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Der internationale Druck gegen den Chavismus verstärkt sich weiter. Die Regierung der Schweiz hat an diesem Dienstag eine Liste mit 37 hochrangigen Funktionären, Familienangehörigen und Unternehmern veröffentlicht, die mit dem Regime von Nicolás Maduro in Verbindung stehen und deren Konten und Vermögenswerte auf Schweizer Gebiet blockiert wurden, laut einer Untersuchung von Transparencia Venezuela.
Der Schweizer Bundesrat erließ die Anordnung am 5. Januar, nur zwei Tage nach der Festnahme und Auslieferung von Maduro nach New York, der wegen Drogen-Terrorismus und Korruption angeklagt ist.
Die Maßnahme zielt darauf ab, zu verhindern, dass Vermögenswerte aus illegalen Quellen ins europäische Ausland transferiert werden. Obwohl die schweizerischen Behörden keine genauen Beträge bekannt gegeben haben, haben die Schweizer Banken die Mittel gemäß dem Gesetz über ausländische illegale Vermögenswerte gemeldet.
Im Jahr 2021 schätzten lokale Medien, dass die Kapitalien im Umfeld von Maduro die 10 Milliarden Dollar überstiegen, wie El Mundo berichtet.
Unter den Hauptbestraften befinden sich Cilia Flores, die drei Söhne der sogenannten „ersten revolutionären Kämpferin“ —Walter, Yosser und Yoswal Gavidia Flores— sowie ihr Neffe Erick Malpica Flores, ehemaliger nationaler Schatzmeister und Vizepräsident für Finanzen von PDVSA.
Alle von ihnen waren bereits auf der Clinton-Liste der Vereinigten Staaten aufgrund von Korruption, Bestechung und Geldwäsche durch überteuerte Aufträge und illegale Provisionen aufgeführt worden.
Die Schweizer Anordnung betrifft auch Marleny Contreras, die Ehefrau von Diosdado Cabello, sowie Jorge Arreaza, den ehemaligen Schwiegersohn von Hugo Chávez, zudem ehemalige Ölchefs wie Rafael Ramírez und seinen Vetter Diego Salazar, sowie die ehemaligen Vizeminister Nervis Villalobos, Javier Alvarado und den ehemaligen Kassierer Alejandro Andrade, der heute als Kronzeuge in den USA auftritt.
Unter den sogenannten Boliburguesen, Unternehmern, die von der Revolution profitiert haben, stechen Raúl Gorrín, Gustavo Perdomo, Alejandro Betancourt und Francisco Convit hervor, die alle in finanzielle Machenschaften und Geldwäsche verwickelt sind.
Die Maßnahme bestätigt, dass die “familiäre Liebe” des Chavismus — wie Transparencia Venezuela ironisch anmerkte — ebenfalls ein ererbtes Geschäft war. Während Caracas versucht, sein politisches System nach dem Sturz von Maduro wiederherzustellen, bleibt das Geld der Revolution Tausende von Kilometern entfernt in den Tresoren des Schweizer Finanzsystems eingefroren.
Mit dieser neuen Resolution erhöht die Schweiz die Zahl der venezolanischen Personen, die seit dem vergangenen Jahrzehnt sanktioniert wurden, auf 70 und festigt damit ihre Rolle als einer der wichtigsten europäischen Verbündeten im Kampf gegen globale Korruption und die Ausplünderung der venezolanischen Staatskasse.
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