Einwohner des Stadtteils Micro 7 in Santiago de Cuba warnen vor Unregelmäßigkeiten, Korruption und ungleichem Umgang an der Tankstelle Nr. 66, wo die knappe Verteilung von Gasflaschen ein Grundbedürfnis in einen ständigen Konfliktherd verwandelt.
Die Beschwerde wurde von Anwohnern des Bezirks José Martí eingereicht und wurde am Freitag über das Facebook-Profil des unabhängigen Journalisten Yosmany Mayeta Labrada verbreitet, der das Unwohlsein dokumentierte, das durch die geringe Anzahl von Ballons in einem dicht besiedelten Viertel verursacht wurde.
Laut den Zeugenaussagen verschärft sich die Knappheit aufgrund eines chaotischen Managements und missbräuchlicher Praktiken bei der Organisation der Warteschlangen.

Die Anwohner richten sich direkt an Regierungsvertreter und lokale Führungskräfte, die sie beschuldigen, Freunden Vorteile zu gewähren, Listen zu manipulieren und die Wiederveräußertung von Terminen zu erlauben, während Familien, die stundenlang oder sogar tageweise warten, außen vor gelassen werden.
Während einige früh aufstehen und lange Warteschlangen ertragen, gelangen andere ohne den regulären Prozess an Gas.
Die Ungleichheit im Zugang ist eines der Elemente, die bei den Betroffenen am meisten Empörung hervorrufen.
Für die Anwohner ist Gas kein Privileg, sondern eine grundlegende Notwendigkeit zum Kochen. Daher halten sie es für inakzeptabel, dass seine Verteilung von Nepotismus und Korruption geprägt ist.
Die Beschwerdeführer fordern, dass die Situation an der Gasstelle des Micro 7 untersucht wird und dass eine reale Kontrolle eingerichtet wird, die Transparenz und Gerechtigkeit gewährleistet.
Es wird behauptet, dass das Problem nicht nur auf die geringe Menge an Kugeln beschränkt ist, sondern auf ein System, das systematische Missbräuche ermöglicht, und zwar stets zum Nachteil der gleichen Bevölkerungsgruppen.
Reaktionen
Die Kommentare von Bürgern aus verschiedenen Gebieten Santiago de Cubas und anderen Regionen stimmten darin überein, dass die gemeldeten Unregelmäßigkeiten kein Einzelfall sind.
Benutzer berichteten, dass an anderen Tankstellen die endlosen Warteschlangen, der illegale Verkauf von Wartemarken, die Komplizenschaft von Beamten und die Ausschluss von verletzlichen Personen, einschließlich älterer Menschen und Kranken, erneut vorkommen.
Verschiedene Personen bezeichneten das Verteilungssystem als eine „Mafia“ und berichteten, dass Gas zu einem Geschäft geworden ist, in dem Geld und Verbindungen dominieren, während die Mehrheit mit einem Alltag konfrontiert ist, der von Mangel geprägt ist, von Stromausfällen und der Unmöglichkeit, grundlegende Bedürfnisse zu decken.
Der Minister für Energie und Bergbau, Vicente de la O Levy, erklärte in Äußerungen gegenüber dem staatlichen Fernsehen, dass das Land im nächsten Jahr mit einem „höheren“ Niveau der Gasproduktion und der Stromerzeugung beginnen möchte.
Kuba steht vor einer Krise in der Versorgung mit Flüssiggas, die von langen Unterbrechungen und begrenzter Verteilung geprägt ist.
Die Provinzen sind auf die pünktliche Ankunft von Schiffen für die Nachschubversorgung angewiesen, was auf nationaler Ebene zu Unsicherheit und Knappheit führt. Die Behörden haben restriktive Maßnahmen umgesetzt, aber die Situation bleibt weiterhin kritisch.
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