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Mehr als 300 Kubaner und Organisationen aus dem In- und Ausland haben einen dringenden Aufruf zur Freiheit der politischen Gefangenen in Kuba unterzeichnet, der ein koordiniertes Handeln der Zivilgesellschaft und der internationalen Gemeinschaft angesichts der Repression des Regimes fordert.
Die Mitteilung, die in den sozialen Netzwerken von der kubanischen Intellektuellen und Aktivistin Anamely Ramos verbreitet wurde, wurde kollektiv erstellt und von politischen Gefangenen, Familienangehörigen von Insassen, Aktivisten, Akademikern und Künstlern unterstützt.
Im Text betonen die Unterzeichner, dass Kuba nicht weiterhin die große Abwesende in der regionalen Agenda der Menschenrechte sein kann, während andere autoritäre Länder wie Venezuela und Nicaragua Prozesse der Haftentlassung ankündigen, jedoch ohne Garantien oder Transparenz.
Die Agentur EFE erinnerte daran, dass Kuba im vergangenen Jahr 553 Personen freigelassen hat, als Teil eines Abkommens mit den Vereinigten Staaten, vermittelt durch den Vatikan, während der letzten Tage der Regierung von Joe Biden.
Verschiedene NGOs kritisierten diesen Prozess als intransparent und unvollständig und wiesen darauf hin, dass mehr als die Hälfte der Freigelassenen keine politischen Gefangenen waren, betonte die Nachrichtenagentur.
In diesem neuen Aufruf beklagen die Unterzeichner, dass das Land über tausend politische Gefangene hält, eine unverhältnismäßige Zahl, die das Regime versucht, vor der internationalen Gemeinschaft zu verharmlosen.
Sie erinnerten daran, dass der kubanische Staat zwischen Januar und März 2025 versprach, 553 Gefangene freizulassen, aber die unabhängigen Organisationen nur etwa 250 Freilassungen dokumentierten, wodurch Hunderte von Personen ausgeschlossen blieben und das Belästigen ihrer Familien fortgesetzt wurde.
Der Text fordert, dass internationale Organisationen, demokratische Regierungen, die Medien und der Vatikan eine klare Position einnehmen, um die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen und das Ende der Kriminalisierung von Dissens zu verlangen.
Darüber hinaus richtet das Dokument eine direkte Botschaft an die Mütter, Väter und Angehörigen der Inhaftierten, in der es die Erschöpfung, die Angst und die alltägliche Gewalt anerkennt, mit der sie konfrontiert sind.
Los fordert dazu auf, eine koordinierte und begleitete Präsenz aufrechtzuerhalten, ohne zuzulassen, dass das Regime seine Kinder als Druckmittel oder politische Erpressung einsetzt.
Der Aufruf endet mit dem Hinweis, dass dies ein entscheidender Moment ist, um kollektiv zu handeln und nicht auf einseitige Gesten der Macht zu warten.
„Es geht darum, die Ungerechtigkeit zu benennen, kraftvoll Druck auszuüben und diesen historischen Moment nicht verstreichen zu lassen“, bestätigt das Dokument.
Unter den Unterzeichnern befinden sich zahlreiche politische Flüchtlinge aus dem historischen Exil, Menschenrechtsverteidiger, unabhängige Journalisten und kubanische Künstler im Ausland.
In der Liste stechen ehemalige Mitglieder der Gruppe der Plantados hervor, historische Dissidenten wie José Daniel Ferrer und Martha Beatriz Roque sowie Künstler wie Tania Bruguera.
Der Text wurde in sozialen Netzwerken als eine offene Initiative geteilt, um weiterhin Unterstützung zu sammeln.
Dieses neue Anliegen tritt in einem Kontext auf, in dem der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eine neue direkte Warnung an das kubanische Regime aussprach und erklärte, dass „es kein Öl und kein Geld“ mehr aus Venezuela in die Insel geben wird, und er schlug vor, dass Havanna „einen Deal macht, bevor es zu spät ist“.
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