Was sagte Marco Rubio über das Embargo gegen Kuba während der Anhörung im Senat?




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Durante der Anhörung im Außenpolitik-Ausschuss des US-Senats, die an diesem Mittwoch stattfand, machte der Außenminister Marco Rubio die Haltung der Regierung in Bezug auf das Wirtschaftsembargo gegen Kuba und die Möglichkeit eines Regimewechsels auf der Insel deutlich.

In einem Kontext internationaler Spannungen, geprägt durch die kürzliche Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, erlangten die Äußerungen des hochrangigen Amtsinhabers — Sohn kubanischer Einwanderer — besondere Bedeutung.

Das Embargo und das Helms-Burton-Gesetz: „Es ist keine politische Präferenz“

Rubio betonte, dass die US-Politik gegenüber Kuba in der geltenden Gesetzgebung verankert ist, nicht in situativen Entscheidungen der Außenpolitik.

Durante seiner Intervention erinnerte er daran, dass das Helms-Burton-Gesetz von 1996, das das Wirtschaftsembargo kodifiziert, als Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen einen Regimewechsel auf der Insel festlegt.

In seinen eigenen Worten erklärte der Außenminister, dass dieses Erfordernis „keine bloße politische Präferenz ist, sondern Teil dessen, was das US-Recht vorschreibt“.

Er argumentierte, dass ihre Einhaltung unerlässlich ist für jede wesentliche Änderung in den Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Damit wies er die Möglichkeit zurück, dass die US-Regierung einseitig die Sanktionen aufhebt, zumindest solange das aktuelle politische System in Havanna besteht.

„Die Aufhebung der Sanktionen und des Embargos wird erst erfolgen, wenn es zu einem Regimewechsel kommt“, betonte Rubio und stellte diese Haltung in Einklang mit den Bestimmungen des Bundesrechts.

Regimewechsel? „Wir würden uns freuen, wenn es passieren würde.“

Das Thema des Regimewechsels wurde direkt angesprochen, als der demokratische Senator Brian Schatz aus Hawaii fragte, ob die Trump-Administration – unter der Rubio als Leiter der Diplomatie fungiert – bereit wäre, auf jegliche Versuche zu verzichten, einen politischen Übergang in Kuba zu fördern.

Rubio antwortete ohne Zögern, dass die Verwaltung „gerne einen Wandel“ in der kubanischen Regierung sehen würde.

Dennoch präzisierte er, dass dies „nicht bedeutet, dass wir es direkt herbeiführen werden“, und ließ damit erkennen, dass, obwohl die Vereinigten Staaten einen Wandel wünschen, die Initiative von innen heraus auf der Insel entstehen muss.

„Wir würden uns freuen, wenn das geschehen würde. Es wäre ein Vorteil für die USA, wenn Kuba nicht von einem autokratischen Regime regiert wird“, betonte Rubio und machte klar, dass dieses Ziel mit den strategischen Interessen Washingtons übereinstimmt, auch wenn es durch interne Mittel erreicht werden muss.

Diese Aussagen spiegeln eine ambivalente, aber konsistente Haltung wider: Die Vereinigten Staaten werden ihre Absicht, in Kuba einzugreifen, nicht offen erklären, halten jedoch den Wunsch aufrecht, dass das aktuelle System durch eine funktionierende Demokratie ersetzt wird.

Wirtschaftskrise und historischer Rückschritt: „Nicht einmal die Sowjets würden das anerkennen“

Rubio nutzte die Anhörung auch, um das kubanische Regime für die tiefe Wirtschaftskrise, die das Land durchlebt, verantwortlich zu machen. In seinem Beitrag wies er die Erzählung zurück, die die strukturellen Probleme der Insel dem amerikanischen Embargo zuschreibt.

Laut seiner Aussage liegt der wahre Ursprung des wirtschaftlichen Zusammenbruchs im autoritären und ineffektiven Modell, das seit mehr als sechs Jahrzehnten vorherrscht.

„Das implementierte Wirtschaftsmodell hat in keinem globalen Kontext Funktionalität bewiesen“, sagte er und fügte hinzu, dass die Situation in Kuba einen Punkt erreicht habe, an dem „nicht einmal die Begründer des sowjetischen Denkens die derzeitige Version des Systems auf der Insel anerkennen würden.“

Als Beispiel für den produktiven Rückschritt nannte Rubio die Zuckerindustrie und erinnerte daran, dass Kuba historisch gesehen der größte Zuckerproduzent der Welt war, während das Land heute gezwungen ist, dieses Produkt zu importieren

„Das Leiden in ländlichen Gebieten ist eine direkte Folge der Unfähigkeit des Regimes, die nationale Wirtschaft zu steuern“, sagte er und wies mit Nachdruck auf die innenpolitischen Maßnahmen als den entscheidenden Faktor für die Verarmung des Landes hin.

Eine politische Botschaft mit mehreren Ebenen

Die Anhörung von Rubio vor dem Senat fand in einem politisch besonders sensiblen Kontext statt.

Obwohl der ursprüngliche Fokus der Anhörung auf der Situation in Venezuela lag, verdeutlichte die Diskussion über Kuba die grundlegenden Linien, die die Außenpolitik Washingtons gegenüber Havanna leiten: anhaltender Druck, ein Embargo, das an strukturelle Veränderungen geknüpft ist, und eine Rhetorik, die das kubanische Regime als die Wurzel der sozialen und wirtschaftlichen Übel der Insel bezeichnet.

Ensgesamt bestätigte Marco Rubio, was verschiedene Persönlichkeiten des Exils und Vertreter der republikanischen Politik seit Jahren vertreten: Die Aufhebung des Embargos ist ohne einen Regimewechsel nicht verhandelbar.

Gleichzeitig verhinderte sein Eingreifen die Unterstützung direkter Destabilisierungsmaßnahmen und überließ dem kubanischen Volk die Verantwortung (und die Kosten) für den Übergang.

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