Der Banco Central de Cuba (BCC) hat am Dienstag die höchste tägliche Erhöhung seines Wechselkurses seit der Einführung des Systems der „wechselkurssegmente“ vorgenommen, um sich dem realen Wert der Währungen auf dem Markt anzunähern.
Der offizielle Dollar stieg von 419 auf 426 kubanische Pesos (CUP), ein Anstieg um 7 Pesos, während der offizielle Euro von 485,87 auf 496,12 CUP anstieg, ein Anstieg um 10,25 Pesos.
Sin embargo, die Anpassung ändert nichts am Hintergrundbild. Der informelle Markt setzt weiterhin sein eigenes Gesetz durch: dort bleibt der Dollar bei 490 CUP und der Euro bei 530 CUP, laut den am Dienstag veröffentlichten Daten von elTOQUE.
Die Lücke zwischen beiden Wechselkursen bleibt abgrundtief: 64 Pesos im Fall des Dollars und 34 im Fall des Euros, was bestätigt, dass der sogenannte „gleitende Kurs“ der BCC nur auf dem Papier existiert.
Der höchste Sprung... aber immer noch unzureichend
Der Anstieg am Dienstag ist der stärkste seit dem Beginn des neuen Währungssystems des kubanischen Regimes im Dezember, eine Maßnahme, die versprochen hatte, das „Angebot und die Nachfrage des Marktes“ widerzuspiegeln, aber bislang nur eine langsame, kontrollierte Bewegung ohne praktischen Einfluss gezeigt hat.
Wirtschaftswissenschaftler, die von CiberCuba konsultiert wurden, sind sich einig, dass dieser neue Schritt darauf abzielt, Signale der Anpassung angesichts des Drucks des informellen Marktes und der öffentlichen Kritik zu senden, jedoch ohne die politischen Kosten einer tiefergehenden Abwertung zu übernehmen.
Zwei wirtschaftliche Welten
Während die Zentralbank ihren „gültigen Tarif für Tagesgeschäfte“ veröffentlicht, kaufen die Kubaner weiterhin Devisen auf der Straße zu viel höheren Preisen.
Der Abstand zwischen den offiziellen Zahlen und der realen Wirtschaft spiegelt nicht nur eine monetäre Diskrepanz wider, sondern auch einen strukturellen Vertrauensverlust.
Der heutige Schritt ist gleichzeitig eine stillschweigende Anerkennung: Der BCC legt den Preis des Dollar nicht fest, sondern folgt ihm lediglich.
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