Eine junge Kubanerin wurde auf TikTok viral, nachdem sie ein Video veröffentlicht hatte, in dem sie erklärt, dass sie als Kubanerin „gescheitert“ sei, weil sie nicht in die Stereotypen passe, die ihrer Meinung nach viele mit Kubanern im Ausland verbinden. „Ich habe kein Gold, ich fahre nicht in einem Mercedes, ich mag Bebeshito nicht und ich lebe nicht in Florida“, schrieb sie in dem Clip, der tausende Kommentare in den sozialen Medien ausgelöst hat.
Der von der Nutzerin @katrinaalvarez05 geteilte Video erhielt schnell gemischte Reaktionen. Einige Nutzer lobten sie dafür, mit den Klischees zu brechen und eine einfachere und authentischere Identität zu vertreten, während andere sie dafür kritisierten, zu verallgemeinern oder den Eindruck zu erwecken, dass diese Vorlieben die „Kubanität“ definieren. „Du scheiterst nicht, du entwickelst dich weiter“, kommentierte ein Internetnutzer, während eine andere Kubanin schrieb: „Ich bin genauso gescheitert wie du, und ich bereue es nicht“.
Entre den Kommentaren nutzten viele die Gelegenheit, um darüber nachzudenken, was es bedeutet, "Kube zu sein", außerhalb der Insel. "Ein Kubaner wird nicht an Gold oder Autos gemessen, sondern an seiner Demut und Liebe zur Familie", bemerkte ein Nutzer, der Hunderte von Reaktionen erhielt. Andere hingegen verteidigten die Auffassung, dass Vorlieben oder Lebensstile keinen Anlass zur Debatte geben sollten. "Jeder lebt, wie er will. Veneers zu haben oder in Florida zu leben, macht dich nicht weniger kubanisch", schrieb eine andere Anhängerin.
Die Debatte blieb über Tage hinweg aktiv, mit Hunderten von Unterstützungs-, Meinungs- und humorvollen Nachrichten. Einige stimmten der jungen Frau zu und berichteten, dass sie sich ähnlich fühlten: „Ich habe auch als Kubanerin versagt“, „Ich schließe mich dem Club an“, schrieben mehrere. Andere wiederum erinnerten sie daran, dass „in Florida zu leben kein Vergehen ist“ oder dass „jeder seine eigene Art hat, Kubaner zu sein“.
Was als einfache Reflexion begann, entwickelte sich zu einer kollektiven Diskussion über Identität und Stereotype. Inmitten von Witzen, Lachen und Uneinigkeiten wiederholte sich eine Aussage in den Kommentaren: „Du hast nicht versagt, du bist einfach du selbst.“
Archiviert unter: