Die staatliche Firma Cubapetróleo (CUPET) hat die Verteilung von Flüssiggas in Santiago de Cuba und den anderen östlichen Provinzen unbefristet eingestellt, aufgrund von Lieferengpässen, in einem neuen Kapitel, das die Energiekrise vertieft, die die Insel seit Monaten heimsucht.
Según Bericht von Martí Noticias, unter Berufung auf Aussagen lokaler Quellen, befindet sich das Gas derzeit auf einem Schiff aus Russland, aber die Behörden erkennen an, dass der Prozess des Entladens und der Verteilung “Zeit in Anspruch nehmen wird” und kein klares Datum für die Wiederaufnahme des Dienstes angeben.
Die Aussetzung hat zu einem Preisanstieg auf dem informellen Markt geführt, wo eine Gasflasche für den Hausgebrauch in ländlichen Gebieten zwischen 10.000 und 12.000 kubanischen Pesos kostet und in östlichen Städten sogar bis zu 50.000 Pesos verlangt wird, während das Bulk-Gas über 30.000 Pesos kostet. Für viele Familien ist dieser Preis unerschwinglich.
Angesichts der Knappheit mussten Tausende von Haushalten wieder mit Holz oder Kohle kochen, sogar in städtischen Gebieten. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kranke und Mütter mit kleinen Kindern, die keine Alternativen haben, um Lebensmittel zuzubereiten oder Wasser zu kochen.
Das Problem beschränkt sich nicht nur auf den Osten des Landes. In zentralen Provinzen wie Camagüey und Ciego de Ávila erhalten die Bewohner seit Wochen kein Flüssiggas, während in einigen Gebieten des Westens die Lieferungen ebenfalls zurückgehen.
Aktivisten und Anwohner beschreiben die Situation als sozialen Rückschritt, mit Familien, die improvisierte Feuerstellen in Höfen und überdachten Eingängen entzünden, in Szenen, die an die härtesten Jahre der Sonderperiode erinnern.
Die Lähmung des Flüssiggasangebots kommt zu den prolongierten Stromausfällen und dem Mangel an Treibstoffen hinzu, die bereits die Produktion, den Transport und die öffentlichen Dienstleistungen beeinträchtigen.
Die Situation verschärft sich angesichts des Rückgangs der Energieimporte aus Venezuela, Russland und dem Iran, nach der Festnahme von Nicolás Maduro und dem Start der Operation Southern Spear, durch die die Vereinigten Staaten mehrere Schiffe der sogenannten “Geisterflotten” beschlagnahmt haben, die Öl und Brennstoffe nach Kuba und in andere verbündete Länder transportierten.
Ohne diese regelmäßigen Lieferungen von Rohöl und Derivaten sieht sich das kubanische Regime einem beispiellosen Energiemangel gegenüber, wobei die Bevölkerung die Folgen in ihrem Alltag zu spüren bekommt.
In Santiago de Cuba, wo die Aussetzung offiziell bestätigt wurde, fordern die Bürger, dass die Regierung einen realistischen Zeitplan und Notmaßnahmen anbietet, um zu verhindern, dass die Energiekrise in eine umfassende humanitäre Krise umschlägt.
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