Das kubanische Regime veröffentlicht Biografien der in Venezuela verstorbenen Militärs, nachdem es jahrelang deren Existenz bestritten hat



Die Biografien heben ihre geheime Mission und die humanitären Kosten dieser politischen Allianz hervor.

Särge mit den Überresten der 32 in Venezuela verstorbenen kubanischen Soldaten.Foto © Granma

Das kubanische Regime veröffentlichte am 15. Januar die Profile der 32 in Venezuela verstorbenen Soldaten während des Einsatzes, der mit der Festnahme von Nicolás Maduro endete. Dies ist ein späte, aber nachvollziehbare Eingeständnis, das im Widerspruch zu Jahren offizieller Abstreitungen über die Präsenz kubanischer Truppen in Sicherheitsaufgaben des Chavismus steht.

Die Biografien, unter dem Slogan „Ehre und Ruhm“, bestätigen, dass die Verstorbenen den Revolutionären Streitkräften (FAR) und dem Innenministerium (MININT) angehörten, viele von ihnen waren mit der Direktion für Personensicherheit verbunden.

Captura de Facebook/Razones de Cuba

Sie starben alle in den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 während der Operation, die von Präsident Donald Trump genehmigt und von der Eliteeinheit Delta Force der US-Armee durchgeführt wurde.

Die Profile zeigen ein sich wiederholendes Muster, mit Männern verschiedener Generationen und Ränge – von jungen Soldaten bis hin zu Obersten mit Jahrzehnten an Dienstzeit – die größtenteils aus dem Osten des Landes stammen und entsandt wurden, um eine „internationalistische Mission“ zu erfüllen, die offiziell nicht existierte. Viele hatten eine technische Ausbildung oder zivilberufliche Laufbahnen, bevor sie in den Militär- und Sicherheitsapparat eingegliedert wurden.

Die offizielle Narrative wiederholt gemeinsame Elemente wie die Mitgliedschaft in der UJC und der Kommunistischen Partei, die Teilnahme an „operativen Sicherstellungen“ und posthume Beförderungen als symbolischen Abschluss jeder Geschichte. Es gibt keine Hinweise auf Ehefrauen, Kinder oder Familien, noch Details über die Art der Mission, die sie in Venezuela erfüllten.

Captura de Facebook/Razones de Cuba

Die Veröffentlichung der Profile erfolgt parallel zu einem umfassenden Rahmen von Ehrungen und öffentlichen Veranstaltungen in Kuba, darunter Beerdigungen, offizielle Märsche und die Wiederauferstehung von Raúl Castro während der Empfang der Überreste in Havanna.

Tage zuvor bezeichnete der Regierungschef Miguel Díaz-Canel die amerikanischen Soldaten als “feige”, die an der Operation beteiligt waren, während er das “Opfer” der kubanischen Leibwächter lobte.

Jenseits der epischen Rhetorik offenbart die Enthüllung eine lange verneinte Wahrheit: die direkte Beteiligung Kubas an der Sicherheit des chávistischen Regimes und die humanitären Kosten einer politischen Allianz, die erneut weit weg von der Heimat bezahlt wurde.

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