Die "picúa" von Fidel: Die Anekdote, mit der Díaz-Canel versucht zu erklären, wie man den USA entgegentritt.



Der kubanische Herrscher griff erneut auf Symbole der Vergangenheit zurück, um eine Rede zu halten, die keinen Bezug zur aktuellen Realität hatte, was Spott und Kritik hervorrief.

Miguel Díaz-Canel und Fidel CastroFoto © X / Präsidentschaft Kuba und Cubadebate

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Miguel Díaz-Canel tratete erneut auf die Tribüne, um Mythen, abgedroschene Parolen und Fabeln zu recyclen. Dieses Mal entschied sich der kubanische Herrscher, den Vereinigten Staaten… mit einer Geschichte über Fische entgegenzutreten.

Im Rahmen einer Hommage an die 32 kubanischen Soldaten, die in Venezuela gefallen sind, erinnerte sich der Präsident an eine alte Anekdote, die Fidel Castro zugeschrieben wird, über einen Fisch, der ihn angeblich unter Wasser angriff und dem er - so die Erzählung - mit Tapferkeit entgegentrat.

Die Szene, die eher an eine Karikatur als an eine Epik erinnert, wurde von Díaz-Canel als strategische Lehre präsentiert, um dem "Imperium" entgegenzutreten: nicht zu fliehen, sondern sich ihm entgegenzustellen, wie es der Kommandant mit dem Fisch tat.

Das Problem ist, dass die Geschichte eher aus einem Schulmärchen als aus einer ernsthaften militärischen Doktrin zu stammen scheint.

In seiner Rede vermischte der Herrscher Falken, Piranhas, Haie und Gespenster des Archipels in einem rhetorischen Cocktail, der darauf abzielt, einen ewigen Konflikt mit den Vereinigten Staaten wiederzubeleben, obwohl das echte Kuba sich mehr um Stromausfälle, Hunger und Repression kümmert als um imaginäre Fische.

Díaz-Canel mahnte auch an, dass "die Jugendlichen" die Geschichte in den sozialen Medien viral gemacht hätten, als ob dies den Inhalt der Erzählung legitimieren würde.

Aber mehr als jugendlicher Enthusiasmus hat die Anekdote Spott, Memes und eine tiefe Müdigkeit gegenüber einem Diskurs hervorgebracht, der versucht, die Realität durch hohle Symbole zu ersetzen.

Der Versuch, den Tod der Soldaten in Venezuela mit einer heroischen Tat und dem Picúa von Fidel zu verbinden, ist nicht nur aufdringlich, sondern grotesk.

Während viele Familien trauern, greift die Macht auf maritime Metaphern zurück, um eine epische Erzählung aufrechtzuerhalten, die weder innerhalb noch außerhalb der Insel noch überzeugt.

Die Szene scheint zu bestätigen, dass der Kastrismus, ohne neue Ideen oder Ergebnisse, nur alte Geschichten wiederholt, auch wenn sie niemand mehr glaubt.

Oppositionelle Reaktion: Ferrer zerlegt die "Epopöe von der Picúa"

Der Oppositionsführer José Daniel Ferrer ließ sich das Spektakel nicht entgehen. In einem auf sozialen Netzwerken verbreiteten Video verspottete er offen sowohl Fidel Castro als auch Díaz-Canel, die er als Feiglinge und Mythenschöpfer bezeichnete.

Ferrer erinnerte daran, dass Castro stets den direkten Kampf in realen Gefahrensituationen vermieden hat, wie beim Überfall auf die Moncada oder Alegría de Pío, wo er - laut Zeugenaussagen - sich versteckte und dem Feuer entkam.

Für den Opponenten ist es lächerlich, dass man ihn jetzt als einen Wasserhelden darstellt, der sich furchtlosen Fischen stellt.

Der Anführer der UNPACU ging noch weiter und machte sich über Díaz-Canel lustig, weil er diese Geschichte wiederholt hatte, als wäre sie eine revolutionäre Doktrin.

Er sagte, dass der Herrscher nicht nur alte Geschichten recycelt, sondern jeden Tag neue „Dummheiten“ propagandistischer Art produziert, um den Anschein von Festigkeit zu erwecken, während er in Wirklichkeit nervös, schwach und ohne Kontrolle erscheint.

In seinem sarkastischen Ton äußerte Ferrer, dass der Personenkult, den das Regime wiederbeleben möchte, nicht mehr funktioniert. Die Bevölkerung ist müde von heroischen Erzählungen, während sie zwischen Entbehrung, Repression und Hoffnungslosigkeit lebt.

Für Ferrer ist die Anekdote über die Picúa keine bloße Einfall: Sie ist der Beweis für eine Macht, die nicht mehr weiß, wie sie sich rechtfertigen soll, und die auf kindliche Symbole zurückgreift, um eine tiefgreifende Krise der Legitimität zu verbergen.

Der kubanische Staatschef griff erneut auf Symbole der Vergangenheit zurück, um eine Rede zu halten, die keinen Bezug zur aktuellen Realität hatte, was Spott und Kritik hervorrief.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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