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Die amtierende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, kündigte an diesem Montag neue Veränderungen in ihrem Kabinett an und setzte Kapitän Juan Escalona, einen Mann von absolutem Vertrauen des Chavismus und Mitglied im persönlichen Sicherheitskreis von Maduro, an die Spitze des Ministeriums für Präsidialangelegenheiten.
Escalona ist eine bekannte Figur aufgrund seiner Nähe zu Maduro, sogar wegen der öffentlichen Scherze, die der nun festgenommene Staatschef ihm während in nationalen Ketten übertragenen Veranstaltungen zu machen pflegte.
Sein Aufstieg wird als ein klares Zeichen für Kontinuität, Loyalität und interne Kontrolle in einem Moment interpretiert, den die Regierung selbst als „delikat“ für die Stabilität des Landes beschrieben hat.
Im Ministerum-Neuzusammensetzung verlässt Aníbal Coronado das strategisch wichtige Präsidialbüro und übernimmt die Leitung des Ministeriums für Ökosozialismus, womit er Ricardo Molina ersetzt.
Coronado ist ebenfalls kein Unbekannter: Er war Konteradmiral der Marineinfanterie und ehemaliger Adjutant von Maduro und gehörte über Jahre hinweg zum engsten Schutzkreis des chavistischen Führers. Sein Werdegang ist geprägt von Ämtern, die mit der staatlichen Sicherheit und der Verwaltung strategischer Gebiete wie Los Roques und La Orchila verbunden sind.
Die Bewegungen erfolgen nur wenige Tage, nachdem Rodríguez als kommissarische Präsidentin vereidigt wurde auf Anordnung des Obersten Gerichts, nach der Festnahme von Maduro und seiner Frau Cilia Flores während einer US-Militäroperation.
Seitdem hat die Exekutive eine Umstrukturierung der Macht beschleunigt, die Änderungen in Schlüsselbereichen wie der Wirtschaft, der Sicherheit und nun auch im Präsidium umfasst.
In einer Nachricht, die über Telegram verbreitet wurde, hob Rodríguez die „Treue, Fähigkeit und das Engagement“ von Escalona hervor, um die Umsetzung der Pläne der sogenannten bolivarischen Regierung zu gewährleisten. Über die offizielle Sprache hinaus scheint die Nachricht sowohl an das interne Chavismus als auch an die internationale Gemeinschaft gerichtet zu sein: Die Macht bleibt in den Händen desselben harten Kerns, trotz der Abwesenheit von Maduro.
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