aber es muss diesen Monat sein. Küsschen und Segenswünsche. Dein Papa“, steht in dem Text, der von Pentón verbreitet wurde.

Der Inhalt der Nachricht hat Spekulationen über den Beginn einer schrittweisen Evakuierung der kubanischen medizinischen Brigaden, die im venezolanischen Territorium stationiert sind, ausgelöst.

Die Enthüllung erfolgt vor dem Hintergrund höchster politischer und militärischer Spannungen in Venezuela, nach der kürzlichen Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Truppen und dem Anstieg des internationalen Drucks auf das chavistische Regime.

Cuba ist seit mehr als zwei Jahrzehnten einer der wichtigsten politischen und operativen Verbündeten von Caracas, einschließlich einer umfangreichen Präsenz von medizinischem, technischem und Sicherheitspersonal. Tatsächlich haben 32 kubanische Sicherheitskräfte ihr Leben verloren während der Aktionen der Vereinigten Staaten zur Festnahme des Diktators Nicolás Maduro.

In den letzten Jahren war die Präsenz kubanischer Ärzte -neben Sport- und Kulturbrigaden- in Venezuela von Kontroversen umgeben, sowohl wegen Berichten über drückende Arbeitsbedingungen als auch wegen ihrer strategischen Rolle innerhalb der Allianz zwischen Havanna und Caracas.

In diesem Sinne deutet die verbreitete Botschaft darauf hin, dass zumindest intern Vorkehrungen getroffen werden, um einem möglichen Abbau der Situation in dem südamerikanischen Land entgegenzuwirken.

De bestätigt wird, würde eine Evakuierung dieser Art einen signifikanten Wandel in der kubanischen Präsenz in Venezuela markieren und könnte sowohl humanitäre als auch politische Implikationen für die Beziehung zwischen beiden Regierungen haben.

Derzeit stellt die von Pentón veröffentlichte Nachricht ein frühes Signal dar, in Erwartung offizieller Informationen, die den Umfang und die Richtigkeit eines möglichen Abzugs der kubanischen medizinischen Brigaden bestätigen.

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